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Was ist ein #bookupDE? Wie das Treffen in der Buchhandlung abläuft

Am 30. August 2014 füllte sich der Buchladen Neusser Straße in Köln-Nippes mit Menschen, die mehr wollten als ein Buch kaufen.

Sie waren zu einem #bookupDE gekommen.

Zwei Tage später sprach der Kölner Hochschulsender Kölncampus in einem Interview über das Treffen und das Format dahinter. Zu Gast war Wibke Ladwig, die sich selbst als Social Web Ranger bezeichnet und die Veranstaltung in Nippes besucht hatte.

Die Idee hinter dem Namen

Der Name spielt auf Tweetups an, also auf Treffen von Menschen, die sich zunächst über Twitter kennengelernt haben. Beim Bookup steht statt eines Cafés oder einer Bar eine Buchhandlung im Mittelpunkt. Der Laden lädt ein, die Gäste lernen ihn kennen, und alle erzählen im Netz davon.

Typisch ist die Mischung aus Offline und Online. Vor Ort gibt es Führungen durch das Sortiment, Empfehlungen aus dem Team und oft ein Getränk. Im Netz entsteht zeitgleich eine Sammlung von Fotos, Tweets und später auch längeren Berichten, alle unter dem Hashtag #bookupDE. Das Kürzel DE markiert die deutschsprachige Variante.

Was das Format für Buchhandlungen bedeutet

Für unabhängige Buchhandlungen ist ein Bookup eine Möglichkeit, sich einem Publikum zu zeigen, das viel liest, gut vernetzt ist und seine Eindrücke bereitwillig teilt. Anders als eine klassische Lesung braucht es keinen Autor und keine Bühne. Es genügt, die Türen zu öffnen und Zeit für Gespräche mitzubringen.

Gleichzeitig verlangt das Format Offenheit. Wer zum Bookup einlädt, weiß, dass Regale, Tische und Schaufenster fotografiert und kommentiert werden. Für viele Läden war das 2014 ungewohnt, für manche genau der Reiz.

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Den Verlauf des Treffens in Nippes dokumentierte eine Sammlung von Beiträgen aus sozialen Netzwerken, und im Radiointerview ordnete Ladwig die Entwicklung ein. Wer nachvollziehen wollte, was ein Bookup ist, bekam damit beides: die Stimmen der Teilnehmenden und eine Erklärung von außen.

Eine Frage ließ das Format bewusst offen: Muss man am Ende etwas kaufen? Niemand verlangte es, aber kaum eine Buchhandlung hätte etwas dagegen gehabt.

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