Monate: März 2019

#weltmenschentag

Als Ruth Löbner einen Tag nach dem Weltfrauentag die vielen Beiträge dazu auf Facebook las und sich wieder einmal mit ihrer eigenen Ratlosigkeit in Bezug auf das ganze Mann-Frau-Thema konfrontiert sah, schossen ihr Sätze in den Sinn, die in Bezug auf Rollenklischees ganz widersprüchlich waren, aber eben auch ihr Wesen ausmachten. Diese Sätze sammelte Ruth einen Vormittag lang, schrieb sie auf und postete sie mit dem Hashtag #weltmenschentag. Mittlerweile sind einige Frauen und Männer ihrem Beispiel gefolgt, haben ihren Ambivalenzen der Geschlechterrollen nachgespürt und Texte dazu veröffentlicht. Ich finde, dass wir endlich mit dem Männer-Frauen-Ding aufhören und lieber über Menschen reden sollten. Isabel Bogdan Ich Meine Lieblingsfarbe ist blau. Dachte ich. Bis irgendwann dieser Tick mit den roten Schuhen kam. Als Kind habe ich genauso gerne Hörspiele gehört wie Bücher gelesen. Schon damals konnte ich mich mit den Protagonisten der Geschichten identifizieren. Ich dachte, dass nur Mädchen bei fiktiven Geschichten weinen, weiß aber spätestens seit ich gemeinsam heulend mit meinem Sohn Filme gucke, dass das nicht so ist. Familie ist für mich das wichtigste im …

Mein Leben mit Martha

Ich kenne Martina Bergmann. Viele Jahre schon. So wie man sich eben kennt, wenn man auf Facebook und Twitter unterwegs ist und derselben Branche angehört. Martina ist Buchhändlerin in Ostwestfalen, führt dort auch einen kleinen Verlag. Zwangsläufig liefen wir uns damals – als das Netzwerken losging – über den Weg. Seitdem bekomme ich hin und wieder etwas von Martina in meine Timeline gespült. Fragmente. Hier ein Blogbeitrag, da ein Rant und regelmäßig die Kolumne im Börsenblatt, in der sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Ich halte Martina für eine ehrliche Haut. Aber kennen, nein, kennen tu ich sie nicht, jedenfalls nicht über das übliche Social-Media-„Kennen“ hinaus, an diesem Ort, wo jeder sowieso nur preisgibt, was und wie sie oder er es möchte. Der Algorithmus tut sein Übriges. Wie gut also, dass es Bücher gibt, und wie schön, dass es „Mein Leben mit Martha“ gibt, das mir auf vielfältige Weise gefallen hat und mir zumindest ein wenig das Gefühl vermittelt, die Frau Bergmann aus dem Netz ein wenig besser zu kennen. Mein Leben mit Martha …