Monate: Juni 2018

Dales Way 4. Etappe

Dales Way: 4. und nicht 5. Etappe

Etwa die Hälfte des Dales Way ist geschafft und ich auch. Warum es keine 5. Etappe für mich gibt und einem Busfahren bisweilen wie WARP 9 vorkommt, darüber erzähle ich heute. Nach einer miserablen Nacht (passt wunderbar zum allgemeinen Eindruck unserer Unterkunft) weiß ich exakt, aus wieviel Federkernen meine Matratze besteht. Nach der gestrigen Erfahrung mit unserem Essen trauen wir uns beim Frühstück nur an Rührei, Bacon und Tomate heran, aber selbst das kann man miserabel hinkriegen. Also bezahlen wir, schnallen den Rucksack um und dann nichts wie weg zurück auf den Dales Way. Unsere heutige Route führt uns von Gearstones zunächst noch einmal etwa hoch auf 400 Meter bevor es nach Stone House auf 2 Meilen 200 Meter bergab geht (Die Knie freuen sich. Nicht.). Wir erreichen den Fluss Dee im Dentdale, der die nächsten 10 Meilen unser ständiger Begleiter sein wird. Die Landschaft ähnelt wieder dem Beginn unserer Wanderung, es ist grün, wir wandern durch Felder und bunte Blumenwiesen. Nach 7 Stunden Wanderung liegt Sedbergh – unser heutiges Ziel – vor uns. Sedbergh …

Litblog Convention

Litblog Convention: Von Menschen und Büchern

Vermutlich sagte ich das bereits an anderer Stelle, aber in diesem Fall wiederhole ich mich gerne: Ich bin ein großer Fan von Barcamps und Konferenzen, gerne auch fernab der Buchbranche, denn es schadet schließlich nie, seinen Horizont zu erweitern. Litblog Convention, die Dritte Diesen Samstag allerdings drehte sich mal wieder alles um Literatur, die Verlagswelt, Autoren und das Bloggen. Die fünf Verlage Diogenes, DuMont Buchverlag, DUMONT Kalenderverlag, Kiepenheuer & Witsch und Bastei Lübbe luden bereits zum dritten Mal zur Litblog Convention ins Verlagshaus von Bastei Lübbe ein. Das Veranstaltungsprogramm war – wie die Jahre zuvor auch – abwechslungsreich und wie immer gab es Zeiten, zu denen man sich gerne geteilt hätte. Meine Sessions erwiesen sich dennoch alle als Glücksgriff, was mir bei Barcamps und Konferenzen nicht immer gelingt. In Zusammen liest man weniger allein berichteten Kerstin Hämke und Jacqueline Böttger von ihren Erfahrungen mit Lesekreisen. Ein unheimlich spannendes Thema, das Lust macht, einen eigenen Lesekreis ins Leben zu rufen. Umso mehr freue ich mich auf Hämkes Buch „Ein gutes Buch kommt selten allein“, das im September bei …

Dales Way 3. Etappe

Dales Way: 2. und 3. Etappe

Nach einem ordentlichen Frühstück machen wir uns gegen 9 Uhr gleich wieder auf den Weg. Von unserem Quartier fällt man förmlich auf den Dales Way, der nur wenige Meter unterhalb am Fluss Wharfe verläuft. Gut beschildert laufen wir bis Grassington am Fluss entlang, zunächst unter zahlreichen Kastanien, später auf der grünen Wiese. Kurz vor Grassington erreichen wir die Linton Falls, die aufgrund des Niedrigwassers eher wenig „fallen“, aber der Blick von der kleinen Fußgängerbrücke zum Örtchen rüber ist schon malerisch (siehe Fotos) und irgendwie weiß ich jetzt auch, wo britische Autoren ihre Ideen herbekommen. Nach Grassington verlassen wir unseren ständigen Begleiter Wharfe. Es geht bergauf, die Landschaft wird karger, die Beschilderung auch. Trotz Wanderführer und Karte können wir nur schätzen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Zum Glück gibt es ein wenig Netz, so dass wir uns hin und wieder von Frau Google bestätigen lassen können, immer noch auf dem Dales Way zu sein. Bei Regen und Dunst möchte ich hier nicht nach meinem Weg suchen, wir haben aber erneut Sonnenschein und kräftigen Wind. …

Dales Way: Ankunft und 1. Etappe

Nach einem ruhigen Flug erreichen wir gegen 15 Uhr Ortszeit Manchester Airport. Von dort soll es mit einem der etwa alle 30 Minuten fahrenden Fernverkehrszüge nach Leeds und von dort weiter nach Ilkley bzw. Ben Rhydding gehen. Also eigentlich. Denn aufgrund irgendwelcher Baumaßnamen gepaart mit nicht ausreichend vorhandenem Lokführerpersonal geht nichts mehr. Nichts, außer der Straßenbahn, die uns nach gefühlten hundert Zwischenstopps und mit ebenso vielen Mitreisenden nach etwa einer Stunde Fahrt in Manchester Victoria ausspuckt. Hier begegne ich das erste Mal der britischen Gelassenheit. Niemand scheint sich an dem Umstand der nichtfahrenden Züge groß zu stören. Ist halt nicht zu ändern. Deal with it! Und so stehen wir also eine geschlagene Stunde rum, schauen in der National-Rail-App (unbedingt empfehlenswert) rum, wie es weitergehen könnte. Irgendwie finden wir dann in Victoria Station auch das richtige Gleis, das nicht zwingend das ist, was die App angibt, denn bei den vielen Sackbahnhöfen fährt der Zug halt manchmal einfach dort ein, wo es gerade passt. Ist halt nicht zu ändern. Deal with it! Ben Rhydding Richtung Leeds ändert …