re:publica 2014: Packliste für die Konferenz und Buchtermine in Berlin
Ganz oben auf der Liste stand ein Paar rote Schuhe, direkt darunter ein zweites Paar, falls das erste nicht durchhält. Wer im Mai 2014 zur re:publica nach Berlin fuhr, brauchte ein Erkennungszeichen, denn auf der Konferenz trafen sich Tausende, die einander bis dahin oft nur von Profilbildern kannten.
Die re:publica als Klassentreffen
Die re:publica, 2014 unter dem Kürzel #rp14, war damals schon eine der größten Konferenzen zu Internet und Gesellschaft in Europa. Neben den Sessions auf den Bühnen lebte sie von den Begegnungen im Hof und auf den Fluren. Viele Besucherinnen sprachen vom Klassentreffen: Man sah Menschen wieder, die man ein Jahr zuvor getroffen hatte, und lernte andere kennen, mit denen man sonst nur online zu tun hatte. Ein Beispiel dafür war ein Überraschungsmenü, bei dem sich elf einander unbekannte Twitter-Nutzer zum Essen verabredeten.
Rund um die Konferenz entstand ein eigenes Rahmenprogramm, das Stefan Evertz in einer Übersicht zusammenstellte. Dazu gehörten die Guerilla-Sessions von tasteup, bei denen es um Genuss und Verkostung ging, daher das Nosingglas im Gepäck.
Buchtermine in derselben Woche
Berlin bot in dieser Woche mehr als Netzthemen.
In der Staatsbibliothek zu Berlin wurden die Berliner Bücherinseln eröffnet. Auf dem Programm stand außerdem ein Treffen mit dem Berliner Kinderbuchautor und Hörbuchregisseur Kai Lüftner. Und in der Kinderbuchhandlung BuchSegler in Pankow gab es eine Vernissage mit Aino Havukainen und Sami Toivonen, dem finnischen Duo hinter den Bilderbüchern um Tatu und Patu.
Was in den Koffer gehörte
Die Liste zeigt, wie Konferenzgepäck 2014 aussah, als das Smartphone schon alles konnte, außer lange durchzuhalten:
- zwei Paar rote Schuhe
- Nosingglas für die Verkostung
- iPhone und iPad mini, dazu ein Gorillapod und ein Olloclip-Objektiv
- Mehrfach-USB-Stecker, genug Kabel, ein mobiler Akku
- Bahnticket und re:publica-Ticket
- die Konferenz-App für die Sessiontermine und eine App für den Nahverkehr
- ein analoges Notizheft und Visitenkarten
- Lippenpflege, Handcreme, Pfefferminzbonbons
Auffällig ist, wie viel davon der Stromversorgung diente. Freie Steckdosen sind auf großen Konferenzen erfahrungsgemäß knapp, und wer den ganzen Tag twitterte, fotografierte und Sessions mitschrieb, stand am Nachmittag mit leerem Akku da.
Das analoge Notizheft steht nicht zufällig zwischen all der Technik. Welches Stück von der Liste am Ende tatsächlich gefehlt hat, sollte sich erst vor Ort zeigen.
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