Meefisch 2013: die Gewinner des Bilderbuchpreises aus Marktheidenfeld
Eine Katze schläft, und um sie herum passiert allerhand, von dem sie nichts merkt. Aus dieser Idee machte die Illustratorin Katrin Oertel das Bilderbuchprojekt „Wenn Katzen ratzen“, und damit gewann sie im Dezember 2013 den Meefisch, den Bilderbuchillustrationspreis der unterfränkischen Stadt Marktheidenfeld.
Der Preis
Die Stadt vergab den Meefisch 2013 zum fünften Mal. Ausgezeichnet wird das beste noch unveröffentlichte Bilderbuchprojekt aus dem deutschsprachigen Raum. Der Preis war mit 2000 Euro dotiert, dazu kamen eine Ausstellung und die Veröffentlichung des Siegerbuchs im Würzburger Kinder- und Jugendbuchverlag Arena. Gerade dieser Veröffentlichungsvertrag machte den Wettbewerb für Nachwuchsillustratorinnen und -illustratoren besonders attraktiv.
Die Siegerin
Katrin Oertel, damals 34 Jahre alt, hatte an der Fachhochschule für Design in Münster Illustration, Kinderbuchillustration und Buchgestaltung studiert und arbeitete als selbstständige Illustratorin und Grafikerin in Münster. Ihr Projekt setzte sich gegen 151 eingereichte Beiträge durch. Sie arbeitete mit Acryl, Aquarell, Buntstiften und Collagen, die Hintergründe und Muster entstanden aufwendig am Computer. Oertel hatte schon mehrfach am Wettbewerb teilgenommen und es bereits unter die zehn Besten geschafft. Den Text überarbeitete der Kinderbuchautor und Kabarettist Erwin Grosche.
Publikumspreis und lobende Erwähnungen
Der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis ging an Julia Reyelt aus Glückstadt. Die 17 besten Arbeiten waren sechs Wochen lang im Kulturzentrum Franck-Haus ausgestellt, kindgerecht aufbereitet und pädagogisch begleitet. Kinder aus Kindergärten und Grundschulen des Landkreises durften ebenso abstimmen wie Erwachsene. 529 Besucherinnen und Besucher gaben bis zum 2. Dezember ihre Stimme ab. Reyelts Projekt erzählt aus der Sicht eines kleinen Nashorns vom Leben der Nilpferde in der afrikanischen Savanne.
Neu war 2013 eine lobende Erwähnung der Jury für drei weitere Beiträge:
- Claudia Meitert, Regensburg: „Moses macht mal Licht“
- Peter Engel, Regensburg: „Besuch bei Opa Schmitt – Eine Reise mit dem Fahrrad“
- Benjamin Dammers, Köln, mit Wohnsitz in Nordschweden: „Per der Bär“
Alle drei Arbeiten erhielten damit keinen Geldpreis, wohl aber eine Nennung in der Öffentlichkeitsarbeit des Wettbewerbs. Für die Ausgezeichneten bedeutete das vor allem Aufmerksamkeit von Verlagen, die bei solchen Wettbewerben gezielt nach neuen Handschriften suchen.
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