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Wohnzimmerlesungen 2014: das Programm von Zoë Beck bis Sabine Zett

Ein Ohrensessel, eng gestellte Stühle, Karten im Vorverkauf: Wohnzimmerlesungen holen Autorinnen und Autoren dorthin, wo Bücher tatsächlich gelesen werden. Für 2014 stand bei einer solchen privaten Lesereihe früh im Jahr ein Programm fest, das im Alphabet der Nachnamen von B bis Z reichte – „von Beck bis Zett“.

Das Programm

Den Auftakt machte bereits im Januar die Berliner Autorin Zoë Beck mit ihrem Thriller „Brixton Hill“.

Am 22. Februar folgte am Nachmittag eine Lesung für Kinder und Erwachsene mit Frank Maria Reifenberg. Er stellte „Die Schattenbande legt los!“ vor, das er gemeinsam mit Gina Mayer geschrieben hatte (bloomoon): Vier Kinder ermitteln, als einer von ihnen unter Mordverdacht gerät. Der Roman stand auf der Shortlist für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2014.

Am 28. März las Maren Gottschalk aus ihrer bei Beltz erschienenen Biografie Nelson Mandelas, der für gewaltlosen Widerstand gegen die Apartheid steht und nach 27 Jahren Haft 1990 freikam. Gottschalk war in der Reihe schon mit einer Biografie über Astrid Lindgren zu Gast gewesen.

Am 11. April stellte Britta Sabbag, bekannt durch „Pinguinwetter“, ihren Jugendroman „Stolperherz“ vor (Boje). Die Heldin Sanny, mit einem Herzfehler geboren, begleitet heimlich eine Schulband auf Tour.

Am 9. Mai folgte Kathrin Lange mit dem Jugendthriller „Herz aus Glas“ (Arena), der auf Martha’s Vineyard spielt und von einem jahrhundertealten Fluch erzählt.

Sabine Zett las am 27. Juni aus ihrem Roman „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“ (Blanvalet) und hatte den Termin eigens auf einen spielfreien Tag der Fußball-WM gelegt.

Den Abschluss bildete am 26. September Kai Lüftner mit „Das Kaff der guten Hoffnung“ (Sauerländer), der Geschichte des Heimkindes Kalle, das nach seinem Bruder sucht.

Was eine Wohnzimmerlesung ausmacht

Anders als in der Buchhandlung oder im Saal sitzt das Publikum hier eng, die Stimmung ist familiär, und nach der Lesung wird oft noch lange gesprochen. Gastgeber laden meist Autoren ein, die sie persönlich kennen oder die ihnen empfohlen wurden, und viele kommen gern wieder.

Die Mischung dieses Jahrgangs – Krimi, Kinderbuch, Biografie, Jugendthriller und Frauenunterhaltung – zeigt, dass ein Wohnzimmer thematisch keine Grenzen kennt, nur räumliche.

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