Mein Alltag und ich
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Meditieren. Bloß wie?

Ich versuche regelmäßig zu meditieren. Das klappt oft gut und leider genau dann weniger gut, wenn ich das Meditieren und die daraus resultierende Ruhe und das Fokussieren am dringendsten benötige. Und spätestens dann erinnere ich mich auch wieder an folgende Zen-Weisheit: Meditiere 20 Minuten täglich, es sein denn du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde. Wie wahr!

Meditationsroutine

Das Schöne beim Meditieren ist aber, dass es kein Muss gibt, sondern nur ganz viel Kann. Ich meditiere beispielsweise fast täglich, dafür allerdings nur 10 Minuten lang. Nach dem morgendlichen Yoga, noch vor dem ersten Kaffee, sitze ich werktags gegen 5:50 Uhr im Fersensitz auf dem Yoga-Kissen. Diesen Rhythmus habe ich mal vor Jahren eingeführt und halte mich weitestgehend daran. Ich denke, dass das bereits der erste Schlüssel zum Erfolg ist. Nicht die Uhrzeit – das kann jeder halten, wie sie oder er es möchte – aber das bewusste und regelmäßige Freinehmen für das Sitzen auf dem Kissen. Übrigens gibt es viele mögliche Sitzpositionen zum Meditieren, so wie es auch verschiedenste Formen der Meditation gibt.

Zazen

… und manchmal meditiere ich auch im Freien.

Ich habe mich aufgrund meiner regelmäßigen Kontemplations-wochenenden auch zuhause für die gestalt- und formlose Meditation entschieden. Diese Methode kommt aus dem Zen-Bhuddismus. In aufrechter Haltung, mit geöffneten Augen, den Blick auf den Boden vor mir gerichtet, sitze ich im Fersensitz und versuche mich ganz auf meinen Atem zu konzentrieren.

Für mich hat sich das Zählen der Atemzüge als hilfreich erwiesen (Einatmen 1, Ausatmen 2 … bis 10 und wieder von vorne). Dass mich gerade in dieser Stille unzählige Gedanken heimsuchen, ist ganz normal. Die Kunst besteht darin, sie zu akzeptieren, wie Wolken am Kopf vorbeiziehen zu lassen und zum Atem zurückzukehren. Es gibt Tage, da klappt das ausgesprochen gut, an anderen wiederum komme ich mir vor als wäre mein Kopf ein in undurchdringbare Wolken gehüllter Gipfel. Sitzen bleibe ich dann trotzdem bis der Gongschlag meiner App mir das Ende meiner 10 Minuten verkündet. Im Zweifel habe ich halt in Ruhe das Mittagessen geplant 😉

Und morgen ist ein neuer Tag, an dem ich vielleicht besser bei meinem Atem sein kann. Akzeptieren, nicht stressen, das ist der beste Weg. Und dann wird man aus dem regelmäßigen Zur-Ruhe-Kommen viel Kraft schöpfen können.

In diesem Sinne möchte ich euch gerne noch diese wunderbare Illustration von Gemma Correll mit auf den Weg geben, denn egal ob man gerade mit dem regelmäßigen Meditieren beginnt oder ein alter Hase ist, uns allen geht es bisweilen so wie in diesem Bild, denn Meditierenlernen ist ein lebenslanges Projekt.

Noch ein paar hilfreiche Links:

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