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Packliste für die Buchmesse: von der Eintrittskarte bis zur Handcreme

Die Handcreme steht fast immer auf der Liste. Wer auf der Frankfurter Buchmesse einen Tag lang Hände schüttelt, Kataloge blättert und Bücher aus Regalen zieht, merkt spätestens am Nachmittag, wie trocken die Luft in den Hallen ist.

Für Fachbesucher, Bloggerinnen, Buchhändler und Verlagsleute ist die Messe im Oktober eine Dienstreise mit dichtem Terminplan. Neben der Messe selbst gibt es Abendveranstaltungen, Verlagsempfänge und die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises, die traditionell in Frankfurt stattfindet. Eine Packliste, wie sie sich in der Buchszene bewährt hat, sieht etwa so aus.

Tickets und Termine

  • Messe-Eintrittskarte, ohne die gar nichts geht
  • Karten für Abendtermine, etwa Empfänge oder die Preisverleihung
  • Bahnfahrkarte
  • ausgedruckter Terminplan und ein kleines Terminbüchlein als Reserve
  • Notizblock und Füller
  • ein kleines Gastgeschenk, falls man privat übernachtet

Für den Körper

  • Kaugummi oder Pfefferminz
  • Früchteriegel, denn zum Essen kommt auf der Messe kaum jemand
  • Lippenpflege und Handcreme gegen die trockene Luft
  • Augentropfen für den dritten Tag

Technik und Lektüre

  • Smartphone mit der Messe-App
  • Ladegerät oder Zusatzakku
  • ein Buch für die Bahnfahrt

Warum die Kleinigkeiten zählen

Die meisten Punkte wirken banal, und gerade deshalb werden sie vergessen. Ein leerer Akku am Nachmittag bedeutet, dass die Messe-App mit dem Hallenplan nicht mehr hilft und Verabredungen per Nachricht platzen. Ein ausgedruckter Terminplan wirkt altmodisch, ist aber das Einzige, was auch dann noch funktioniert. Wer darauf neben der Uhrzeit auch Halle und Standnummer notiert, spart sich zudem das Suchen im Gedränge, denn die Wege zwischen den Hallen sind lang.

Beim Essen ist es ähnlich. Zwischen zwei Terminen in verschiedenen Hallen bleibt oft nur der Weg über die Laufbänder, und die Schlangen an den Imbissständen sind lang. Ein Riegel in der Tasche verhindert, dass der Nachmittag im Unterzucker endet. Eine kleine Wasserflasche gehört aus demselben Grund dazu, denn wer stundenlang redet, trocknet schneller aus, als er merkt.

Das Buch für die Bahnfahrt ist übrigens kein Luxus. Auf dem Rückweg ist der Kopf so voll von Neuerscheinungen, dass kaum jemand noch liest. Auf der Hinfahrt aber, mit einem Kinderbuch wie „Schutzengel Valentina von Wolke 17“ von Barbara van den Speulhof, stimmt es auf das ein, worum es auf der Messe eigentlich geht.

Was auf fast keiner Liste steht und trotzdem jedes Jahr fehlt: eine zweite, leere Tasche für die Kataloge und Leseexemplare, die sich bis zum Abend ansammeln.

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