Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kritik

Braucht es Verrisse? – (M)eine Antwort

Lieber Thomas, ich danke dir für deinen Blogbeitrag. Im übrigen ein sehr guter Text, denn er hat mich nach dem Lesen im Morgengrauen einen ganzen Tag lang gedanklich beschäftigt. Das spricht für ihn. Ich mag es, wenn das geschriebene Wort etwas in mir auslöst. Da ist es egal, ob es sich um einen Zeitungsartikel, einen Blogbeitrag oder einen fiktiven Roman handelt. Allen, die Thomas‘ Artikel noch nicht gelesen haben, bitte ich, dies vorab zu tun, denn es reicht nicht aus, bei der Überschrift „Wozu braucht es Verrisse?“ stehen zu bleiben und zu antworten. Ich glaube, zwei Dinge deines Beitrags haben mich am meisten beschäftigt. Zum einen das Wort „Verriss“ und zum anderen mein Gefühl, dass es in deinem Text gar nicht nur um Literatur-Kritik geht: „Ist es nicht ein offenkundiges Manko, dass immer mehr gebildete Menschen lavieren, wenn man ihnen eine klare Haltung abfordert, ob etwas gut oder schlecht ist – zumindest, wenn es Kunst und Kultur betrifft?“ Kommen wir zu dem Wort „Verriss“, das ich persönlich ganz furchtbar finde. Bei Wikipedia heißt es dazu …

Offene Antwort auf den Buchmarkt-Beitrag vom 26.01.14

Dies ist meine Antwort auf „Das Sonntagsgespräch“, das das Magazin „Buchmarkt“ am vergangenen Sonntag mit der Überschrift Gabriele Hoffmann über den Stellenwert von „Leanders Lieblingen“ und über richtige Leseförderung veröffentlichte: Gabriele Hoffman, (einst) Kinderbuchikone in deutschen Landen, hat dem Branchenmagazin „Buchmarkt“ ein Interview – oder war es doch eher eine Werbeveranstaltung? – gegeben und dort solch haarsträubende Behauptungen aufgestellt, die ich – nach reiflicher Überlegung – nicht unkommentiert stehen lassen kann. Dass Gabriele Hoffmann in ihrem Arbeitsleben viel für die Wahrnehmung von Kinderbüchern getan hat, ist unumstritten. Sich aber als die einzig wahre Kennerin des Kinderbuchmarktes und der Leseförderung darzustellen (Zitat – BM: Wollen Sie die „Marcellina“ der Kinderliteratur werden? GH: Warum nicht? Niemand sonst hat so viel Erfahrung mit lesenden Kindern.) ist anmaßend und an Selbstverliebtheit kaum noch zu übertreffen. Frau Hoffmann lässt im Interview nur eine Meinung zu und das ist ihre eigene. Sie stellt Behauptungen auf ohne diese mit Beispielen zu belegen (Zitat zum Thema Leseförderung – GH: Ich finde da wird viel falsch gemacht. … Zum Beispiel werden fast ausschließlich Bücher …