Alle Artikel in: Gedanken

Zeitreise.

Kennt ihr das? Manchmal wird man ganz ohne Vorwarnung ein paar Jahre in die Vergangenheit zurückkatapultiert. Bei mir ist das gar nicht so schwierig, denn mein Elternhaus liegt nur wenige Gehminuten von meinem jetzigen Zuhause entfernt, dort habe ich meine komplette Kindheit bis zu meinem Auszug verbracht, meine 80-jährigen Eltern leben noch heute dort und so wird man ganz automatisch beim Blick in den Garten in die eigene Kindheit zurückbefördert. Nach meiner heutigen, von der Sonne verwöhnten Spazierrunde, kehre ich also noch einmal „kurz“ bei meinen Eltern ein. Gerne trinke ich eine Tasse Kaffee oder ein Likörchen und genieße den Plausch mit ihnen. Heute bewundere ich das Gesummse in den Krokussen und die in voller Pracht erblühte Zaubernuss. Kein Wunder, dass ich so gartenversessen bin, da hat meines Vaters Erbgut bei mir voll zugeschlagen. Was haben wir in diesem Garten alles für Partys gefeiert, Feuerchen geschürt, Schwimmen gelernt, hier war immer was los. Und beim Blick in das aufgeräumte Grün meint man fast, die fröhlichen Stimmen der Vergangenheit zu hören. Schließlich kramt mein Vati noch …

Nachgedacht: Alltagsrassismus

Morgens bei der Tasse Kaffee im Bett scrolle ich gerne durch die Timeline meiner verschiedenen Social Media Accounts. Dabei stolpere ich über ganz unterschiedliche Beiträge verschiedenster Autoren, und die Schlüsse, die Journalisten und Blogger bisweilen zu ganz ähnlichen Themen ziehen, sind hin und wieder doch recht konträr. Das macht das Netz für mich so spannend, denn wer unterschiedlichste Quellen heranzieht muss sich über kurz oder lang eben auch mit der eigenen Meinung auseinandersetzen und diese gegebenenfalls auf den Prüfstand stellen. Gleich zweimal begegnete mir in den vergangenen Tagen die Journalistin Thembi Wolf, beides Mal mit Beiträgen bzw. einem Video, das auf der Plattform Bento.de erschien, die – wie mir das Über uns erklärt – das junge Angebot von SPIEGEL ONLINE ist und zeigt, was 18- bis 30-Jährige wirklich interessiert. Demnach bin ich also keine Zielgruppe mehr, aber natürlich nicht minder interessiert, schließlich will ich – gerade auch als Mutter der Zielgruppe – den Kontakt nicht verlieren. Aber zurück zu Thembi Wolf. Hier ist der erste Beitrag den ich von ihr sah: Alltagsrassismus: Nein, du darfst …