Monate: Oktober 2012

Leseexemplare zu verkaufen! Ernsthaft?

Es gibt nur wenige Dinge, die mich auf die Palme bringen, aber das Verkaufen von Lese- oder Rezensionsexemplaren und das dabei völlig abhanden gekommene Unrechtsbewusstsein einiger Buchblogger gehören definitiv dazu. Was ist an „unverkäuflich“ nicht zu verstehen? Und das Ganze dann auch noch in aller Öffentlichkeit bei Facebook zu diskutieren ist so frech, dass es mir fast die Sprache verschlägt. Ich komme in den Genuss seit nunmehr 10 Jahren Lese- und Rezensionsexemplare vieler Kinderbuchverlage zu erhalten. Ich freue mich bei jedem Päckchen immer noch wie ein kleines Kind und versuche zusammen mit der Kinder- und Jugendredaktion jedes Buch zu bewerten – auch diese, die ich nicht angefordert habe. Bleiben zum Ende des Jahres Bücher übrig, was meist nicht der Fall ist, da die Redaktionsmitglieder ihre Bücher natürlich behalten dürfen, gibt es viele Möglichkeiten, dieses Buch wieder unter die Leser zu bekommen. Verkaufen gehört definitiv nicht dazu! Was man mir kostenlos zur Verfügung stellt, gebe ich auch ebenso kostenlos weiter. Gerne beantworte ich auch deshalb die letzte Frage im oben abgebildeten Thread: „Was machst du denn …

Was macht einen Autor zum Autor?

Eine komische Frage? Keinesfalls! Diese Frage stelle ich mir bzw. muss ich mir regelmäßig stellen, denn als Betreiberin von Buecherkinder.de und den Ohrensessel Wohnzimmer-lesungen bekomme ich regelmäßig Bücher zum Testlesen angeboten. Doch ist jeder Verfasser eines Buches wirklich als Autor zu bezeichnen? Irgendwo muss es doch einen Unterschied zwischen Lieschen Müller und sagen wir mal Zoë Beck geben! Ich habe mal Wikipedia befragt. Dort heißt es: Alles klar. Demnach sind die Verfasser aller mir zugesandter Bücher Autoren. Die Fragestellung führt also hinsichtlich der Qualität zu keiner befriedigenden Antwort. Vielleicht muss ich die Frage umformulieren und sie müsste lauten: „Macht ein Verlag einen Autor zum Autor?“ Zur Beantwortung springe ich kurz in die Vergangenheit. Als ich vor 10 Jahren meine Website Buecherkinder.de ins Leben rief, war meine Verlagswelt noch in Ordnung, sie war eben geordnet. Die Kinder- und Jugendbuchverlage waren allesamt Publikumsverlage, viele von ihnen zudem in der avj organisiert. Für diejenigen, denen der Begriff „Publikumsverlag“ nicht ganz vertraut ist, habe ich mal den wie ich finde wichtigsten Satz des Wikipedia-Eintrags kopiert, in dem es heißt: Zur …