Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wandern

Zehn Fragen für zurückgekehrte Reisende

Regelmäßig stelle ich verschiedensten Kinderbuchmenschen in der Interview-Reihe auf meinem Blog zehn Fragen. Beate Schäfer, die ich dort ebenfalls befragte und die in meinem Urlaub eine Abwesenheitsnotiz aus Bhutan bekam, hat den Spieß umgedreht und mir „Zehn Fragen für zurückgekehrte Reisende“ gestellt. Hier kommen meine Antworten. Wo bist du gewesen und wie kam es, dass du dort hingefahren bist? Ich war im Oktober mit meinem Sohn für zwei Wochen in Bhutan im Himalaya. Das Königreich grenzt  im Süden an Indien und im Norden an Tibet. „Schuld“ an dieser Reise war meine Freundin Miriam, die dieses Land bereits dreimal bereiste und mir stets davon vorschwärmte. Was hast du gegessen? Alles, was auf den Tisch kam und fast täglich die Nationalspeise aus Chili und Käse: Ema Datshi (ཨེ་མ་དར་ཚིལ), und das obwohl mir scharfe Gerichte sonst immer etwas suspekt sind. Die Verbindung aus Chili und Käse (der die Schärfe noch nicht angekommen hat) ist genial, mag aber vielleicht auch an den besonderen Chili-Schoten liegen, deren Sorten-Name ich noch nicht in Erfahrung bringen konnte. Wo hast du geschlafen? Unsere …

Dales Way Bowness

Dales Way: Hello Bowness-on-Windermere

Heute können wir uns beim Frühstück ein wenig Zeit lassen, denn wir nehmen von Kendal zum Wiedereinstieg in den Dales Way in Burneside den Bus (2 £), und der fährt eben nur jede Stunde. Das Wetter ist bei etwas 16 Grad etwas drückend, aber wir haben ja auch „nur“ etwa 16 km vor uns. Gegen 10 Uhr erreichen wir nach einer 10-minütigen Fahrt Burnside und den Dales Way. Zunächst laufen wir eine Weile am River Kent entlang bis es hinter Staveley wieder ein wenig bergauf geht. Bei Fell Plain wandern wir erst einmal ein Weilchen in die falsche Richtung, weil die Beschilderung bisweilen doch recht dämlich angebracht ist oder gänzlich fehlt. Und manchmal helfen dann sogar Karte und Reiseführer nicht, wenn man glaubt, ganz woanders zu sein. Aber noch fühlen sich die Beine ganz gut an und es hilft ja eh nichts, wir müssen zurück auf den Weg. Bowness-on-Windermere Tatsächlich habe ich mir den Zieleinlauf etwas beeindruckender vorgestellt, schließlich haben wir mit dem Lake Windermere den größten See Englands vor uns und da es die …

Dales Way 4. Etappe

Dales Way: 4. und nicht 5. Etappe

Etwa die Hälfte des Dales Way ist geschafft und ich auch. Warum es keine 5. Etappe für mich gibt und einem Busfahren bisweilen wie WARP 9 vorkommt, darüber erzähle ich heute. Nach einer miserablen Nacht (passt wunderbar zum allgemeinen Eindruck unserer Unterkunft) weiß ich exakt, aus wieviel Federkernen meine Matratze besteht. Nach der gestrigen Erfahrung mit unserem Essen trauen wir uns beim Frühstück nur an Rührei, Bacon und Tomate heran, aber selbst das kann man miserabel hinkriegen. Also bezahlen wir, schnallen den Rucksack um und dann nichts wie weg zurück auf den Dales Way. Unsere heutige Route führt uns von Gearstones zunächst noch einmal etwa hoch auf 400 Meter bevor es nach Stone House auf 2 Meilen 200 Meter bergab geht (Die Knie freuen sich. Nicht.). Wir erreichen den Fluss Dee im Dentdale, der die nächsten 10 Meilen unser ständiger Begleiter sein wird. Die Landschaft ähnelt wieder dem Beginn unserer Wanderung, es ist grün, wir wandern durch Felder und bunte Blumenwiesen. Nach 7 Stunden Wanderung liegt Sedbergh – unser heutiges Ziel – vor uns. Sedbergh …

Dales Way 3. Etappe

Dales Way: 2. und 3. Etappe

Nach einem ordentlichen Frühstück machen wir uns gegen 9 Uhr gleich wieder auf den Weg. Von unserem Quartier fällt man förmlich auf den Dales Way, der nur wenige Meter unterhalb am Fluss Wharfe verläuft. Gut beschildert laufen wir bis Grassington am Fluss entlang, zunächst unter zahlreichen Kastanien, später auf der grünen Wiese. Kurz vor Grassington erreichen wir die Linton Falls, die aufgrund des Niedrigwassers eher wenig „fallen“, aber der Blick von der kleinen Fußgängerbrücke zum Örtchen rüber ist schon malerisch (siehe Fotos) und irgendwie weiß ich jetzt auch, wo britische Autoren ihre Ideen herbekommen. Nach Grassington verlassen wir unseren ständigen Begleiter Wharfe. Es geht bergauf, die Landschaft wird karger, die Beschilderung auch. Trotz Wanderführer und Karte können wir nur schätzen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Zum Glück gibt es ein wenig Netz, so dass wir uns hin und wieder von Frau Google bestätigen lassen können, immer noch auf dem Dales Way zu sein. Bei Regen und Dunst möchte ich hier nicht nach meinem Weg suchen, wir haben aber erneut Sonnenschein und kräftigen Wind. …