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Niemand kann immer ein Held sein

Niemand kann immer ein Held sein, aber jeder kann immer ein Mensch sein. Jüdisches Sprichwort Ich glaube es ist an der Zeit, Missverständnisse bezüglich gewisser Superkräfte, die mir derzeit angedichtet werden, auszuräumen. Ein und für alle mal: ich bin weder eine Powerfrau noch haben meine Tage 36 Stunden. Ich koche mit Wasser, wie alle anderen auch. Ich bin – so könnte man es in Verwendung des obigen Sprichworts ausdrücken – einfach nur ein Mensch. Ein kleiner zugegebenermaßen, aber weder nach der Geburt in einen Topf mit Zaubertrank gefallen noch von der Königin der Amazonen aus Lehm geformt. Als ganz normaler Mensch versuche ich, in diesen – nennen wir sie mal herausfordernden – Zeiten dort zu helfen, wo gerade Hilfe benötigt wird und mich mit dem, was ich eh tagtäglich tue, nämlich vor dem Computer zu sitzen, nützlich zu machen. So entstehen manche Ideen ganz nebenbei und Linklisten wachsen, ohne meine tägliche Arbeit großartig zu behindern. Selbstverständlich sind ein paar zusätzliche Termine dazu gekommen, die meine Freizeit etwas reduzieren, aber letztlich fallen sie nicht groß ins …

Kleine Linkliste für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Da ich selbst gerade auf Linksuche bezüglich „Deutsch als Fremdsprache“ bin, habe ich meine Link-Erkenntnisse zu diesem Bereich aber auch allgemeiner Natur gleich mal für euch zusammengefasst. Die Linkliste wird ständig ergänzt. Ich freue mich daher über eure Linktipps. -Allgemein- Refugee-Guide: Orientierungshilfe online und PDF in 10 Sprachen Erstorientierung für Asylsuchende des BAMF (PDF in 6 Sprachen) Wegweiser für Flüchtlinge und Helfer Digitaler Wegweiser von Syrern für Syrer in arabischer Sprache Handbuch für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Baden-Württemberg (PDF) Flüchtlingshilfe NRW – Webseite der Landesregierung Jobbörse für Geflüchtete Flucht & Asyl – Fragen & Antworten „Wie kann ich helfen“-Informationsportal Lach- und Sachgeschichten aus der Sendung mit der Maus in verschiedenen Sprachen Refugee Radio NDR Verkehrsregeln für Fahrradfahrer in verschiedenen Sprachen -Offizielle Stellen- Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Mediendienst Integration Hotline Arbeiten und Leben in Deutschland – Make it in Germany Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen -Medizin- Medizindolmetscher in über 20 Sprachen Kleines medizinisches Bildwörterbuch für Flüchtlingshelfer -Sprache- Die Materialien Deutsch als Fremdsprache habe ich in einem separaten Beitrag aufgeführt. -Hilfreiche Medien- Welcome App für Flüchtlinge Phase6 hallo …

شكرا لك für einen besonderen Tag

Fremdes bleibt nur solange fremd bis man es kennenlernt. So wie ich jetzt Faris aus dem Irak und Mohamed und Reem aus Syrien kenne. — Stefanie Leo (@Buecherkinder) October 2, 2015 Seit gut einem Monat versuche ich, mich in der Solinger Flüchtlingshilfe nützlich zu machen. Meine Aufgabe besteht weitestgehend darin, denen, die aktiv mit den geflüchteten Menschen arbeiten, den Rücken freizuhalten und beispielsweise gespendete Kleidung zu sortieren – was ich übrigens wirklich sehr gerne tue. Mein Kontakt zu Geflüchteten aus Syrien, dem Irak oder auch Algerien beschränkte sich bislang auf ein freundliches مرحبا auf das ich stets ein ebenso freundliches Hallo erntete. Beim Opferfest, das vergangene Woche stattfand und mit neun Nationen und vielen Familien ausgiebig in der Interju gefeiert wurde, kam ich erstmals ein wenig mit Menschen unterschiedlichster Herkunft in Kontakt. Unter ihnen auch eine junge Syrerin, die mit ihrer Familie vor ISIS und dem Bürgerkrieg geflohen war. Ihr Weg führte sie über Damaskus, den Libanon, die Türkei, per Boot nach Griechenland und weiter nach Deutschland. Zurückgelassen haben sie alles: ein Haus mit Garten, …

Ein Flüchtlingsdorf und jede Menge Ressentiments

Zur Zeit kommen im Monat etwa 400 Flüchtlinge nach Solingen. Seit September handelt es sich dabei nicht mehr ausschließlich um sogenannte Regelzuweisungen, also um Flüchtlinge, deren Erstaufnahme und Asylgesuch bereits in einer anderen Stadt stattgefunden haben und die nun auf Kommunen und Städte verteilt werden.  Amtshilfe nennt man es, wenn seitens der Bezirksregierung um Hilfe gebeten wird, um aufgrund der sich gegenüber dem Vorjahr verdreifachten Anzahl der Flüchtlinge Obdachlosigkeit zu vermeiden. Vereinfacht gesagt entstehen mit Landesmitteln Erstaufnahmeeinrichtungen in Städten und Kommunen, wie beispielsweise Solingen, Wuppertal, Remscheid, Duisburg, Düsseldorf, Essen  und weiteren. In Solingen wurden solche Erstaufnahmeeinrichtungen in den Turnhallen Zweigstraße, Schwertstraße und Krahenhöhe mit insgesamt rund 500 Betten errichtet, in denen die Asylsuchenden bestenfalls zwischen sechs Wochen und drei Monaten verbleiben ehe sie auf andere Kommunen und Städte verteilt werden bzw. ihr Asylgesuch abgelehnt und sie abgeschoben werden. Da die Sporthallen nicht dauerhaft als Unterkünfte genutzt werden können – aufgrund der zu erwartenden Zuströme müssten sonst sicherlich weitere Hallen für den öffentlichen Betrieb geschlossen werden – hat sich die Stadt Solingen entschlossen, auf dem Gelände …