Buxtehuder Kälbchen 2013: Superwurm von Donaldson und Scheffler
Rund 350 Kinder saßen am 20. Juni 2013 in Buxtehude unter freiem Himmel, als Kindergartenkinder der Stadt den „Superwurm“ als kleines Theaterstück auf die Bühne brachten. Im Publikum saßen die beiden Menschen, die den Wurm erfunden hatten: die in Schottland lebende Autorin Julia Donaldson und der in England lebende Illustrator Axel Scheffler. Beide waren eigens angereist, um das Buxtehuder Kälbchen persönlich entgegenzunehmen.
Ein Preis, den Kinder vergeben
Das Buxtehuder Kälbchen ist keine Trophäe aus Glas oder Metall, sondern eine Handpuppe. Die Stadt Buxtehude vergibt es für das beliebteste Bilderbuch der Buxtehuder Kindergartenkinder. Erwachsene Juroren wählen hier nicht aus, abgestimmt wird von der Zielgruppe selbst.
Der Preis ist ein Ableger des deutlich älteren Buxtehuder Bullen, eines renommierten Jugendbuchpreises, den die Stadt seit den frühen 1970er-Jahren vergibt. Während der Bulle sich an Romane für Jugendliche richtet, gilt das Kälbchen den Jüngsten und ihren Bilderbüchern.
Superwurm, der Superheld
2013 fiel die Wahl auf „Superwurm, der Superheld, der tollste Wurm der Welt“, erschienen im Verlag Beltz & Gelberg. Das Duo Donaldson und Scheffler ist vor allem durch den „Grüffelo“ bekannt, doch der Superwurm zeigt, warum auch ihre anderen Bücher bei Kindergartenkindern so gut ankommen: gereimter Text, der sich zum Mitsprechen eignet, eine überschaubare Handlung mit klarer Wendung und Bilder, auf denen es viel zu entdecken gibt. Der Wurm rettet darin Tiere aus allerlei Notlagen, bis er selbst in Gefahr gerät und die anderen ihm helfen müssen.
Die Verleihung fand im Rahmen eines großen Open-Air-Spielfests statt. Dass die Kinder das Buch nicht nur gewählt, sondern auch selbst inszeniert hatten, gab der Veranstaltung ihren besonderen Charakter.
Die Rucksackbibliothek
Hinter dem Kälbchen steht mehr als eine jährliche Preisverleihung. Eng damit verbunden ist die Rucksackbibliothek, eine stadtweite Leseförderungsaktion der Stadtbibliothek Buxtehude gemeinsam mit allen Kindertagesstätten der Stadt. Sie erreichte 2013 rund 1000 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Die Verbindung von Leseförderung und Abstimmung soll sicherstellen, dass die Kinder die Bücher tatsächlich vorgelesen bekommen und kennen, bevor sie ihr Urteil abgeben.
Welche Bilderbücher in den Rucksäcken jenes Jahres noch steckten und wie knapp der Superwurm am Ende vorn lag, verriet die Mitteilung der Stadt nicht.
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