Autor: Stefanie Leo

You go me on the cookie!

Bei vielen Dingen in unserem Leben schalten wir unbewusst auf unseren Autopiloten um. Autofahren, dabei den Nachrichten lauschen oder mit dem Beifahrer plaudern? Nichts leichter als das. Auch den immer gleichen Weg beispielsweise zur Arbeit laufen wir ganz automatisch. Genauso verhält es sich als Muttersprachler mit der deutschen Sprache. Der, die, das? Kein Problem! Redensarten, Sprichwörter? Eine meiner leichtesten Übungen! Pronomen, Präpositionen, Kasus? Hauptsache ich weiß, wie man es richtig macht. Erwischt! Ich erinnere mich noch genau an so manche Deutschfrage, die mir von meinen im Sprachniveau B1 oder B2 befindlichen Freunden oder Gastsöhnen gestellt wurde und von mir mit einem „Uff, das muss ich erst einmal nachschlagen.“ oder völlig verzweifelt mit „Das ist eben so.“ beantwortet wurde. Obwohl man hier nicht wirklich von „beantworten“ sprechen kann. Die deutsche Sprache ist keine einfache Sprache. Geschrieben genauso wenig wie gesprochen. Wobei letzteres besonders auf Englisch sprechende Menschen zutrifft. Aber spätestens mit unseren Umlauten erwischen wir auch den letzten Araber, der sich bis dato in der deutschen Aussprache noch recht gut geschlagen hatte. Wie schön also, dass …

#weltmenschentag

Als Ruth Löbner einen Tag nach dem Weltfrauentag die vielen Beiträge dazu auf Facebook las und sich wieder einmal mit ihrer eigenen Ratlosigkeit in Bezug auf das ganze Mann-Frau-Thema konfrontiert sah, schossen ihr Sätze in den Sinn, die in Bezug auf Rollenklischees ganz widersprüchlich waren, aber eben auch ihr Wesen ausmachten. Diese Sätze sammelte Ruth einen Vormittag lang, schrieb sie auf und postete sie mit dem Hashtag #weltmenschentag. Mittlerweile sind einige Frauen und Männer ihrem Beispiel gefolgt, haben ihren Ambivalenzen der Geschlechterrollen nachgespürt und Texte dazu veröffentlicht. Ich finde, dass wir endlich mit dem Männer-Frauen-Ding aufhören und lieber über Menschen reden sollten. Isabel Bogdan Ich Meine Lieblingsfarbe ist blau. Dachte ich. Bis irgendwann dieser Tick mit den roten Schuhen kam. Als Kind habe ich genauso gerne Hörspiele gehört wie Bücher gelesen. Schon damals konnte ich mich mit den Protagonisten der Geschichten identifizieren. Ich dachte, dass nur Mädchen bei fiktiven Geschichten weinen, weiß aber spätestens seit ich gemeinsam heulend mit meinem Sohn Filme gucke, dass das nicht so ist. Familie ist für mich das wichtigste im …