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Fünf Freunde 3: Kinostart der Enid-Blyton-Verfilmung im Januar 2014

Ein Hund, vier Kinder und ein Geheimnis, das die Erwachsenen übersehen: Nach diesem Muster funktionieren die „Fünf Freunde“ seit ihrem ersten Band von 1942. Im Januar 2014 kam mit „Fünf Freunde 3“ der dritte Kinofilm der deutschen Verfilmungsreihe heraus, und wie schon bei den Vorgängern begleiteten Verlage, Kinos und Kinderbuchseiten den Start mit Gewinnspielen für Familien.

Die Vorlage von Enid Blyton

Die britische Autorin Enid Blyton schrieb zwischen 1942 und 1963 insgesamt 21 Bände über die Geschwister Julian, Dick und Anne, ihre Cousine Georgina, die nur George genannt werden will, und deren Hund Timmy. Auf Deutsch erscheinen die Bücher seit Jahrzehnten unter dem Titel „Fünf Freunde“ und gehören zu den Kinderbuchreihen, die mehrere Generationen von Leserinnen und Lesern gemeinsam kennen. Hinzu kamen zahlreiche Fortsetzungen, die nicht mehr von Blyton selbst stammen.

Das Grundrezept ist schlicht und bis heute wirksam. Die Kinder verbringen ihre Ferien weitgehend ohne Aufsicht, stoßen auf Schmuggler, Diebe oder verschwundene Schätze und lösen den Fall mit Mut, Neugier und der Nase des Hundes.

Die deutsche Kinoreihe

2012 brachte die Produktionsfirma SamFilm den ersten neuen Kinofilm „Fünf Freunde“ unter der Regie von Mike Marzuk heraus. Die Filme verlegten die Geschichten in die Gegenwart und besetzten die Rollen mit jungen deutschen Darstellern. Der Erfolg führte zu einer ganzen Reihe: 2013 folgte „Fünf Freunde 2“, im Januar 2014 der dritte Teil, und auch danach kamen weitere Fortsetzungen in die Kinos.

Für Familien mit Kindern im Grundschulalter waren die Filme ein naheliegendes Winterprogramm. Sie setzen auf Abenteuer statt auf Härte, die Spannung bleibt überschaubar, und Eltern erkennen die Figuren aus der eigenen Kindheit wieder.

Gerade diese Mischung machte die Filmstarts für Verlage interessant.

Vom Film zurück zum Buch

Kinostarts nach Kinderbuchvorlagen ziehen oft auch die Bücher mit. Zu den Filmen erschienen Begleitbücher, und die alten Bände wurden neu aufgelegt. Wer nach dem Kinobesuch zu lesen beginnt, entdeckt allerdings schnell die Unterschiede: Die Romane spielen im England der 1940er- und 1950er-Jahre, mit Picknickkörben, Ingwerbier und Fahrrädern statt Smartphones. Manche Formulierungen und Rollenbilder wirken heute altmodisch, was sich gut als Anlass für ein Gespräch am Küchentisch eignet.

Ob Kinder zuerst den Film oder zuerst das Buch kennenlernen sollten, beantwortet jede Familie anders. George jedenfalls wäre mit beiden Varianten einverstanden, solange Timmy mitkommen darf.

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