Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leipziger Lesekompass

Messerückblick oder „Wie kann man denn davon leben?“

Was für eine Messe! Von Herzklabaster bis zur Träne im Knopfloch hat Leipzig bei mir dieses Jahr die komplette Gefühlspalette abgedeckt. Und da dieser Messerückblick vermutlich einer von 2.473 (eine Zahl, die ich mir gerade wahllos ausgedacht habe) sein wird, versuche ich mich kurz zu halten. Mein Zug hatte bei der Einfahrt in Leipzig nur noch eine halbe Stunde Verspätung. An den Erfahrensberichten der anderen gemessen also eine zu vernachlässigende zeitliche Verzögerung. Trotzdem führte sie dazu, dass ich meine charmante Reisebegleitung, die Kinderbuchhändlerin Sandra Rudel, anstatt in Hannover erst im Bahnhof Leipzig traf. Allerdings stellte mir die Bahn 😉 ganz wunderbaren Ersatz in Form von zwei Buch-Bloggerinnen in meinem Waggon zur Seite und so konnten wir also in Bielefeld (gibt es das wirklich?) schon mit ersten Buchgesprächen beginnen. Eigentlich müsste ich jetzt auch noch von den wunderbaren Kuchen im Café Kandler im Speck’s Hof berichten, aber das würde vermutlich nur zu unerwünschtem Speichelfluss führen.

Leipziger Lesekompass – ein Preis für junge Leser

Mein Abenteuer „Leipziger Lesekompass“ begann auf der Buchmesse – allerdings nicht in Leipzig sondern in Frankfurt. Über Facebook hatten Christine Kranz von der Stiftung Lesen und ich uns kennen- und schätzen gelernt. Als sie mich dann vergangenen Herbst fragte, ob ich mir vorstellen könnte, in der Jury des Leipziger Lesekompass‘ mitzuwirken, sagte ich sofort zu. “Endlich ein Preis, der Bücher auszeichnet, die zum Lesen verführen”, dachte ich mir “Und zwanzig Bücher zu lesen und unter diesem Aspekt zu bewerten kann ja nicht so schwer sein.” Die Wirklichkeit sah dann aber schon etwas anders aus, als mich die 20 Titel (darunter drei Hörbücher) erreichten. In der Weihnachtszeit  schob ich das Lesen wegen akuten Zeitmangels einige Zeit vor mir her und tatsächlich war es gar nicht so einfach, 20 Titel in einem kurzen Zeitraum zu lesen, miteinander zu vergleichen und herauszufinden, ob sie zum „Verführen“ der Zielgruppe geeignet sind oder nicht. Deshalb habe ich auch ein wenig geschummelt und mir zwei tatkräftige Assistenten im Alter von 9 und 11 Jahren zur Hilfe geholt. Schön, wenn man sie …