Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buddhismus

Buddha, Hape, der Shruggie

Buddha, Hape, der Shruggie und ich

Ich glaube nicht an Zufälle. Ich glaube auch nicht daran, dass es einen irgendwie gearteten Lebensplan für mich gibt, dessen „Schicksal“ ich quasi nicht entgehen kann. Alles fließt und ich bin mittendrin. Dennoch passieren immer wieder Dinge, die einfach so wunderbar in mein (jetziges) Leben passsen, dass ich mir denke: „Das kann jetzt doch kein Zufall sein!“ Begünstigung des Zufalls Können Zufälle generiert werden, die dann bei genauer Betrachtung vielleicht doch vorausschaubarer waren als vermutet und ergo dann auch keine Zufälle mehr sind? Sicherlich. Schließlich begünstigt beispielsweise ein aufgeschlossenes, mitteilungsfreudiges Wesen, dass man selbigem ähnlich begegnet und wie zufällig dadurch Schnittmengen erkennt, die man im Vorhinein nicht vermutet hättet. „Welch Zufall!!“ Oder eben auch nicht. Trotzdem nicht minder spannend und oft sehr bereichernd. Zufall, der Mal schauen, was Wikipedia so zum Zufall sagt … Von Zufall spricht man dann, wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse keine kausale Erklärung gegeben werden kann. Als kausale Erklärungen für Ereignisse kommen in erster Linie allgemeine Gesetzmäßigkeiten oder Absichten handelnder Personen in Frage. Die Erklärung für …

Einmal Stille hin und zurück

Das Leben ist schnell. Schnell und laut und voller – zum Teil unnötiger – Informationen. Wer versucht, ihrer Herr zu werden, wird gnadenlos scheitern. Wer es nicht schafft zu filtern, sich Inseln der Ruhe zu schaffen, der schultert eine unsichtbare Last, die täglich schwerer wird. Eine Möglichkeit, sich innerlich aufzuräumen, kann die Stille bieten. Der Weg dorthin gleicht allerdings eher einem gewundenen Pfad, besonders wenn man wie ich eher zu der Sorte „kommunikativer Mensch“ gehört. Ein erster Versuch Mein erster Weg führte mich im Januar 2015 zu den buddhistischen Nonnen und Mönchen nach Waldbröl (hier mein Bericht). Dort bekam ich einen ersten Vorgeschmack auf Stille und Achtsamkeit. Allerdings ließ man uns mit dem, was Stille an Emotionen in einem hervorrufen kann, damals weitestgehend allein. Für jemanden ohne Vorerfahrung ein durchaus heikles Unterfangen. Dennoch ließ mich der Achtsamkeitsgedanke nicht mehr los. Wie immer las ich viel, Bücher über Buddhismus, den Dalai Lama, den vietnamesischen Mönch Thích Nhất Hạnh, Gründer der buddhistischen Gemeinschaft „Plum Village“ und dem EIAB in Waldbröl, Lektüren mit dem Wort „Achtsamkeit“ in Titel …

Ich bin ein offenes Buch

Jemand hat einmal zu mir gesagt, dass man mich anhand meiner gelesenen Bücher – von denen ich auch oft Fotos in den Sozialen Netzwerken teile – wie ein offenes Buch lesen könne. Sollte das Sprichtwort „Zeige mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.“ also tatsächlich auf mich zutreffen? Mein treuer Freund, das geschriebene Wort Ich habe aus meinem Herzen noch nie eine Mördergrube gemacht. Ich äußere mich offen und ehrlich zu vielen Themen, die mich augenblicklich bewegen und die ich für wichtig halte. In all diesen Momenten steht mir stets das geschriebene Wort in Form von Büchern, Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften, Blogbeiträgen gedruckt oder digital zur Seite. Egal ob es um die Bewirtschaftung eines Biogartens geht, das Erziehen des pubertierenden Nachwuchses oder die großen (gesellschafts-)politischen Fragen unserer Zeit, zunächst begebe ich mich im Netz auf die Suche nach Beiträgen zur Sache, hole mir dort oft Buchempfehlungen ab und lese. Dabei sehe ich meine Meinung ein ums andere Mal bestätigt oder um Aspekte ergänzt. Hin und wieder werde ich auch eines …

Alles hat seine Zeit … auch manche Bücher

In der Bibel heißt es: „Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ An diesen Text im Buch Koholet musste ich unwillkürlich denken, als ich Frank Berzbachs „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ las. Im Jahr 2013 erschien das Buch des Kölners im Mainzer Verlag Hermann Schmidt und wurde bereits damals in allen Medien – allen voran den digitalen – hoch und runter gelobt. Doch es mussten drei Jahre und sieben! weitere Auflagen vergehen, bis Berzbachs Werk es auch auf meinen Nachttisch schaffte. Schon im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres war absehbar, dass 2016 in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Umbrüche werden würde und irgendwie erschien mir jetzt der richtige Zeitpunkt zu sein, mich mit einem Buch zu beschäftigen, dessen Untertitel „Anregung zu Achtsamkeit“ lautet. Anregung zu Achtsamkeit Schon lange beschäftigen mich die Weltreligionen, allen voran meine eigene – das Christentum – aber auch die Achtsamkeit, die ein zentrales Element des achtfachen Pfades der buddhistischen Lehre und Teil der Meditation ist, übte immer schon eine große Faszination auf mich aus. Die …

Tai Chi, Yoga und Entspannung in einem buddhistischen Kloster

Wie alles begann Den Anstoß für dieses Wochenende in einem buddhistischen Kloster lieferte ein Radiobeitrag im WDR 2. Dort berichtete Georg Lolos in den Sonntagsfragen über seinen Aufenthalt in einem südfranzösischen Kloster, der sein Leben nachhaltig veränderte. Plum Village ist ein buddhistisches Kloster nahe Bordeaux, das 1982 von dem vietnamesischen Mönch Thích Nhất Hạnh gegründet wurde. Der Bericht von Georg Lolos ließ mich nicht mehr los und ich ging im Internet auf die Suche nach Mönch und Kloster und stellte zu meiner Überraschung fest, dass es auch in Deutschland die Möglichkeit gibt, an einem Retreat im Kloster teilzunehmen, denn Thích Nhất Hạnh rief 2008 im oberbergischen Waldbröl das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) ins Leben. Erstaunt bemerkte ich zudem, dass ich schon über Jahre Bücher des Mönchs zum Thema „Achtsamkeit“ besaß, die ich direkt noch einmal las. Die Entschlossenheit, für ein Wochenende in das buddhistische Kloster zu gehen wuchs und da 2015 ja mein Jahr des Tuns und nicht nur des Darüberredens werden sollte, meldete ich mich (und eine Freundin) kurzerhand für das Wochenende …