Supper Club Köln: Der Summer of Supper 2014 im Marieneck in Ehrenfeld
Rund dreißig Gäste, die sich größtenteils nicht kannten, saßen im Juli 2014 im Marieneck in Köln-Ehrenfeld an einer Tafel, während in der offenen Küche zwei Hobbyköchinnen Gang um Gang anrichteten. Der Abend hieß „Stadt Land Food“ und war der Auftakt zum Kölner Summer of Supper.
Was ein Supperclub ist
Ein Supperclub ist ein privat organisiertes Abendessen gegen Eintritt, bei dem Hobbyköche für ein Publikum kochen, das sie nicht kennen. Angekündigt wird über soziale Netzwerke, die Plätze sind knapp. Zum Reiz gehört bei vielen Supperclubs das Geheimnis: Den genauen Ort erfahren die Teilnehmer erst kurz vorher per E-Mail. Daher rührt der Beiname „Kochen im Untergrund“, auch wenn manche Veranstaltungen in ganz regulären Räumen stattfinden.
Vor Ort treffen dann erwartungsvolle Fremde aufeinander, die nur eines verbindet: die Neugier auf ein Menü, das sie vorher nicht kennen. Aus dieser Mischung entstehen Gespräche, die in einem Restaurant mit Einzeltischen nie zustande kämen.
Der Auftakt im Marieneck
Das Marieneck, ein Kochkursraum in Ehrenfeld, bot für den ersten Abend der Reihe den Rahmen. Marco Kramer, der Betreiber, und Torsten Goffin, der als Sommelier die Weine zu den Gängen auswählte, empfingen die Gäste. In der Küche standen Sophia Schillik von cucina piccina und Simone Hilpert von Pi mal Butter und ließen sich von neugierigen, fotografierenden Besuchern an den Töpfen nicht aus der Ruhe bringen.
Die Veranstaltung war ausverkauft.
Neben dem Essen und den begleitenden Weinen blieb vor allem die Atmosphäre in Erinnerung: locker, gesprächig, mit vielen Gästen, die selbst über Essen schreiben und den Abend anschließend in eigenen Berichten festhielten. Aus Tischnachbarn wurden Kontakte, denen man danach in den sozialen Netzwerken folgte.
Die Reihe im Sommer 2014
Der Summer of Supper war als Serie angelegt. Nach dem Auftakt folgten vom 18. Juli bis zum 1. August 2014 weitere Supperclubs mit wechselnden Köchinnen und Köchen, und für einige Termine gab es noch Karten.
Wer einen solchen Abend besucht, zahlt für ein Menü, dessen Inhalt oft erst am Tisch feststeht. Ob das eine Zumutung oder gerade der Reiz ist, entscheidet sich meist beim zweiten Gang.
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