Soul Beach – Frostiges Paradies: der Jugendthriller von Kate Harrison
Eine E-Mail von einer Absenderin, die seit Monaten tot ist: Mit diesem Moment setzt „Soul Beach – Frostiges Paradies“ die Handlung in Gang. Die britische Autorin Kate Harrison eröffnete mit dem Roman eine Jugendbuch-Trilogie, die 2013 auch auf Deutsch erschien und in der Leseszene mit Verlosungen und Leserunden begleitet wurde.
Worum es geht
Alice trauert um ihre ältere Schwester Meggie, die ermordet wurde. Der Fall ist ungeklärt, die Familie zerbricht fast daran. Dann erhält Alice eine Einladung auf eine Website namens Soul Beach, einen scheinbar paradiesischen Strand, an dem junge Menschen leben, die zu früh gestorben sind.
Meggie ist dort.
Alice kann sie besuchen, zumindest virtuell, und mit ihr sprechen.
Was zunächst wie ein Trost wirkt, wird schnell unheimlich. Die Regeln des Strandes sind streng, Fragen nach dem Tod sind unerwünscht, und niemand weiß, wer die Seite eigentlich betreibt. Alice beginnt, auf eigene Faust nach Meggies Mörder zu suchen, und muss dabei feststellen, dass sie in ihrem eigenen Umfeld niemandem mehr ganz trauen kann.
Der Roman verbindet Elemente des Psychothrillers mit einer Geschichte über Trauer und über die Frage, wie viel von einem Menschen im Netz weiterlebt. Für Leserinnen und Leser ab etwa 14 Jahren ist das spannend, gelegentlich beklemmend, aber nie drastisch.
Wie Buchverlosungen funktionieren
Zum Erscheinen solcher Jugendromane verlosen Verlage und Buchblogs oft Exemplare. Das Prinzip ist einfach: Wer teilnehmen möchte, hinterlässt einen Kommentar, beantwortet eine Frage oder teilt einen Beitrag, und nach Ablauf der Frist wird ausgelost. In vielen Fällen entscheidet ein Zufallsgenerator.
Seriöse Verlosungen nennen die Bedingungen klar: Teilnahmeschluss, Versandgebiet, meist nur innerhalb Deutschlands, und den Hinweis, dass Minderjährige das Einverständnis ihrer Eltern brauchen. Gewinnerinnen und Gewinner werden öffentlich oder per Nachricht informiert und müssen sich innerhalb einer bestimmten Zeit melden, sonst geht das Buch an jemand anderen.
Eine Kleinigkeit wird dabei oft übersehen. Wer ein Buch gewinnt, schuldet niemandem eine Rezension, freut aber Verlag und Veranstalter, wenn er doch ein paar Zeilen über die Lektüre schreibt.
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