Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kritik

Ich muss gar nichts!

Seit November 2009 habe ich einen Account bei Twitter, nur wenige Monate später startete ich mit Social Media auf Facebook durch. Einige andere Netzwerke kamen und gingen, manche blieben, darunter Instagram und Whatsapp. Ich bin 47 Jahre alt und ich muss gar nichts! Vermutlich ist das Punkt eins, der mich an diesem Buch stört. Aber wie übersetzt man den Originaltitel Ten arguments for deleting your Social Media Accounts  right now sinnvoll? Ein DU und ein MUSS in einem Titel spricht mich persönlich so gar nicht an. Don’t judge a book by its title OK, Vorurteile zur Seite geschoben und los. Bücher in Form von Listen sind ja derzeit äußerst beliebt und zahlreiche Sachbücher locken mit einem 10-Punkte-Plan, um unliebsame Verhaltensweisen zu verändern oder abzulegen.  Bei Laniers Buch wirken diese 10 Gründe aber sehr bemüht und mich beschleicht das Gefühl, dass die Aufteilung des Buches eher Wunsch des Marketings und nicht des Autors war. Zudem klingen einige der Gründe in meinen Ohren viel zu reißerisch und ein „Social Media macht dich zum Arschloch“ oder „Social Media …

Braucht es Verrisse? – (M)eine Antwort

Lieber Thomas, ich danke dir für deinen Blogbeitrag. Im übrigen ein sehr guter Text, denn er hat mich nach dem Lesen im Morgengrauen einen ganzen Tag lang gedanklich beschäftigt. Das spricht für ihn. Ich mag es, wenn das geschriebene Wort etwas in mir auslöst. Da ist es egal, ob es sich um einen Zeitungsartikel, einen Blogbeitrag oder einen fiktiven Roman handelt. Allen, die Thomas‘ Artikel noch nicht gelesen haben, bitte ich, dies vorab zu tun, denn es reicht nicht aus, bei der Überschrift „Wozu braucht es Verrisse?“ stehen zu bleiben und zu antworten. Ich glaube, zwei Dinge deines Beitrags haben mich am meisten beschäftigt. Zum einen das Wort „Verriss“ und zum anderen mein Gefühl, dass es in deinem Text gar nicht nur um Literatur-Kritik geht: „Ist es nicht ein offenkundiges Manko, dass immer mehr gebildete Menschen lavieren, wenn man ihnen eine klare Haltung abfordert, ob etwas gut oder schlecht ist – zumindest, wenn es Kunst und Kultur betrifft?“ Kommen wir zu dem Wort „Verriss“, das ich persönlich ganz furchtbar finde. Bei Wikipedia heißt es dazu …

Offene Antwort auf den Buchmarkt-Beitrag vom 26.01.14

Dies ist meine Antwort auf „Das Sonntagsgespräch“, das das Magazin „Buchmarkt“ am vergangenen Sonntag mit der Überschrift Gabriele Hoffmann über den Stellenwert von „Leanders Lieblingen“ und über richtige Leseförderung veröffentlichte: Gabriele Hoffman, (einst) Kinderbuchikone in deutschen Landen, hat dem Branchenmagazin „Buchmarkt“ ein Interview – oder war es doch eher eine Werbeveranstaltung? – gegeben und dort solch haarsträubende Behauptungen aufgestellt, die ich – nach reiflicher Überlegung – nicht unkommentiert stehen lassen kann. Dass Gabriele Hoffmann in ihrem Arbeitsleben viel für die Wahrnehmung von Kinderbüchern getan hat, ist unumstritten. Sich aber als die einzig wahre Kennerin des Kinderbuchmarktes und der Leseförderung darzustellen (Zitat – BM: Wollen Sie die „Marcellina“ der Kinderliteratur werden? GH: Warum nicht? Niemand sonst hat so viel Erfahrung mit lesenden Kindern.) ist anmaßend und an Selbstverliebtheit kaum noch zu übertreffen. Frau Hoffmann lässt im Interview nur eine Meinung zu und das ist ihre eigene. Sie stellt Behauptungen auf ohne diese mit Beispielen zu belegen (Zitat zum Thema Leseförderung – GH: Ich finde da wird viel falsch gemacht. … Zum Beispiel werden fast ausschließlich Bücher …

Leseexemplare zu verkaufen! Ernsthaft?

Es gibt nur wenige Dinge, die mich auf die Palme bringen, aber das Verkaufen von Lese- oder Rezensionsexemplaren und das dabei völlig abhanden gekommene Unrechtsbewusstsein einiger Buchblogger gehören definitiv dazu. Was ist an „unverkäuflich“ nicht zu verstehen? Und das Ganze dann auch noch in aller Öffentlichkeit bei Facebook zu diskutieren ist so frech, dass es mir fast die Sprache verschlägt. Ich komme in den Genuss seit nunmehr 10 Jahren Lese- und Rezensionsexemplare vieler Kinderbuchverlage zu erhalten. Ich freue mich bei jedem Päckchen immer noch wie ein kleines Kind und versuche zusammen mit der Kinder- und Jugendredaktion jedes Buch zu bewerten – auch diese, die ich nicht angefordert habe. Bleiben zum Ende des Jahres Bücher übrig, was meist nicht der Fall ist, da die Redaktionsmitglieder ihre Bücher natürlich behalten dürfen, gibt es viele Möglichkeiten, dieses Buch wieder unter die Leser zu bekommen. Verkaufen gehört definitiv nicht dazu! Was man mir kostenlos zur Verfügung stellt, gebe ich auch ebenso kostenlos weiter. Gerne beantworte ich auch deshalb die letzte Frage im oben abgebildeten Thread: „Was machst du denn …