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Alle Jahre wieder: Buchausstellungen in den Kitas

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die immer wiederkehrende Frage: „Welche Bücher nehme ich im November bloß mit zu den  Buchausstellungen in den heimischen Kitas?“ In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit fiel mir die Entscheidung sehr schwer. Es gab einfach viel zu viele schöne Bücher, die alle flüsterten: „Nimm mich mit, ich bin so ein tolles Buch und werde mich sicherlich prima verkaufen!“. Und so schleppte ich mich meist mit fünf prallgefüllten Barsortimentswannen ab. Über die Jahre wurden die Bücher zwar nicht schlechter, aber mein Rücken, weshalb ich das ausgewählte Buchprogramm auf maximal 30 Bücher reduzierte. Das sind zwar immer noch reichlich für meinen Tapeziertisch, aber ein bisschen was zum Gucken muss ja schließlich sein. Schwierig bleibt die Auswahl trotzdem. Zu allererst versuche ich möglichst viele Bereiche abzudecken: Pappbilderbücher für die U3-Kinder, Vorlesegeschichten, Bilderbücher, Sachbücher, Erstleser und auch ein paar Weihnachtstitel dürfen nicht fehlen. Ich gehe gedanklich mein Regal durch, überlege, welche Titel mich überzeugt haben und welche Geschichten bei den jungen Bilderbuchtestern besonders gut ankamen. Welche Preisträger des Leipziger Lesekompass …

Bücher für Jungs oder Ben und „Rick“

Ich habe drei Jungs, die dafür, dass sie dem  eher leseunwilligen Geschlecht angehören, doch eigentlich ganz gerne lesen – mal mehr und mal weniger. Ben, der Mittlere mit beinahe 12 Jahren, ist der Schnellleser unter den Dreien. Und obwohl ich mich selbst für einen enorm schnellen Leser halte, habe ich gegen Ben keine Schnitte. Er verschlingt Bücher – jedoch am liebsten welche, die er in einem Rutsch lesen kann und bestenfalls nicht mehr als 250 Seiten haben. Zu seinen „Lieblingsspeisen“ – die auch durchaus mehrfach gelesen werden – gehören zum Beispiel Gregs Tagebücher, Billy Bibber, Plötzlich Zombie, Dummie die Mumie oder – besonders geliebt – Band 1 bis 3 von Rick. Ich sollte mich glücklich schätzen, einen Vielleser in der Familie zu haben, wäre da nicht dieser klitzekleine Makel, dass ebendieser nicht zu bewegen ist, Bewertungen über die Bücher zu schreiben. Lesen, ja gerne – aber schreiben, das muss doch nicht sein! Auch ein „Du glaubst gar nicht, wie sehr sich die Autoren über Lob aus Reihen der Testleser freuen.“ hilft nicht wirklich weiter. Also …