Tausche Buch gegen Rezi: Stiefvaters „Wen der Rabe ruft“ vorab lesen
Jedes Jahr im April steht Blue auf einem verwitterten Kirchhof am Rand ihrer Stadt und nimmt die Seelen derer wahr, die im kommenden Jahr sterben werden. Sehen kann sie sie nicht, nur spüren – bis plötzlich der Geist eines Jungen aus der Dunkelheit tritt. Mit dieser Szene beginnt „Wen der Rabe ruft“ von Maggie Stiefvater, und um genau dieses Buch ging es in der zweiten Runde der Aktion „Tausche Buch gegen Rezi!“ im September 2013.
Der Roman
Der Junge heißt Gansey. Dass Blue seinen Geist sieht, kann nur eines bedeuten: Sie wird der Grund für seinen baldigen Tod sein. Dazu kommt eine Weissagung, mit der Blue aufgewachsen ist – dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ob damit Gansey gemeint ist, bleibt die Frage, die den Roman antreibt.
Die deutsche Ausgabe erschien am 9. Oktober 2013 als Hardcover bei script5, übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, empfohlen ab 16 Jahren. Das Buch ist der erste von vier Bänden, im Original als „The Raven Boys“ Auftakt des Raven-Zyklus.
Wie die Aktion funktionierte
Das Prinzip war einfach: ein Vorabexemplar gegen eine ehrliche Besprechung. Wer teilnehmen wollte, hinterließ bis zu einem festen Termin am Sonntagabend einen Kommentar und begründete, warum ihn gerade dieses Buch interessierte. Ein Blog war dafür nicht nötig. Anschließend entschied ein Zufallsgenerator, wer eines der zwei verfügbaren Exemplare erhielt. Meldete sich jemand bis Mittwochabend nicht, ging das Buch an die nächste Person.
Von den Gewinnerinnen und Gewinnern wurde eine Rezension innerhalb von etwa vier bis sechs Wochen erwartet. Sie durfte zusätzlich auf eigenen Seiten erscheinen, mit Hinweis auf die Aktion. Sperrfristen des Verlags waren einzuhalten, und verschickt wurde nur innerhalb Deutschlands.
Formate wie dieses waren in den frühen 2010er-Jahren in der Buchszene verbreitet. Sie verbanden die Werbeinteressen der Verlage mit der Neugier von Leserinnen und Lesern, die ein Buch vor allen anderen in der Hand halten wollten.
Wer das Buch erhielt, verpflichtete sich zu einer Meinung, nicht zu einem Lob.
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