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Erdbeermarmelade im Thermomix: Rezept mit Gelierzucker 1:1, 2:1, 3:1

Im Juni 2013 waren Erdbeeren wetterbedingt teuer, im Juli lagen sie dann plötzlich kistenweise und günstiger auf den Märkten. Wer genau diesen Moment abpasst, hat die beste Gelegenheit für Erdbeermarmelade, und mit einem Thermomix ist die Arbeit in einer Viertelstunde erledigt.

Die eigentliche Entscheidung fällt im Supermarktregal. Neben dem klassischen Gelierzucker 1:1 gibt es die Varianten 2:1 und 3:1, und sie verändern Süße, Konsistenz und Haltbarkeit spürbar.

Zutaten

  • 1.000 g Erdbeeren
  • Gelierzucker nach Wahl: 1.000 g Gelierzucker 1:1 oder 500 g Gelierzucker 2:1 oder etwa 330 g Gelierzucker 3:1

Dazu kommen saubere Schraubgläser, die vorher heiß ausgespült werden.

Zubereitung im Thermomix

Die Erdbeeren werden gewaschen, entkelcht und gut abgetropft in den Mixtopf gegeben.

  • Die Erdbeeren 4 Sekunden auf Stufe 4 pürieren.
  • Den Gelierzucker zugeben und 3 Sekunden auf Stufe 4 untermischen.
  • 7 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 1 aufkochen.
  • Weitere 2 Minuten bei 100 Grad auf Stufe 2 kochen.
  • Sofort in die Gläser füllen und verschließen.

Wie fein die Marmelade wird, lässt sich über das Pürieren steuern. Vier Sekunden auf Stufe 4 ergeben eine Konfitüre mit kleinen Fruchtstücken. Wer es ganz glatt mag, püriert etwas länger, wer größere Stücke will, halbiert die Erdbeeren vorher und püriert kürzer.

Bei den Sorten 2:1 und 3:1 ist die Gesamtmenge im Topf kleiner, deshalb kann die Kochzeit etwas knapper ausfallen. Als Faustregel gilt: Die Marmelade sollte mindestens drei Minuten sprudelnd kochen, mit Gelierzucker 1:1 besser vier. Erst dann bindet das Pektin zuverlässig.

Wer unsicher ist, macht die Gelierprobe. Ein Teelöffel Marmelade kommt auf einen kalten Teller; wird er nach einer Minute fest und zieht beim Schieben eine Haut, ist die Masse fertig.

Erdbeeren pürieren im Thermomix

Das Pürieren ist der Schritt, der über die Textur entscheidet, und er geht im Thermomix schneller, als man denkt. Schon ein, zwei Sekunden zu viel verwandeln die Früchte in ein glattes Mus. Das ist kein Fehler, nur eine andere Marmelade: Glatte Erdbeermarmelade streicht sich leichter und eignet sich gut für Kinder, die keine Stückchen mögen, während eine stückige Konfitüre auf frischem Brot oder im Joghurt mehr Biss hat.

Wichtig ist, dass die Erdbeeren nach dem Waschen gut abtropfen. Wasser, das an den Früchten hängt, verdünnt die Masse, und sie braucht dann länger, bis sie geliert. Wer tiefgekühlte Erdbeeren verwendet, lässt sie vorher vollständig auftauen und gibt den entstandenen Saft mit in den Topf, denn er gehört zum Fruchtgewicht.

Warum Erdbeeren beim Gelieren überhaupt Hilfe brauchen, liegt an ihrem niedrigen Pektingehalt. Äpfel oder Johannisbeeren bringen viel davon mit und werden fast von allein fest. Erdbeeren dagegen sind auf das Pektin aus dem Gelierzucker angewiesen, und dieses Pektin braucht Hitze, Zucker und eine gewisse Säure, um ein festes Gel zu bilden. Genau deshalb ist das sprudelnde Kochen am Ende so wichtig, und genau deshalb hilft ein Spritzer Zitronensaft bei besonders süßen, reifen Früchten.

Drei Gelierzucker im Vergleich

Um zu sehen, wie sich die drei Sorten unterscheiden, lohnt es sich, dieselbe Menge Erdbeeren dreimal unter gleichen Bedingungen zu kochen. Das Ergebnis nach einem Tag im Kühlschrank fiel deutlich aus.

Die Marmelade mit Gelierzucker 1:1 war nicht durchgehend fest geworden und schmeckte vor allem süß. Kinder mögen genau das oft besonders gern, für Erwachsene tritt das Aroma der Erdbeeren dahinter zurück. Ihr Vorteil ist die Zusammensetzung: Gelierzucker 1:1 enthält in der Regel keinen Konservierungsstoff, weil die große Zuckermenge selbst konserviert.

