Mein Alltag und ich
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Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Keine Ahnung wie lange ich Frau Brüllen schon auf Twitter folge, gefühlt schon ewig (kann man das eigentlich irgendwo herausfinden?), aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht heute um „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ oder eben auch #WMDEDGT, eine Nicht-Blogparade, die es seit April 2013 gibt. Und die ich vor zwei Wochen entdeckt habe. Ey, wo war ich die letzten fünf Jahre? Unter einem Stein? Das kann man ja noch nicht mal mehr Spätzünder nennen. Seufz.

Aber zum Thema, und das lautet #WMDEDGT und ist genauestens auf dem Blog „Gut gebrüllt“ beschrieben. Also bitte HIER entlang!

Liebes Tagebuch

Ich glaube, dass ich tatsächlich noch nie tagebuchgebloggt habe, finde die Idee, das zumindest einmal pro Monat zu tun, aber ziemlich spannend. Mein „Jeden Tag ein Gedanke“-Tagebuch führe ich ja schließlich auch schon eineinhalb Jahre. Also let’s do it!

Heute werde ich sogar schon um 5:15 Uhr wach und denke mir, dass es doch nichts Besseres gibt als vor seinem Wecker wach zu werden. Also schleiche ich mich aus dem Schlafzimmer (klappt nie, der Mann wird irgendwie immer wach) und gehe nach unten.

Dort liegen Yogamatte und Meditationskissen schon seit Jahren für mich bereit. Erstere hilft mir, dass die morgendliche Rückensteifigkeit langsam weicht, letzteres den Tag in Achtsamkeit (sofern der Kopf mal still ist) zu beginnen.

Anschließend heißt es Teemaschine anwerfen, Kaffee kochen und den dann noch zumindest für ein Viertelstündchen im Bett, das Internet lesend, zu genießen.

Jetzt aber wirklich aufstehen. Das ist nämlich kein normaler Montag, sondern der erste Montag im November und das bedeutet, dass die Büchertische in den Kitas starten. Irgendwie schaffen wir fünf es fast gemeinsam zu frühstücken, allerdings muss K3 (ich habe meine Kinder liebevoll durchnummeriert) zur Probewoche in der Uni schon den Zug um sieben nehmen, dem winke ich quasi nur noch hinterher. K1 muss um 7:15 los zur Arbeit und K2 wird zur Schule gebracht, weil die erste Kita, in der ich die Buchausstellung aufbaue, direkt um die Ecke liegt. Von dort geht es weiter in die Nachbarstadt nach Erkrath, den nächsten Büchertisch aufbauen. Das sieht dann ungefähr so aus:

Von Erkrath ZACK wieder nach Hause und obwohl eigentlich im Büro immer reichlich zu tun ist, springt mich die Schmutzwäsche irgendwie im Vorbeigehen an, dass ich wie durch ein Wunder in der Waschküche lande, dort feststelle, dass mittlerweile kaum noch Wäschebottiche im Keller sind, da diese zwischenzeitlich als Schrankersatz in den Zimmern der mittlerweile volljährigen Ks missbraucht werden. Deshalb muss ich dann per WhatsApp noch schnell einen Rant an die männlichen Mitbewohner loswerden, und ja (falls ihr das lest, was ihr vermutlich eh nicht tut), das ist mein Blog und da darf ich am #WMDEDGT-Tag sowas auch schreiben. Herrlich! Wie befreiend!!!

So, also ein wenig wäscheln, dann ins Büro und feststellen, dass heute ja eigentlich und auch uneigentlich der 5. und somit Eselsohr-Abgabetermin ist. Schockschwere Not! Ich bekomme den Beitrag mit den fünf Rezis der Kinderredaktion fast fertig und erhalte von der Chefredaktion noch einen Aufschub bis Donnerstag. Geritzt. Das liegt morgen auf eurem Schreibtisch. Versprochen!

Um 15:30 flugs ins Auto, denn ich muss vor meinem Kursmontag mit den Monheimer Bücherkindern noch eben meine generalüberholte Nähmaschine abholen. Und trotz fataler Parkplatzsituation stehe ich pünklich – wie die Maurer – um 16:30 im Ulla-Hahn-Haus. Eigentlich wollten wir da heute Rezis besprechen, aber irgendwie sind wir dann am Ende beim Urheberschutz gelandet und ich denke, das werden wir auch kommende Woche nochmal thematisieren.

Von Monheim geht es zurück nach Solingen, wo ich mich kurz mit einigen Eltern aus der Gemeinde treffen, denn wir brauchen Nachwuchs für unseren Liturgiekreis und ich freue mich, dass wir schon im Dezember zwei „Neue“ für die nächste Kindermesse dabei haben werden.

Um 19:45 trudel ich dann Zuhause ein. Die Ks sind schon in ihren Zimmern verschwunden, ich esse noch flott was mit dem Mann, schütte mir ein Gläschen Portwein ein, dazu schmeckt ein Stückchen Schokolade und schreibe diesen Tagebuchblogbeitrag. Mein erster.

Jetzt noch ein wenig aufs Sofa und Füße hoch, vielleicht noch irgendwie was Nettes gucken, zum Lesen bin ich irgendwie zu müde.

Und was habt ihr so getrieben?

 

 

3 Kommentare

    • Stefanie Leo sagt

      Ertappt! Den gibt es ganz DSGVO-konform nicht mehr. Und dem trauere ich tatsächlich am meisten hinterher.

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