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Ein schönes ABC der Frankfurter Buchmesse 2013 (#fbm13)

X ist der Buchstabe, an dem jedes Messe-ABC zu scheitern droht. Wer die Frankfurter Buchmesse 2013 unter dem Hashtag #fbm13 von A bis Z erzählen wollte, stand spätestens dort vor derselben Aufgabe wie jede Autorin eines Bilderbuch-ABCs. Die Form ist trotzdem beliebt, weil sie Ordnung in die Fülle von fünf Messetagen bringt, ohne einen durchgehenden Bericht zu verlangen.

Gastland, Preise und Prominenz

Gastland der Messe war 2013 Brasilien, für das folgende Jahr war bereits Finnland angekündigt. Zu den Publikumsmagneten gehörte der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger, der auch als Buchautor auftrat. Der Kinderbuchautor Frank Maria Reifenberg stellte als Mitstreiter das Leseförderprojekt kicken & lesen vor, das Fußball und Bücher verbindet, um vor allem Jungen zum Lesen zu bringen.

Den Abschluss vieler Messetage für die Kinderbuchbranche bildete am Freitagabend die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises vor rund 1.300 Gästen. Im Vorfeld war heftig über den Preis diskutiert worden, unter anderem über das Verhältnis von deutschsprachigen und übersetzten Titeln; der Verband deutscher Schriftsteller in ver.di hatte sich im Vorfeld in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Von offizieller Seite wurde an diesem Abend immer wieder betont, wie entscheidend die Internationalität des Preises sei. Andreas Steinhöfel, der 2013 den Sonderpreis für sein Gesamtwerk erhielt, nutzte seine Dankesrede, um auf Schieflagen in der Branche hinzuweisen; auch das Börsenblatt griff die Diskussion auf.

Die Messe im Netz

Auffällig war 2013 der Auftritt der Buchmesse in den sozialen Medien. Unter dem Motto „Ich bin hier … und du?“ konnten sich Besucherinnen und Besucher online eintragen und zeigen, dass sie vor Ort waren; über 1.200 Menschen machten mit. Auf Instagram entstand unter #fbm13 eine Sammlung von Messefotos, auf denen der Frankfurter Messeturm immer wieder als dankbares Motiv auftauchte.

Dazu kamen die bekannten Konstanten jedes Messebesuchs: Happy-Hour-Einladungen an den Verlagsständen am späten Nachmittag, zu viel Kaffee, lange Wege zwischen den Hallen und eine Rückfahrt, bei der die Deutsche Bahn den Geduldsfaden testete.

Schöne ABC-Bücher für Kinder

Was für den Messebericht gilt, gilt erst recht für Bilderbücher: Ein gutes ABC scheitert nicht an Q, X und Y. Zwei Titel zeigen, wie das gelingen kann. Nadia Budde spielt in „Trauriger Tiger toastet Tomaten“ mit Alliterationen, die beim Vorlesen zum Stolpern und Lachen einladen. Daniela Kulot macht in „Das alleralbernste ABC-Buch“ aus jedem Buchstaben eine kleine absurde Szene.

Beide Bücher lassen das X nicht aus, und genau daran erkennt man ein sorgfältig gemachtes ABC. Ob ein Messe-ABC dasselbe Kunststück schafft, ist eine andere Frage – für 2013 blieb das X jedenfalls ein Platzhalter mit Achselzucken.

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