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Tausche Buch gegen Rezi: wie der Tausch von Rezensionsexemplaren läuft

Tomomi Ishikawa ist tot. So steht es in dem Abschiedsbrief, den sie ihrem Freund Ben Constable hinterlässt. Doch sie gibt keine Ruhe. Mit diesem Auftakt begann im September 2013 eine Aktion, die sich bewusst von den vielen Buchverlosungen im Netz absetzte: „Tausche Buch gegen Rezi!“.

Die Idee

Gewinnspiele gab es in der Leseszene damals zuhauf. Die Aktion drehte das Prinzip um. Statt ein Buch einfach zu verlosen, wurde es an Leserinnen und Leser vergeben, die es lesen und besprechen wollten. Ein eigener Blog war keine Voraussetzung. Die fertige Rezension erschien als Gastbeitrag und zusätzlich auf dem Kinder- und Jugendbuchportal Buecherkinder.de, bei Wunsch mit Hinweis auf das Blog der Rezensentin.

Die Regeln

Die Teilnahme lief über einen Kommentar, in dem Interessierte begründeten, warum sie gerade dieses Buch lesen wollten. Nach Ablauf der Frist am Sonntagabend entschied ein Zufallsgenerator. Wer sich bis Mittwoch nicht meldete, verlor seinen Anspruch, und das Buch ging an jemand anderen. Erwartet wurde eine Besprechung innerhalb von vier bis sechs Wochen, die auch im eigenen Blog erscheinen durfte, sofern Sperrfristen des Verlags eingehalten wurden.

Zwei Einschränkungen galten: Versendet wurde nur innerhalb Deutschlands, und die Mitglieder der Kinder- und Jugendredaktion des Portals waren ausgeschlossen, weil sie ohnehin regelmäßig Bücher erhielten.

Das erste Buch

Den Anfang machte Benjamin Constables Roman Die drei Leben der Tomomi Ishikawa, der am 16. September 2013 als Hardcover bei script5 erschien. Zwei Exemplare standen zur Verfügung.

Die Handlung ist eine Art Schnitzeljagd. Tomomi hinterlässt Ben eine Reihe rätselhafter Botschaften, die ihn durch Paris, New York und ihre eigene Vergangenheit führen. Ben möchte glauben, dass alles nur ein Spiel ist und ihre Geschichten reine Fantasie. Dann enthüllen sie ein grausames Geheimnis: War Tomomi eine Serienmörderin? Und ist sie überhaupt tot? Bald kann Ben Fiktion und Wirklichkeit nicht mehr auseinanderhalten.

Reizvoll an dem Buch ist, dass der Erzähler den Namen des Autors trägt. Wer es bespricht, muss sich deshalb auch fragen, wie viel Spiel mit der eigenen Person ein Roman verträgt.

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