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Packen für den großen Traum

Manchmal, wenn alles stimmt und das Leben dir zuruft „Mach es!“, dann darf man nicht zaudern, dann muss man einfach tun. Schließlich weiß man nie, ob sich die Gelegenheit jemals wieder bietet. Heute blicke ich genau auf solch einen Moment zurück, denn vor einem Jahr begann eines der größten Abenteuer meines Lebens. Ich erfüllte mir einen lang gehegten Traum, der im Rückblick und die gravierenden Veränderungen der letzten acht Monate betrachtet tatsächlich nur in diesem kleinen Zeitfenster stattfinden konnte. Welch ein unbeschreibliches Glück! Bhutan Wie um alles in der Welt kommt man nur auf die Idee, nach Bhutan zu reisen? Mittlerweile ist das kleine Königreich im Himalaya vielen ein Begriff. Zum einen, weil es das Land des Glücks ist, zum anderen aber, weil Bhutan klimaneutral, ja sogar carbonnegativ ist, denn alle wirtschaftlichen Interessen des Landes werden dem Umwelt- und Naturschutz untergeordnet, so sieht es die Verfassung vor. Doch tatsächlich war es die Begeisterung meiner Freundin Miriam, die im Herbst 2007 das erste Mal Bhutan bereiste, die mich fortan ebenfalls davon träumen ließ, dieses Land mit …

Kein Grad weiter!

In den vergangenen Tagen hat der Herbst bei uns Einzug gehalten. Die Temperaturen sind deutlich gesunken und selbst der Regen ist dieses Mal nicht rechts und links an Solingen vorbeigezogen. Rund 47 Liter/qm sind in den letzten drei Tagen (25. – 27.9.20) laut unserer Wetterstation gefallen, so viel, dass bereits erste Stimmen laut werden, die nach Sonnenschein rufen. Doch ein Blick auf den eigenen Regenmesser und den vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung herausgegebenen Dürremonitor verrät uns, dass es viele Wochen durchregnen müsste, um den Boden auch in einer Tiefe von 1,80 Meter zu durchchfeuchten. Und selbst ohne wissenschaftliche Daten muss man beim sonntäglichen Waldspaziergang schon mehr als alle Augen zudrücken, um die Zeichen der Klimaveränderungkrise zu übersehen. Nach den beiden sehr heißen und trockenen Jahren 2018 / 2019 gibt es zu Beginn des Jahres 2020 schon wieder sehr wenig Niederschlag. Steht uns ein weiteres Dürrejahr bevor? Der Dürremonitor am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ) misst die Feuchte im Boden und weiß damit genau über dessen Zustand Bescheid. Wie das funktioniert und was wir mit diesem …

Am Wegesrand

Am Wegesrand gibt es viel zu entdecken und wenn man wie ich mit einer App zur Pflanzenbestimmung ausgestattet ist, kann so eine Wanderung schonmal deutlich länger dauern. Meine erste kostenlose und empfehlenswerte App war Flora Incognita. Diese hat allerdings – gerade bei Pflanzen im Wachstum und ohne Blüten – häufig Bestimmungsschwierigkeiten. Mittlerweile bin ich auf die Bezahl-App Picture this umgestiegen, die ich ausnahmslos empfehlen kann. Nicht erst seit der Lektüre des Buches „Anstiftung zum gärtnerischen Ungehorsam“ bin ich aufmerksam unterwegs. Schon lange interessiere ich mich dafür, welche Pflanzen der Klimaveränderung trotzen und sich an bestimmten Standorten ganz von alleine vermehren. Auf meinen Wanderungen durch meine fränkische Zweitheimat habe ich dieses Mal viele Pflanzen bestimmt und einigen Flugverkehr beobachten können. In meiner Galerie habe ich die Fotos der Pflanzen zusammengestellt. Deren botanischen Namen und die Bezeichnungen unter denen sie auch bekannt sind, erhält man mit Klick auf das Foto. Sollte ich mich bei einer Zuordnung geirrt haben, lasst es mich wissen. Übrigens, als Buchhändlerin, die weiß, dass ein Titel nur durch seine ISBN eindeutig bestimmt wird, …

In der Ruhe liegt die Kraft

Ich bin ein quirliger Mensch, einer mit besagten Hummeln im Hintern. Jemand, der viel zu erzählen hat, der viel an Informationen aufnimmt. Manchmal zuviel. Eigentlich bin ich jemand, bei dem einem nicht als erstes das Wort „Meditation“ in den Kopf kommt. In der Ruhe liegt die Kraft Doch tatsächlich ist die Meditation, die Stille, das Besinnen auf den eigenen Atem meine geheime Kraftquelle in einem oft turbulenten Alltag. Seit bald 10 Jahren versuche ich regelmäßig zumindest ein paar Minuten pro Tag auf meinem Yogakissen zur Ruhe zu kommen, mich auf meinen Atem zu konzentrieren und an aufkommenden Gedanken nicht festzuhalten, sondern sie vorbeiziehen zu lassen. Dass das mal gut oder weniger gut gelingt, ist ganz normal. Mindestens einmal im Jahr gönne ich mir zudem eine Auszeit in Stille, meist im November, manchmal aber auch an einem verlängerten Wochenende im Mai oder Juni. Doch dieses Jahr ist alles anders. Anstatt im Kloster findet unser 5-tägiger Kontemplationskurs der Via Integralis dieses Mal digital, dezentral und somit auch mitten im eigenen Alltag statt. Die kommenden Tage werde ich …