Monate: Januar 2020

Über Literatur

Wenn „über“ etwas geschrieben wird, setzt man als Leser insgeheim voraus, dass die Verfasserin weiß, wovon sie spricht bzw. schreibt. Vielleicht sollte ich zum besseren Verständnis und zur Abgrenzung gegenüber denjenigen, die wirklich wissen was Literatur ist, noch ein Fragezeichen hinter meine Beitragsüberschrift setzen. Denn tatsächlich gehöre ich eher zu den Unwissenden, die vom Begriff „Literatur“ ehrfürchtig zurückschrecken und sich lieber Buchbloggerin und nicht Literaturbloggerin nennen. Warum eigentlich? Spurensuche Die Herkunft des Wortes „Literatur“ liegt in lateinisch litteratura, was soviel wie Buchstabenschrift, das Geschriebene oder auch die Schrift bedeutet. Der Duden schreibt der Literatur folgende Bedeutung zu:[ gesamtes] Schrifttum, veröffentlichte [gedruckte] Schriften. In Wikipedia heißt es darüber hinaus: Die öffentliche Literaturdiskussion und -analyse ist demgegenüber seit dem 19. Jahrhundert auf Werke ausgerichtet, denen besondere Bedeutung als Kunst zugesprochen werden kann, und die man im selben Moment von Trivialliteratur und ähnlichen Werken ohne vergleichbare „literarische“, sprich künstlerische Qualität, abgrenzt. Die Literatur zählt zu den Gattungen der Kunst. Das gedruckte Wort Ich bin eine große Bewunderin von Sprache, nicht nur in gedruckter Form. Ich weiß um ihre …

Von der Sprache oder KW 3

Ich bin von Sprache umgeben. Wir sind von Sprache umgeben. Jeden Tag. Selbst wenn wir schweigend lesen, lauschen wir den Geschichten in unserem Kopf. Sprache ist allgegenwärtig, dennoch war meine vergangene Woche in besonderem Maße von der Sprache geprägt. Von der Sprache „Sprache schafft Wirklichkeit“ heißt es in Robert Habecks Buch „Wer wir sein könnten“. Ich las es bereits bei Erscheinen im Herbst 2018. Seitdem zierten viele Klebezettel dieses Buch. Als ich dann Ende vergangenen Jahres mitbekam, dass der Buchladen Neusser Straße ein Lesung bzw. ein Gespräch mit Robert Habeck plante, bemühte ich mich gleich aus mehreren Gründen um eine Karte. Zum einen lese ich ganz gerne Habecks Blog, in dessen Beiträgen oft zu spüren ist, dass der Politiker eben auch Doktor der Philosophie ist. Zum anderen erfahre ich täglich, welche Kraft Sprache hat, wie sie ausgrenzen, zerstören und Hoffnung rauben kann, wie sie aber durch respektvollen und wertschätzenden Einsatz auch ganz viel positive Energie freisetzt. Am vergangenen Donnerstag erlebte ich solch einen Einsatz. Der von Ulrich Noller moderierte Abend drehte sich um Habecks Buch, …

Leichter Trab oder KW 2

Zack, ist die Woche rum. Ihr kennt das. Und manche Wochen sind so vollgestopft mit Ereignissen, dass ich froh bin, Tagebuch zu führen und mein Smartphone zu haben, um anhand der Fotos die Woche noch einmal Revue passieren zu lassen. Leichter Trab Gleich vorweg, ich mochte KW 2. Das Schritttempo der ersten Woche wurde zwar signifikant erhöht, aber der leichte Trab der vergangenen Tage gefiel mir gut. Ich bekam einiges gewuppt, ohne dass es zu stressig wurde. Am Montag hatte ich meine erste Inventur, also genau genommen nicht ich, sondern die Buchhandlung, in der ich einmal pro Woche arbeite. Mit dem Barcode-Scanner ausgestattet piepste ich mich durch Ratgeber, Kochbuch und Reiseliteratur und hatte am Ende 1.871 Artikel in die Warenwirtschaft eingepflegt und hoffentlich kein Buch vergessen. Von den Begehrlichkeiten, die geweckt werden, wenn man jedes Buch in die Hand nimmt, mag ich erst gar nicht sprechen. Und einmal mehr wurde mir klar, was für ein tolles und abwechslungsreiches Sortiment wir in unserem doch recht kleinen Laden unterbringen. Eben doch eine richtige Schatzinsel hier 🙂 Meine …

Mehr Log im Blog oder KW 1

Die Zeit zwischen den Jahren (die Redensart bezeichnet übrigens die Tage zwischen 25. Dezember und 6. Januar, wie mich gerade das Internet lehrte) ist für mich immer eine sehr nachdenkliche Zeit. Das alte Jahr ist noch nicht vorüber und klingt heftig nach, das neue steckt in den Startlöchern und scharrt mit den Hufen. Was war gut in 2019, was lief nicht ganz so, was will ich in 2020 ändern? Klar, diese Überlegungen könnte ich auch an jeden x-beliebigen Tagen im Jahr anstellen, aber dieses Zwischen den Jahren bietet sich irgendwie immer besonders an, vermutlich auch, weil ich dann meistens frei habe und mir die Luft in der zweiten Heimat um die Nase wehen lasse. Mehr Log im Blog Was ich 2020 auf jeden Fall versuchen möchte ist, mehr Log, also mehr Tagebuch hier zu führen und in loser Reihenfolge über meinen Alltag und Erlebtes zu berichten. Dabei möchte ich (mich) unter der Überschrift Was schön war an die guten Dinge der vergangenen Tage erinnern, vergisst man bei all den schlechten Nachrichten nämlich schnell. Aber auch …