Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gesundheit

Einmal Stille hin und zurück

Das Leben ist schnell. Schnell und laut und voller – zum Teil unnötiger – Informationen. Wer versucht, ihrer Herr zu werden, wird gnadenlos scheitern. Wer es nicht schafft zu filtern, sich Inseln der Ruhe zu schaffen, der schultert eine unsichtbare Last, die täglich schwerer wird. Eine Möglichkeit, sich innerlich aufzuräumen, kann die Stille bieten. Der Weg dorthin gleicht allerdings eher einem gewundenen Pfad, besonders wenn man wie ich eher zu der Sorte „kommunikativer Mensch“ gehört. Ein erster Versuch Mein erster Weg führte mich im Januar 2015 zu den buddhistischen Nonnen und Mönchen nach Waldbröl (hier mein Bericht). Dort bekam ich einen ersten Vorgeschmack auf Stille und Achtsamkeit. Allerdings ließ man uns mit dem, was Stille an Emotionen in einem hervorrufen kann, damals weitestgehend allein. Für jemanden ohne Vorerfahrung ein durchaus heikles Unterfangen. Dennoch ließ mich der Achtsamkeitsgedanke nicht mehr los. Wie immer las ich viel, Bücher über Buddhismus, den Dalai Lama, den vietnamesischen Mönch Thích Nhất Hạnh, Gründer der buddhistischen Gemeinschaft „Plum Village“ und dem EIAB in Waldbröl, Lektüren mit dem Wort „Achtsamkeit“ in Titel …

Namaste oder Yoga um halb sechs

Heute vor drei Monaten wurden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Diese vermeintlich gewonnene Stunde nutzte ich, um einen schon lang gehegten Plan endlich in die Tat umzusetzen, getreu dem Motto „Yoga am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“. Tatsächlich habe ich Yoga für mich schon vor Jahren entdeckt und besuche regelmäßig (allerdings mit einer großen Unterbrechung) Kurse. Seitdem jedoch der Zahn der Zeit an mir nagt und mir das leider auch vom Orthopäden bescheinigt wurde, war klar, dass das Dehnen und Strecken nur einmal pro Woche auf Dauer zur Behebung diverser Zipperlein nicht mehr ausreichen würde. Allerdings ist es schwer, sich in einem 5-Personen-Haushalt nebst zwei Hunden für knapp 30 Minuten zurückzuziehen. Morgens ruft das Büro, später die Familie und abends kann man sich eh so schlecht aufraffen. Blieb nur noch der richtig frühe Morgen also quasi die Zeit vor dem Aufstehen – auch unmenschliche Zeit genannt – übrig. Eigentlich undenkbar für jemanden wie mich, der morgens eher weniger leidlich aus dem Bett kommt.