Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kontemplation

Meditieren. Bloß wie?

Ich versuche regelmäßig zu meditieren. Das klappt oft gut und leider genau dann weniger gut, wenn ich das Meditieren und die daraus resultierende Ruhe und das Fokussieren am dringendsten benötige. Und spätestens dann erinnere ich mich auch wieder an folgende Zen-Weisheit: Meditiere 20 Minuten täglich, es sein denn du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde. Wie wahr! Meditationsroutine Das Schöne beim Meditieren ist aber, dass es kein Muss gibt, sondern nur ganz viel Kann. Ich meditiere beispielsweise fast täglich, dafür allerdings nur 10 Minuten lang. Nach dem morgendlichen Yoga, noch vor dem ersten Kaffee, sitze ich werktags gegen 5:50 Uhr im Fersensitz auf dem Yoga-Kissen. Diesen Rhythmus habe ich mal vor Jahren eingeführt und halte mich weitestgehend daran. Ich denke, dass das bereits der erste Schlüssel zum Erfolg ist. Nicht die Uhrzeit – das kann jeder halten, wie sie oder er es möchte – aber das bewusste und regelmäßige Freinehmen für das Sitzen auf dem Kissen. Übrigens gibt es viele mögliche Sitzpositionen zum Meditieren, so wie es auch verschiedenste Formen der Meditation gibt. Zazen …

Einmal Stille hin und zurück

Das Leben ist schnell. Schnell und laut und voller – zum Teil unnötiger – Informationen. Wer versucht, ihrer Herr zu werden, wird gnadenlos scheitern. Wer es nicht schafft zu filtern, sich Inseln der Ruhe zu schaffen, der schultert eine unsichtbare Last, die täglich schwerer wird. Eine Möglichkeit, sich innerlich aufzuräumen, kann die Stille bieten. Der Weg dorthin gleicht allerdings eher einem gewundenen Pfad, besonders wenn man wie ich eher zu der Sorte „kommunikativer Mensch“ gehört. Ein erster Versuch Mein erster Weg führte mich im Januar 2015 zu den buddhistischen Nonnen und Mönchen nach Waldbröl (hier mein Bericht). Dort bekam ich einen ersten Vorgeschmack auf Stille und Achtsamkeit. Allerdings ließ man uns mit dem, was Stille an Emotionen in einem hervorrufen kann, damals weitestgehend allein. Für jemanden ohne Vorerfahrung ein durchaus heikles Unterfangen. Dennoch ließ mich der Achtsamkeitsgedanke nicht mehr los. Wie immer las ich viel, Bücher über Buddhismus, den Dalai Lama, den vietnamesischen Mönch Thích Nhất Hạnh, Gründer der buddhistischen Gemeinschaft „Plum Village“ und dem EIAB in Waldbröl, Lektüren mit dem Wort „Achtsamkeit“ in Titel …