Alle Artikel mit dem Schlagwort: Jugendbuch

Mit Mirjam durch das Ruhrgebiet der 80er

Ich weiß, dass man man ein Buch niemals nach seinen Äußerlichkeiten beurteilten sollte, trotzdem verliebte ich mich schon in der Buchhandlung in das tolle Cover und den roten Buchschnitt des Jugendromans „Crazy Dogs“. Die Autorin Brigitte Werner lässt ihre Hauptfigur Mirjam erzählen und katapultiert so den Leser von der ersten Seite an in ihr turbulentes Teenieleben. Dass auf den nächsten knapp 500 Seiten jedoch auch Dramatisches geschehen wird, lässt der Prolog bereits vermuten. Wer nun eine seichte Teeniegeschichte erwartet, der liegt völlig falsch, denn Mirjam ist eine ganz wunderbare Erzählerin. Mit detailreichen Beschreibungen erweckt sie das Buch zum Leben und zaubert dem Leser mit ihrem Sprachwitz ein Lächeln ins Gesicht. Dass die Autorin ihren Roman dann auch noch zu Zeiten von Kassetten, Volkszählung und Kaltem Krieg in den 80er Jahren spielen lässt, ließ mich als Kind der 70er Jahre beglückt weiterlesen, erinnerte mich doch so vieles an meine eigene Jugendzeit. Da Mirjam im Ruhrgebiet lebt, ist ihre Geschichte aber gleichzeitig auch eine Liebeserklärung an den „Pott“ mit all seinen Facetten, schrägen Vögeln und seiner eigenen …

Meine 24 Buchtipps aus der Hildener Bücherschau

Bei der Bücherschau der Hildener Stadtbücherei durfte ich gestern meine Buchfavoriten aus dem Herbst vorstellen. Natürlich konnte ich mich mal wieder nicht beschränken und so wurden es am Ende schließlich 24 Bücher, die aufgestapelt vor mir lagen. Aber schließlich musste ja vom Pappbilderbuch bis zum All-Age-Titel alles vertreten sein … Da nicht jeder in der Nähe von Hilden wohnt und Weihnachten naht, habe ich meine Buchtipps hier noch einmal kurz und knackig für euch aufgeführt. Zitronengelb und Feuerrot von Sabine Lohf Moritz Verlag, ab 2 Ein Papp-Bilderbuch, das ausgesprochen besondere Farbtöne wie zum Beispiel Zebrastreifenweiß oder Königskronengold sehr kunstvoll präsentiert und gleichzeitig jede Menge Anregungen für Bastelarbeiten zum Thema Farbe gibt. Das Monster aller Monster von Patrick McDonnell übersetzt von Ebi Naumann Aladin Verlag, ab 3 Weil sie sich nicht einigen können, wer von ihnen das schrecklichste Monster ist, erschaffen drei eher kleine Monster das vielleicht größte und fürchterlichste Monster überhaupt. Oder doch nicht? Ein herzerwärmend schönes Monsterbuch mit großem literarischem Vorbild, allerdings mit einem sehr verblüffenden und humorvollen Ende.

Lieblingsbücher: kurz und gut

Gestern fragte ich euch, ob ein zusätzlicher tumblr-Blog vonnöten sei. Die einhellige Meinung hier und auch auf Facebook war „nein“. Deshalb werde ich meinen Account bei tumblr löschen und Lieblingsbücher zukünftigt hier kurz und knapp vorstellen. Damit aber keine meiner Empfehlungen untergeht, findet ihr heute die bisherigen Lieblingsbücher des tumblr-Blogs (sofern hier nicht schon vorgestellt) ausnahmsweise mal in einem Beitrag.

Die Lebensgeschichte der Sophie Scholl

Vor 70 Jahren, am 22. Februar 1943, wurde Sophie Scholl, Mitglied der „Weißen Rose“, in München hingerichtet. Wer war diese junge Frau, die ihr Leben für den Widerstand gegen Hitler gab? Was wissen wir wirklich über sie? Von 1980 bis 1988 besuchte ich das Geschwister-Scholl-Gymnasium in meiner Heimatstadt Solingen. Neben der Abhandlung des Dritten Reichs im Politik-Unterricht, wurde natürlich gerade auf unserer Schule großer Wert auf die Lebensgeschichte der Scholls gelegt. Als 1982 Michael Verhoevens Fim „Die weiße Rose“ in die Kinos kam war ich 12 Jahre alt und erinnere mich noch genau daran,  dass die komplette Schülerschaft sich den Film in Sondervorstellungen anschaute. Doch das damalige Bild Sophie Scholls war – wie ich nun weiß – nicht vollständig. Denn erst nach dem Tod der ältesten Schwester Inge Aicher-Scholl, die 1947 das Buch Die weiße Rose über ihre Geschwister Hans und Sophie und die Münchener Widerstandsgruppe veröffentlichte, wurden Tagebücher und Briefe Sophie Scholls öffentlich zugänglich. Die Journalistin Maren Gottschalk hat für ihr Buch Schluss. Jetzt werde ich etwas tun – Die Lebensgeschichte der Sophie Scholl …

Lieblingsbücher im Januar 2013

Manchmal hat man einfach Glück. Da greift man sich die ersten Neuerscheinungen im Januar und hat schon gleich ein paar Kandidaten für „Das Buch des Jahres“ dabei. Das Jahr fing also richtig gut an, das Wetter tat sein Übriges und bescherte mir gemütliche Lesestunden vor dem Kaminofen. Und natürlich möchte ich euch meine Lieblingsbücher gerne vorstellen. Gelesen habe ich sie alle im Januar allerdings erscheinen zwei davon erst im Februar und März. Mein erstes Highlight 2013 ist die zweite Geschichte vom kleinen Stuart Horten: Sieben Rätsel und ein magischer Stern. Nach Weihnachten las ich den ersten Band, der sich hier auch noch heimlich mit auf’s Bild geschmuggelt hat. Dieser war in meinen Augen schon so großartig, dass ich natürlich sofort über Band 2 herfiel. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte ist megaspannend (Übrigens enden alle Kapitel immer so, dass man auch auf keinen Fall aufhören kann zu lesen.), überzeugt sprachlich und inhaltlich. Für mich außerdem ein Buch, um auch lesefaulere Jungs hinter dem Ofen hervorzulocken. Inhalt: Du hast meine Werkstatt gefunden, aber willst du sie …