Zwischen 2:1 und 3:1 war kaum ein Unterschied zu schmecken. Beide Marmeladen gelierten gut, waren fast schnittfest und hatten eine ausgewogene Süße, bei der die Frucht im Vordergrund stand. Der Preis dafür: Weil weniger Zucker drin ist, wird diesen Gelierzuckern häufig Sorbinsäure (E 200) zugesetzt. Ein Blick auf die Zutatenliste der Packung zeigt, ob das der Fall ist.

Eine Überlegung, die bei Erdbeermarmelade oft vergessen wird, betrifft die Haltbarkeit. In Familien, in denen die Gläser ohnehin nach wenigen Wochen leer sind, spielt die längere Haltbarkeit von 1:1 kaum eine Rolle. Wer dagegen im Juli für den ganzen Winter vorkocht, fährt mit dem klassischen Gelierzucker sicherer und nimmt die höhere Süße in Kauf, oder er kocht kleinere Mengen mit 2:1 und stellt die Gläser nach dem Öffnen sofort kalt.

Tipps für Erdbeermarmelade aus dem Thermomix

Die Füllmenge im Mixtopf hat Grenzen. Mehr als ein Kilo Früchte plus Zucker sollte nicht auf einmal gekocht werden, weil die Masse beim Aufkochen stark steigt und unter dem Deckel herausspritzen kann. Der Messbecher bleibt beim Kochen am besten abgenommen und stattdessen liegt der Gareinsatz auf der Deckelöffnung, damit Dampf entweichen kann, ohne dass es spritzt.

Reife, aromatische Erdbeeren bringen mehr Geschmack als große, wässrige Früchte. Ein Spritzer Zitronensaft hebt das Aroma und hilft beim Gelieren. Auch Kombinationen funktionieren gut: Erdbeere mit Rhabarber, mit Vanille oder mit ein paar Blättern Minze, die vor dem Abfüllen wieder herausgenommen werden.

Die Gläser werden randvoll gefüllt, sofort verschlossen und einige Minuten auf den Kopf gestellt. Beschriftete Etiketten mit Sorte und Datum helfen später im Vorratsschrank, gerade wenn mehrere Varianten nebeneinanderstehen.

Erdbeermarmelade muss übrigens nicht aufs Brot. Ein Löffel davon in griechischem Joghurt ist mindestens so gut und in vielen Haushalten der eigentliche Grund, warum die Gläser so schnell leer werden.

Häufige Fragen

Wie lange muss Erdbeermarmelade im Thermomix kochen?

Für ein Kilo Erdbeeren mit Gelierzucker 1:1 hat sich eine Kochzeit von sieben Minuten bei 100 Grad auf Stufe 1 und weiteren zwei Minuten bei 100 Grad auf Stufe 2 bewährt. Entscheidend ist, dass die Masse am Ende mindestens drei bis vier Minuten sprudelnd kocht. Bei Gelierzucker 2:1 oder 3:1 ist die Gesamtmenge kleiner, deshalb kann die Zeit etwas kürzer ausfallen.

Welcher Gelierzucker ist besser für Erdbeermarmelade: 1:1, 2:1 oder 3:1?

Das hängt vom Geschmack ab. Gelierzucker 1:1 enthält gleich viel Zucker wie Frucht, schmeckt entsprechend süß und kommt ohne Konservierungsstoff aus. Im Vergleich wurde diese Variante nach einem Tag im Kühlschrank nicht ganz fest. Mit 2:1 und 3:1 gelierte die Marmelade gut und war fast schnittfest, bei deutlich fruchtigerem Geschmack. Dafür enthalten diese Sorten häufig Sorbinsäure.

Kann man Erdbeermarmelade im Thermomix ohne Gelierzucker kochen?

Ohne Geliermittel wird Erdbeermarmelade nicht fest, weil Erdbeeren von Natur aus wenig Pektin enthalten. Eine Alternative ist normaler Zucker zusammen mit einem Pektin-Präparat oder Agar-Agar, dosiert nach Packungsangabe. Wer ganz ohne Geliermittel kocht, erhält eher eine Fruchtsoße, die sich gut für Joghurt, Quark oder Pfannkuchen eignet, aber nicht so lange haltbar ist.

Wie lange ist selbst gemachte Erdbeermarmelade haltbar?

Heiß in saubere Schraubgläser gefüllt und sofort verschlossen, hält Erdbeermarmelade mit Gelierzucker 1:1 ungeöffnet meist ein Jahr und länger. Sorten mit weniger Zucker sind kürzer haltbar, auch wenn ihnen Konservierungsstoff zugesetzt ist. Nach dem Öffnen gehört jedes Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden. Zeigt sich Schimmel, wird das ganze Glas weggeworfen.

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