Monate: November 2019

#NeustartKlima 29.11.19

Ich bin Jahrgang 70, ich bin groß geworden in einer Zeit als die Wupper einer der am stärksten verschmutzten Flüsse Europas war, als der saure Regen unsere Wälder zerstörte und das Ozonloch uns in Atem hielt. Ein umfangreiches Wasserschutzprogramm, Filteranlagen in Fabriken und Kraftwerken, die Einführung von Katalysatoren in Autos, das Verbot von FCKW in den 80er Jahren konnte damals Schlimmeres verhindern. Aber heute? Ende Januar hielt Greta Thunberg ihre vielbeachtete Rede in Davos. Sie sprach davon, dass unser Haus brennt und wir, die Erwachsenen und die Politiker*innen endlich handeln sollten. Im März hagelte es erneut Kritik. Dieses Mal aus den Reihen der Wissenschaftler*innen, die auf einer Pressekonferenz in Berlin die Klimapolitik der Bundesregierung kritisierten und zum dringenden Handeln aufriefen. Seitdem ist wieder mehr als ein halbes Jahr vergangen, in dem die Lücke zwischen Wissen und Handeln nicht annähernd geschlossen und lediglich ein Klimapaketchen auf den Weg gebracht wurde. I want you to panic, sagte Greta damals in Davos auch noch. Und ich fürchte, diese Panik ist angebracht, denn keine Erfindung dieser Welt wird die …

Zehn Fragen für zurückgekehrte Reisende

Regelmäßig stelle ich verschiedensten Kinderbuchmenschen in der Interview-Reihe auf meinem Blog zehn Fragen. Beate Schäfer, die ich dort ebenfalls befragte und die in meinem Urlaub eine Abwesenheitsnotiz aus Bhutan bekam, hat den Spieß umgedreht und mir „Zehn Fragen für zurückgekehrte Reisende“ gestellt. Hier kommen meine Antworten. Wo bist du gewesen und wie kam es, dass du dort hingefahren bist? Ich war im Oktober mit meinem Sohn für zwei Wochen in Bhutan im Himalaya. Das Königreich grenzt  im Süden an Indien und im Norden an Tibet. „Schuld“ an dieser Reise war meine Freundin Miriam, die dieses Land bereits dreimal bereiste und mir stets davon vorschwärmte. Was hast du gegessen? Alles, was auf den Tisch kam und fast täglich die Nationalspeise aus Chili und Käse: Ema Datshi (ཨེ་མ་དར་ཚིལ), und das obwohl mir scharfe Gerichte sonst immer etwas suspekt sind. Die Verbindung aus Chili und Käse (der die Schärfe noch nicht angekommen hat) ist genial, mag aber vielleicht auch an den besonderen Chili-Schoten liegen, deren Sorten-Name ich noch nicht in Erfahrung bringen konnte. Wo hast du geschlafen? Unsere …