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Als Mohammad bei den Leos einzog

Vor einigen Wochen erschien bei Spiegel Online unter dem Titel „Als Mohammad bei Heinrich einzog“ die Geschichte eines Hamburgers, der für vier Monate einer syrischen Familie in seinem Haus ein Zuhause gab. Zu diesem Zeitpunkt lebte „unser“ Mohammad gerade mal zwei Wochen bei uns, aber schon damals überlegte ich, nach einer Weile ebenfalls über unser Zusammenleben zu berichten und deshalb wähle ich heute – in Anlehnung an obigen Artikel – dieselbe Überschrift. Als Mohammad bei den Leos einzog Für meinen Bericht muss ich sicherlich ein wenig ausholen. Hilfsbereitschaft, Offenheit, Aufgeschlossenheit und eine Portion Neugierde stecken in jedem von uns, aber ohne eine Familie (oder Freunde), die diese Eigenschaften vorlebt, werden diese Merkmale nach und nach verkümmern. Ich hatte das große Glück in einer Familie aufzuwachsen, in der unter anderem auch diese Attribute gepflegt wurden, deshalb war es für mich vor gut einem Jahr auch völlig normal, etwas meiner freien Zeit in die Flüchtlingshilfe zu investieren. Und ich wähle hier bewusst nicht das negative Wort „opfern“, da ich nämlich für meine gut investierte Zeit als Belohnung …

Happy Birthday, mein Großer!

Lieber Tom, vor 18 Jahren hast du – sehr voreilig weil fünf Wochen zu früh – das Licht der Welt erblickt und uns von heute auf morgen zur Familie erklärt. Dein Start in die Welt war zwar etwas holprig, aber dennoch hast du dich zu einem tollen, jungen Mann entwickelt, und aus den damaligen 47 cm sind nun knapp zwei Meter geworden. Auch wenn sich – so glaube ich – zunächst erst einmal nicht viel ändern wird, bist du nun volljährig mit all den Rechten und Pflichten, die das so mit sich bringt. Nächstes Jahr wirst du dein Abitur machen, danach vielleicht eine Ausbildung oder ein Studium beginnen und irgendwann dein Elternhaus verlassen. Noch kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen, aber ich weiß ja, so ist der Lauf der Dinge. Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe zu diesem besonderen Tag und hoffe, dass die Zukunft viel Schönes für dich bereit hält. Ich umarme dich und drücke dich ganz fest. Mama (von dir derzeit liebevoll „Mutter“ genannt)