Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buchhandlung

Meine wundervolle Buchhandlung

Meine wundervolle Buchhandlung

Manchmal dauert es bei mir ein wenig länger bis ich bestimmte Bücher für mich entdecke. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ich „Meine wundervolle Buchhandlung“ erst knapp vier Jahre nach Erscheinen las. Das Buch hatte mir eine Buchhändlerin mit den Worten „Ich mag keine Buchhandlungs-Geschichten lesen.“ vermacht. Sonst erfreuen sich Romane, in denen Buchhandlungen eine Rolle spielen, großer Beliebtheit, zumindest bei Verlagen und Lesern. Da wird der Buchladen oft zum Ort des Verliebens, dann liegt er bestimmt an der Seine und ist auch sonst ganz zauberhaft. Er kann aber auch sonderbar sein oder mit einem Planwagen durch Neu England gezogen werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und genau das scheint auch das Problem – zumindest für Buchhänder*innen – zu sein, die gerne ein wenig mehr Realität zwischen den Buchdeckeln hätten. Wer schreibt endlich über die wahren Heldinnen und Helden im Buchhandel, über die Hüter zahlloser Geschichten, die Bücherwannen-Schlepper*innen, die Platz in Regalen schaffen, wo eigentlich vorher schon kein Platz war, die die Ruhe selbst sind, wenn Lieferungen nicht pünktlich kommen oder der …

Stern aus Buchseiten

Ein bisschen Weihnachtsgeschäft

„Ein bisschen Weihnachtsgeschäft“ hat was von „ein bisschen schwanger“. Beides gibt es nicht. Dennoch habe ich in den letzten zwei Wochen ansatzweise versucht, in das Weihnachtsgeschäft einer kleinen inhabergeführten Buchhandlung, der Schatzinsel in Solingen-Ohligs, zu schnuppern. Denn von mehr als Schnuppern kann nicht die Rede sein, wenn die eigene Arbeitszeit mittags endet. Einen ersten Einblick in den ganz normalen vorweihnachtlichen „Wahnsinn“ bekommt man jedoch allemal. 08:45 Uhr Die Tür ist noch verschlossen, aber wir wuseln uns schon durch die gestern bestellen Bücher, die den Kunden zugeordnet und alphabetisch ins Abholfach eingeordnet werden. Diese werden ganz früh morgens vom Großhändler angeliefert, also zumindest wenn uns Schnee und Eis keinen Strich durch die Rechnung machen. 09:00 Uhr Das Licht geht an (mittlerweile weiß ich auch wo), die Markise wird rausgefahren und wir hoffen auf einen trockenen Tag, so dass wir die vielen Kartenständer ansprechend im kleinen Hausflur und vor dem Geschäft drappieren können. Ich werde es nie lernen, welcher Ständer wohin kommt. 09:01 Uhr Die ersten Kunden betreten den Laden, gleichzeitig klingelt das Telefon. „Nein, tut uns …