Monate: Juni 2018

Tattoo-Nadel

Wenn Buchliebe unter die Haut geht

Bücher nehmen einen wichtigen Teil in meinem Leben ein. Sie sind gute Freunde, mit ihnen kann ich lachen oder die eine oder andere Träne verdrücken, sie bieten mir kurzweilige Unterhaltung und Antworten auf so manche Fragen dieser Zeit, sind Seelentröster und tragen mich ein stückweit durchs Leben … Wenn Buchliebe unter die Haut geht Angesteckt vom meinem älteren Sohn hatte ich mich schon eine Weile mit der Idee auseinandergesetzt, mich tätowieren zu lassen. Auf Pinterest kann man sich dazu unzählige Boards mit Vorlagen oder bereits entstandenen Tattoos anschauen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass so ein bestehendes Kunstwerk auf der eigenen Haut nicht nur etwas Besonderes sein musste, sondern dass es für die Trägerin auch eine persönliche Bedeutung haben sollte. Eine Pinterest-Copy-Paste-Lösung mit ein wenig Abwandlung hier und da kam für mich daher nicht in Frage. Auf Facebook erschien dann eines Tages eine Illustration auf meinem Bildschirm, die mich nicht mehr los ließ. Der Künstler Mehrdad Zaeri Den Künstler Mehrdad Zaeri kenne ich schon lange, zunächst ist er mir als Kinderbuchillustrator aufgefallen, ich folgte ihm …

Leinsee

Leinsee oder Wie der Zufall es will

Manche Bücher sucht man sich nicht aus, sie suchen sich den Leser selbst aus. Oft sind es Perlen, die man so entdeckt. Leinsee von Anne Reinecke ist so ein Buch. Durch Zufall landete ich bei der LitBlog Convention auf der kleinen Gesprächsrunde mit Lesung. Um ehrlich zu sein hatte ich es eigentlich auf eine andere Session abgesehen, die aber bereits überfüllt war. Welch ein Glücksfall, denn vielleicht hätte ich dieses ausgezeichnete Debüt der Berlinerin unter den vielen Neuerscheinungen sonst verpasst.   Reinecke ist eine grandiose Leserin, sie wählt ihre Textpassagen geschickt und schmeißt den Zuhörer bereits mit dem ersten Kapitel mit voller Wucht in die Geschichte des jungen Künstlers Karl. Den zweiten Abschnitt, den die Autorin zum Lesen wählt, enthält einen nicht unwichtigen Twist in der Geschichte und lässt mich gebannt lauschen. Wer also die Möglichkeit hat, an einer Lesung mit Anne Reinecke teilzunehmen, sollte nicht zögern. Im anschließenden Gespräch erzählt die Autorin, dass das Bild von Karl und Tanja bereits von Anfang an da war und sich der Rest der Geschichte um die beiden …

Blogst

BLOGST: Aus Liebe an der Vernetzung

Frau Leo war mal wieder umtriebig. Nur eine Woche nach der LitBlog Convention in Mühlheim, zog es mich diesen Samstag erneut nach Köln, wo ich bereits zum zweiten Mal am BLOGST Barcamp teilnahm. Was BLOGST genau ist und welch kluge und nette Frauen dahinterstecken, das könnt ihr am besten und ausführlichsten auf der zum Netzwerk gehörenden Webseite nachlesen. Die BLOGST (egal ob Barcamp oder Konferenz) gehörte für mich bislang eher zu den „artfremden“ (jenseits der Buchbranche) Veranstaltungen. Da sich mein Blog hier aber zunehmend um ganz vielfältige Themen des Lebens dreht, fühle ich mich zwischen den Lifestylebloggern mittlerweile richtig gut aufgehoben. Das Schöne am Leben und den dazugehörigen Blogs ist ja gerade, dass es so wunderbar vielfältig zugeht, was sich auf der Vorstellungsrunde mit den drei Hashtags (meine: #DalesWay #steffisgärtchen #roteSchuhe) auch zeigte. Wie bereits vor zwei Jahren fand das BLOGST Barcamp in den gut ausgestatteten und freundlichen Räumen der ecosign – Akademie für Gestaltung in Köln-Ehrenfeld statt, die mit Bus und Bahn gut zu erreichen sind. Bestens organisiert und mit stets gefülltem Mehrwegkaffeebecher (danke …

Dales Way Bowness

Dales Way: Hello Bowness-on-Windermere

Heute können wir uns beim Frühstück ein wenig Zeit lassen, denn wir nehmen von Kendal zum Wiedereinstieg in den Dales Way in Burneside den Bus (2 £), und der fährt eben nur jede Stunde. Das Wetter ist bei etwas 16 Grad etwas drückend, aber wir haben ja auch „nur“ etwa 16 km vor uns. Gegen 10 Uhr erreichen wir nach einer 10-minütigen Fahrt Burnside und den Dales Way. Zunächst laufen wir eine Weile am River Kent entlang bis es hinter Staveley wieder ein wenig bergauf geht. Bei Fell Plain wandern wir erst einmal ein Weilchen in die falsche Richtung, weil die Beschilderung bisweilen doch recht dämlich angebracht ist oder gänzlich fehlt. Und manchmal helfen dann sogar Karte und Reiseführer nicht, wenn man glaubt, ganz woanders zu sein. Aber noch fühlen sich die Beine ganz gut an und es hilft ja eh nichts, wir müssen zurück auf den Weg. Bowness-on-Windermere Tatsächlich habe ich mir den Zieleinlauf etwas beeindruckender vorgestellt, schließlich haben wir mit dem Lake Windermere den größten See Englands vor uns und da es die …