Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buddhismus

Meditieren. Bloß wie?

Ich versuche regelmäßig zu meditieren. Das klappt oft gut und leider genau dann weniger gut, wenn ich das Meditieren und die daraus resultierende Ruhe und das Fokussieren am dringendsten benötige. Und spätestens dann erinnere ich mich auch wieder an folgende Zen-Weisheit: Meditiere 20 Minuten täglich, es sein denn du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde. Wie wahr! Meditationsroutine Das Schöne beim Meditieren ist aber, dass es kein Muss gibt, sondern nur ganz viel Kann. Ich meditiere beispielsweise fast täglich, dafür allerdings nur 10 Minuten lang. Nach dem morgendlichen Yoga, noch vor dem ersten Kaffee, sitze ich werktags gegen 5:50 Uhr im Fersensitz auf dem Yoga-Kissen. Diesen Rhythmus habe ich mal vor Jahren eingeführt und halte mich weitestgehend daran. Ich denke, dass das bereits der erste Schlüssel zum Erfolg ist. Nicht die Uhrzeit – das kann jeder halten, wie sie oder er es möchte – aber das bewusste und regelmäßige Freinehmen für das Sitzen auf dem Kissen. Übrigens gibt es viele mögliche Sitzpositionen zum Meditieren, so wie es auch verschiedenste Formen der Meditation gibt. Zazen …

Dales Way

Warum Buddha im Herzen ein Brite war

Natürlich ist der Titel nicht ganz ernst gemeint, aber irgendwie kam er mir als erstes in den Sinn als ich eine passende Überschrift für meinen Beitrag über die Erkenntnisse einer Dales-Way-Wanderin suchte. Und wo sonst werden die Sinne so wunderbar geschärft als beim Wandern in freier Natur, dort wo der Spruch „Der Weg ist das Ziel!“ seine Anwendung findet. Denn gerade auf unbekannten Pfaden lässt sich vieles entdecken. Neben Land und Leuten, Flora und Fauna erfährt man vor allem einiges über sich selbst. Bevor ich also von der Wanderung im Allgemeinen, von Etappen, Unterkünften und körperlichen Befindlichkeiten schreiben werde, hier zunächst ein paar Erkentnisse, Gedanken und Beobachtungen aus dem Land der Meilen, Pfunds, Schafe und Trockensteinmauern. Erkenntnis Numero eins war ausschlaggebend für den Titel dieses Beitrags und stellte sich unmittelbar beim Erreichen des Bahnhofs „Manchester Airport“ ein, der aufgrund von irgendwelchen Gleisarbeiten mal eben den Fernverkehr einstellte. Briten haben die Ruhe weg. Sie sind Kummer gewöhnt und gleichen diesen mit Gelassenheit aus. Es herrscht geordnetes Chaos und irgendwie kommt jeder ans Ziel. Auch mit der …

Buddha, Hape, der Shruggie

Buddha, Hape, der Shruggie und ich

Ich glaube nicht an Zufälle. Ich glaube auch nicht daran, dass es einen irgendwie gearteten Lebensplan für mich gibt, dessen „Schicksal“ ich quasi nicht entgehen kann. Alles fließt und ich bin mittendrin. Dennoch passieren immer wieder Dinge, die einfach so wunderbar in mein (jetziges) Leben passsen, dass ich mir denke: „Das kann jetzt doch kein Zufall sein!“ Begünstigung des Zufalls Können Zufälle generiert werden, die dann bei genauer Betrachtung vielleicht doch vorausschaubarer waren als vermutet und ergo dann auch keine Zufälle mehr sind? Sicherlich. Schließlich begünstigt beispielsweise ein aufgeschlossenes, mitteilungsfreudiges Wesen, dass man selbigem ähnlich begegnet und wie zufällig dadurch Schnittmengen erkennt, die man im Vorhinein nicht vermutet hättet. „Welch Zufall!!“ Oder eben auch nicht. Trotzdem nicht minder spannend und oft sehr bereichernd. Zufall, der Mal schauen, was Wikipedia so zum Zufall sagt … Von Zufall spricht man dann, wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse keine kausale Erklärung gegeben werden kann. Als kausale Erklärungen für Ereignisse kommen in erster Linie allgemeine Gesetzmäßigkeiten oder Absichten handelnder Personen in Frage. Die Erklärung für …

Einmal Stille hin und zurück

Das Leben ist schnell. Schnell und laut und voller – zum Teil unnötiger – Informationen. Wer versucht, ihrer Herr zu werden, wird gnadenlos scheitern. Wer es nicht schafft zu filtern, sich Inseln der Ruhe zu schaffen, der schultert eine unsichtbare Last, die täglich schwerer wird. Eine Möglichkeit, sich innerlich aufzuräumen, kann die Stille bieten. Der Weg dorthin gleicht allerdings eher einem gewundenen Pfad, besonders wenn man wie ich eher zu der Sorte „kommunikativer Mensch“ gehört. Ein erster Versuch Mein erster Weg führte mich im Januar 2015 zu den buddhistischen Nonnen und Mönchen nach Waldbröl (hier mein Bericht). Dort bekam ich einen ersten Vorgeschmack auf Stille und Achtsamkeit. Allerdings ließ man uns mit dem, was Stille an Emotionen in einem hervorrufen kann, damals weitestgehend allein. Für jemanden ohne Vorerfahrung ein durchaus heikles Unterfangen. Dennoch ließ mich der Achtsamkeitsgedanke nicht mehr los. Wie immer las ich viel, Bücher über Buddhismus, den Dalai Lama, den vietnamesischen Mönch Thích Nhất Hạnh, Gründer der buddhistischen Gemeinschaft „Plum Village“ und dem EIAB in Waldbröl, Lektüren mit dem Wort „Achtsamkeit“ in Titel …