Alle Artikel in: Wandern

Dales Way

Warum Buddha im Herzen ein Brite war

Natürlich ist der Titel nicht ganz ernst gemeint, aber irgendwie kam er mir als erstes in den Sinn als ich eine passende Überschrift für meinen Beitrag über die Erkenntnisse einer Dales-Way-Wanderin suchte. Und wo sonst werden die Sinne so wunderbar geschärft als beim Wandern in freier Natur, dort wo der Spruch „Der Weg ist das Ziel!“ seine Anwendung findet. Denn gerade auf unbekannten Pfaden lässt sich vieles entdecken. Neben Land und Leuten, Flora und Fauna erfährt man vor allem einiges über sich selbst. Bevor ich also von der Wanderung im Allgemeinen, von Etappen, Unterkünften und körperlichen Befindlichkeiten schreiben werde, hier zunächst ein paar Erkentnisse, Gedanken und Beobachtungen aus dem Land der Meilen, Pfunds, Schafe und Trockensteinmauern. Erkenntnis Numero eins war ausschlaggebend für den Titel dieses Beitrags und stellte sich unmittelbar beim Erreichen des Bahnhofs „Manchester Airport“ ein, der aufgrund von irgendwelchen Gleisarbeiten mal eben den Fernverkehr einstellte. Briten haben die Ruhe weg. Sie sind Kummer gewöhnt und gleichen diesen mit Gelassenheit aus. Es herrscht geordnetes Chaos und irgendwie kommt jeder ans Ziel. Auch mit der …

Wandern auf dem Dales Way

Als Natalie mich im Herbst vergangenen Jahres fragte, ob ich mit ihr per Rucksack Nordengland erwandern wollte, war mein erster Gedanke „Cool, die nimmt ihre „alte“ Tante mit!“, kurz danach beschlichen mich allerdings erste Zweifel, ob ich, die 20 Jahre Ältere und Rucksackwandern-Unerfahrene, der Anstrengung der rund  120 km langen Wanderung gewachsen sein würde. Übung macht die Meisterin Heute ist alle Skepsis verschwunden, denn mit einem zum Training mit 13 kg bepackten Rucksack und ultrabequemen Wanderschuhen habe ich in der Zwischenzeit diverse Übungswanderungen unternommen. Und auch wenn ich nach den Wanderungen oft ziemlich platt war, kam ich am nächsten Tag doch erstaunlich fit wieder aus dem Bett. Eigentlich doch ganz gute Voraussetzungen, sich dem Abenteuer Dales Way zu stellen. Los geht’s! Von Düsseldorf bringt uns Eurowings heute nach Manchester, weiter geht es mit dem Zug nach Ilkley in Yorkeshire. Dort wird dann morgen unsere Wanderung beginnen. Zeitplan und Entfernungen 26.05. – von Ilkley nach Burnsall – 19,5 km 27.05. – von Burnsall nach Kettlewell – 16 km 28.05. – von Kettlewell nach Gearstones – 25 …

Solingen-Umrundung beendet

Am 23. Mai 2015 fiel der Startschuss für die Umrundung meiner Heimatstadt auf dem Solinger Klingenpfad. Neun Etappen und fünf Monate später sind die 75 km geschafft. Hier kommt eine kurze Beschreibung der letzten beiden Etappen: Die 8. Etappe des Klingenpfads führte uns von Glüder nach Widdert. Diese Etappe ist in meinen Augen wegen der zu bewältigenden Steigungen die anspruchsvollste, belohnt den Wanderer aber auch mit tollen Aussichten, wie beispielsweise der auf den Balkhauser Kotten (Titelbild). Zum Schluss der Etappe sollte man sich im Café Blauer Kotten unbedingt ein Stückchen selbstgebackenen Kuchen gönnen. Für die gut 8 km dieser anspruchsvollen Etappe benötigten wir knapp 3 Stunden. Eigentlich ist die 9. Etappe des Klingenpfads nur etwa 10 km lang, da ich jedoch im Mai mit einer halben Etappe meine Solingen-Umrundung startete, war das Ziel am 24. Oktober 2015 nicht Aufderhöhe sondern  Buchweizenberg nahe des Solinger Hauptbahnhofs. Und auch wenn diese Etappe entlang der Wupperberge einige schöne Ausblicke zu bieten hatte, gefielen mir die Etappen 5, 7 und 8 am besten. Hier eine Übersicht der Etappen: Etappe …

Zwei ganz unterschiedliche Etappen

Bevor es Sonntag erneut auf den Klingenpfad geht, muss ich noch schnell über meine letzten beiden Etappen, die kaum unterschiedlicher hätten ausfallen können, berichten. Die sechste Etappe meiner Solingen-Umrundung führte mich und meinen ältesten Sohn Anfang August von Unterburg nach Höhrath. Aufgrund der Höhenlage erwartete ich spektakuläre Aussichten und wurde nicht nur in dieser Hinsicht enttäuscht. Obwohl man Schloss Burg auf der Anhöhe fast umrundet, gibt es nur einmal einen sehr entfernten Blick auf das Schloss und auch sonst lässt die dichte Bewaldung keine großen Blicke in die Ferne zu. Zudem ist die Wegbeschaffenheit sehr unterschiedlich, der Abstieg zum historischen Luhnshammer am Eschbach mit glitschigen Steinen und Wurzeln auf einer Breite von vielleicht 60 cm war das bislang gefährlichste Stück auf dem Klingenpfad, das wir auch leider nicht ohne Blessuren hinter uns ließen. Hier ist gutes Schuhwerk mit Profilsohle unerlässlich. Vermutlich hätte uns der Pausenplatz „Alter Fritz“ an der kleinen Straße Hummelsburg mit seinem Panoramablick von Köln bis Schloss Burg für alles entschädigt, hätten wir uns nicht einen sehr diesigen Tag ausgesucht. So bleiben uns …