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Nach der Lesung: Maren Gottschalk liest aus ihrer Mandela-Biografie

Fotos aus Südafrika lagen neben dem Buch, als Maren Gottschalk Ende März 2014 zum zweiten Mal im roten Ohrensessel einer Solinger Wohnzimmerlesung Platz nahm. Es war die achtzehnte Veranstaltung der Reihe, und viele Gäste kannten das Format schon, brachten aber immer wieder neue Gesichter mit.

„Die Morgenröte unserer Freiheit“

Gottschalk, Journalistin und Autorin von Biografien für junge Leser, las aus Die Morgenröte unserer Freiheit, ihrer Lebensgeschichte Nelson Mandelas, erschienen bei Beltz & Gelberg. Sie wählte bewusst die frühen Kapitel: Mandelas Kindheit im ländlichen Transkei, sein Heranwachsen und seine Studienzeit. Aus diesen Passagen entstand ein Bild der Apartheid, das die Härte des Systems nicht über große Ereignisse, sondern über den Alltag eines jungen Mannes zeigte.

Für ein Publikum, das Mandela vor allem als alten, lächelnden Staatsmann aus den Nachrichten kannte, war dieser Blick auf den jungen Mann ungewohnt. Die Biografie richtet sich an Jugendliche, und gerade die frühen Kapitel zeigen, wie früh Ausgrenzung und Rassentrennung sein Leben bestimmten, lange bevor er als politischer Gefangener weltbekannt wurde.

Im Raum war es während der Lesung sehr still. Die mitgebrachten Fotos von Mandela und von Südafrika halfen, die Schauplätze vor Augen zu bekommen.

Mandela war im Dezember 2013 gestorben, wenige Monate vor der Lesung. Gottschalk hatte zuvor bereits eine Biografie über Sophie Scholl für Beltz & Gelberg geschrieben und arbeitete im Frühjahr 2014 an einem Buch über Andy Warhol.

Das Programm für 2014

Die Reihe hatte zu diesem Zeitpunkt bereits weitere Termine für das Jahr festgelegt, jeweils freitags:

    1. April, 20 Uhr: Britta Sabbag mit „Stolperherz“
    1. Mai, 20 Uhr: Kathrin Lange mit „Herz aus Glas“
    1. Juni, 19.30 Uhr: Sabine Zett mit „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“
    1. September, 17 Uhr, Lesung für Kinder: Kai Lüftner mit „Das Kaff der guten Hoffnung“

Die Mischung ist typisch für private Lesereihen dieser Art: eine Biografie, ein Liebesroman, ein Jugendthriller, eine Familienkomödie und eine Kinderlesung am Nachmittag. Der Kartenverkauf lief über ein Online-Ticketsystem, die Plätze waren durch die Größe des Raums begrenzt.

Der rote Ohrensessel war mit achtzehn Auftritten inzwischen, wie es in der Reihe hieß, erwachsen geworden.

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