Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kinderbuch

Calpurnia oder Gibt es das perfekte Buch?

Gibt es das perfekte Buch? Ein Buch, an dem alles stimmt – die Geschichte, die Sprache, die Botschaft, seine Aufmachung – einfach alles? Ich denke schon, denn ich habe gerade ein solches Buch beendet. Für mich war es perfekt!  Es war als hätte es auf mich gewartet, um zum richtigen Zeitpunkt in meine Hände zu gelangen. Es hat mich wie ein treuer Freund begleitet, mir beim Lesen ein wohliges Gefühl gegeben, mir manchen Seufzer entlockt, mich nachdenklich gestimmt und zum Lachen gebracht und mich als Schnell-Leser so langsam lesen lassen, um jeden Moment auszukosten. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, weiß ich gar nicht, wo ich beginnen soll, um euch das Buch so schmackhaft zu machen, dass ihr gar nicht anders könnt als es zu lesen.  So geht es mir oft bei Geschichten, die ihren Weg nicht nur in meinen Kopf sondern auch in mein Herz gefunden haben. Ich will sie dann irgendwie ungern nur auf ihre inhaltliche und sprachliche Form reduzieren.

Lieblingsbücher im Januar 2013

Manchmal hat man einfach Glück. Da greift man sich die ersten Neuerscheinungen im Januar und hat schon gleich ein paar Kandidaten für „Das Buch des Jahres“ dabei. Das Jahr fing also richtig gut an, das Wetter tat sein Übriges und bescherte mir gemütliche Lesestunden vor dem Kaminofen. Und natürlich möchte ich euch meine Lieblingsbücher gerne vorstellen. Gelesen habe ich sie alle im Januar allerdings erscheinen zwei davon erst im Februar und März. Mein erstes Highlight 2013 ist die zweite Geschichte vom kleinen Stuart Horten: Sieben Rätsel und ein magischer Stern. Nach Weihnachten las ich den ersten Band, der sich hier auch noch heimlich mit auf’s Bild geschmuggelt hat. Dieser war in meinen Augen schon so großartig, dass ich natürlich sofort über Band 2 herfiel. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte ist megaspannend (Übrigens enden alle Kapitel immer so, dass man auch auf keinen Fall aufhören kann zu lesen.), überzeugt sprachlich und inhaltlich. Für mich außerdem ein Buch, um auch lesefaulere Jungs hinter dem Ofen hervorzulocken. Inhalt: Du hast meine Werkstatt gefunden, aber willst du sie …

Alle Jahre wieder: Buchausstellungen in den Kitas

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die immer wiederkehrende Frage: „Welche Bücher nehme ich im November bloß mit zu den  Buchausstellungen in den heimischen Kitas?“ In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit fiel mir die Entscheidung sehr schwer. Es gab einfach viel zu viele schöne Bücher, die alle flüsterten: „Nimm mich mit, ich bin so ein tolles Buch und werde mich sicherlich prima verkaufen!“. Und so schleppte ich mich meist mit fünf prallgefüllten Barsortimentswannen ab. Über die Jahre wurden die Bücher zwar nicht schlechter, aber mein Rücken, weshalb ich das ausgewählte Buchprogramm auf maximal 30 Bücher reduzierte. Das sind zwar immer noch reichlich für meinen Tapeziertisch, aber ein bisschen was zum Gucken muss ja schließlich sein. Schwierig bleibt die Auswahl trotzdem. Zu allererst versuche ich möglichst viele Bereiche abzudecken: Pappbilderbücher für die U3-Kinder, Vorlesegeschichten, Bilderbücher, Sachbücher, Erstleser und auch ein paar Weihnachtstitel dürfen nicht fehlen. Ich gehe gedanklich mein Regal durch, überlege, welche Titel mich überzeugt haben und welche Geschichten bei den jungen Bilderbuchtestern besonders gut ankamen. Welche Preisträger des Leipziger Lesekompass …

Bücher für Jungs oder Ben und „Rick“

Ich habe drei Jungs, die dafür, dass sie dem  eher leseunwilligen Geschlecht angehören, doch eigentlich ganz gerne lesen – mal mehr und mal weniger. Ben, der Mittlere mit beinahe 12 Jahren, ist der Schnellleser unter den Dreien. Und obwohl ich mich selbst für einen enorm schnellen Leser halte, habe ich gegen Ben keine Schnitte. Er verschlingt Bücher – jedoch am liebsten welche, die er in einem Rutsch lesen kann und bestenfalls nicht mehr als 250 Seiten haben. Zu seinen „Lieblingsspeisen“ – die auch durchaus mehrfach gelesen werden – gehören zum Beispiel Gregs Tagebücher, Billy Bibber, Plötzlich Zombie, Dummie die Mumie oder – besonders geliebt – Band 1 bis 3 von Rick. Ich sollte mich glücklich schätzen, einen Vielleser in der Familie zu haben, wäre da nicht dieser klitzekleine Makel, dass ebendieser nicht zu bewegen ist, Bewertungen über die Bücher zu schreiben. Lesen, ja gerne – aber schreiben, das muss doch nicht sein! Auch ein „Du glaubst gar nicht, wie sehr sich die Autoren über Lob aus Reihen der Testleser freuen.“ hilft nicht wirklich weiter. Also …