Wandern
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Dales Way: Hello Bowness-on-Windermere

Dales Way Bowness

Heute können wir uns beim Frühstück ein wenig Zeit lassen, denn wir nehmen von Kendal zum Wiedereinstieg in den Dales Way in Burneside den Bus (2 £), und der fährt eben nur jede Stunde.

Das Wetter ist bei etwas 16 Grad etwas drückend, aber wir haben ja auch „nur“ etwa 16 km vor uns. Gegen 10 Uhr erreichen wir nach einer 10-minütigen Fahrt Burnside und den Dales Way. Zunächst laufen wir eine Weile am River Kent entlang bis es hinter Staveley wieder ein wenig bergauf geht. Bei Fell Plain wandern wir erst einmal ein Weilchen in die falsche Richtung, weil die Beschilderung bisweilen doch recht dämlich angebracht ist oder gänzlich fehlt. Und manchmal helfen dann sogar Karte und Reiseführer nicht, wenn man glaubt, ganz woanders zu sein. Aber noch fühlen sich die Beine ganz gut an und es hilft ja eh nichts, wir müssen zurück auf den Weg.

Bowness-on-Windermere

Tatsächlich habe ich mir den Zieleinlauf etwas beeindruckender vorgestellt, schließlich haben wir mit dem Lake Windermere den größten See Englands vor uns und da es die letzte Meile nochmal stramm bergab geht (erwähnte ich, dass ich lieber bergauf laufe?), hätte mir ein fantastischer Panoramablick schon sehr gefallen. Tatsächlich läuft man einfach völlig unspektakulär eine steile Straße hinab und steht dann umgeben von unzähligen Touristen mitten an einer großen Kreuzung in Bowness-on-Windermere.

Zack. Ende. Ich aber auch ein wenig. Mit meinen Kräften. Die Wade zwickt und die Knie schmerzen (ja, ich laufe nicht gerne bergab). Wir sind da. Natalie ist die komplette 82-Meilen-Strecke (plus den einen oder anderen zusätzlichen Kilometer) gelaufen, bei mir muss man etwa 22 km abziehen. Dennoch. Ich bin glücklich. Ich bin stolz. Ich habe Blut geleckt. Das war nicht meine letzte Wanderung.

Bowness-on-Windermere ist ein Touristen-Ort und so landen wir auch in einem Touristen-Hotel: Stags Head (90 £ DZ/F). Wir checken ein, duschen und laufen an den See, gehen ein wenig bummeln und lassen uns das frühe Dinner im Porto Restaurant schmecken. Zum Abend hin wird es dann auch bedeutend ruhiger im Ort und am See, die Tages-Touristen sind weg. Wir setzen uns bei 23 Grad auf die Bank und schauen den Enten, Gänsen und Schwänen zu.

Unsere letzte Nacht gestaltet sich dann leider etwas weniger entspannt, da in unserem Hotel einer von zwei Nachtklubs untergebracht ist und dieser aufgrund der Bankholidays eben auch an einem Donnerstag bis früh in den Morgen basslastige Musik spielt. Na dann, gute Nacht …

Die gestern noch geplante Abreise ab Windermere ist heute leider schon wieder obsolet, denn erneut gibt es Probleme bei der Bahn, so dass sich Natalies und meine Wege bereits am Bahnhof in Windermere trennen. Sie nimmt den einen Bus, um ihre Freundin zu besuchen, ich den anderen, der mich zum Bahnhof nach Oxenholme bringt. Und tatsächlich fahren die Züge von hier pünktlich, so dass ich bereits eineinhalb Stunden später am Flughafen in Manchester ankomme. Leider viel, viel zu früh, aber aufgrund der nicht ganz verlässlichen Bahn habe ich mich nicht getraut, einen Abstecher zu machen und möglicherweise dann doch noch irgendwo festzustecken.

Sechs Stunden am Flughafen können sehr lange werden und zusätzlich verschiebt sich unser Abflug auch noch von 20 Uhr auf 21:30 Uhr. Wie gut, dass uns die Düsseldorfer dennoch um 0 Uhr landen lassen. Meine Reise ist zu Ende …

Angekommen


Solltet ihr Fragen haben, immer her damit. Ein weitere Beitrag über meine Ausrüstung, über Dinge, die ich brauchte oder eben nicht, ist ebenfalls in Planung.

 

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