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Blogger schenken Lesefreude: Die Aktion zum Welttag des Buches 2014

Eine Maus schraubt in Hamburg an einer Flugmaschine, weil sie über den Atlantik will: Das ist der Stoff von „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“, und genau dieses Buch wurde am 23. April 2014 unter vielen anderen im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ verlost.

Die Aktion am Welttag des Buches

Der 23. April ist seit 1995 der UNESCO-Welttag des Buches. In Deutschland verbinden ihn viele mit Buchgutscheinen für Schulklassen und Aktionen in Buchhandlungen. Die Initiative „Blogger schenken Lesefreude“ übertrug die Idee ins Netz: Buch- und Literaturblogs, aber auch Seiten zu ganz anderen Themen, verschenkten an diesem Tag jeweils mindestens ein Buch an ihre Leserinnen und Leser. 2014 beteiligten sich rund 1.000 Blogs.

Das Prinzip war einfach. Jede teilnehmende Seite stellte ein Buch vor, meist ein persönliches Lieblingsbuch, und wer es gewinnen wollte, hinterließ einen Kommentar. Nach Ablauf einer Frist entschied das Los, in diesem Fall über den Zufallsgenerator Random.org, und das Buch ging per Post an den Gewinner oder die Gewinnerin.

Torben Kuhlmanns „Lindbergh“

Das verloste Bilderbuch war das Debüt des Illustrators Torben Kuhlmann, erschienen 2014 im NordSüd Verlag in Zürich. Die Hauptfigur ist eine Maus, die sich in den Kopf setzt, nach Amerika zu gelangen, und nach etlichen Fehlversuchen tatsächlich abhebt. Kuhlmanns großformatige Aquarelle, detailreich und in gedämpften Farben, tragen die Geschichte fast allein.

Aufgefallen waren die Illustrationen schon 2013 auf der Kinderbuchmesse in Bologna, also bevor das Buch überhaupt erschienen war. Auf der Leipziger Buchmesse im März 2014 wurde „Lindbergh“ dann mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet, einer Empfehlungsliste der Stiftung Lesen und der Leipziger Buchmesse für Kinder- und Jugendbücher.

Kuhlmann ist dem Stoff treu geblieben.

In den folgenden Jahren schickte er weitere Mäuse auf Entdeckungsfahrt, darunter in „Armstrong“ zum Mond. Für die Leserinnen und Leser, die 2014 beim Welttag des Buches leer ausgingen, war das zumindest ein Trost: Die fliegende Maus blieb kein Einzelstück.

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