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… doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Manchmal stehst du vor einem Thema und überlegst, ob und wie du dich dazu äußern sollst. Die Frage nach dem „ob“ ist bei fast jedem Blogbeitrag gegenwärtig. Interessiert es die Menschen, was du zu sagen hast? Ist das Thema nicht schon in unzähligen redaktionellen Beiträgen mehr als ausreichend besprochen worden? – Meist beantworte ich diese Fragen mit „ist mir doch egal!“. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich zu einem Thema äußern will, weil es mir beispielsweise Unbehagen bereitet oder weil ich einen klaren Standpunkt beziehen will, dann tue ich das. Meist steht eher das „wie“ zwischen mir und einem Blogbeitrag. Oft habe ich einen zu hohen Anspruch, will zu tief recherchieren, was an sich ja nicht schlecht ist, bei mir aber meist zu Aufschub und letztlich zum Verwerfen von Blogbeiträgen führt. Das Thema meines heutigen Blogbeitrags ist aber zu wichtig, um aufgeschoben oder gar verworfen zu werden und deshalb blogge ich heute, ohne grundlegende Recherche einfach aus dem Bauch heraus  oder besser gesagt direkt aus meinem Herzen.

Und die Welt dreht sich einfach weiter …

2015, was hast du nur für einen beschissenen Start hingelegt. Dass ich Silvester und Neujahr mit Fieber im Bett verbrachte, kann ich dir ja verzeihen, aber dass du nahtlos und noch schlimmer an den Wahnsinn des Vorgängerjahres anschließt, dafür fehlen mir die Worte. Die Nachrichten dieser Welt sind durchzogen von brutalster Gewalt, von Mord und Totschlag, die vor niemandem Halt machen, vor unbescholtenen Bürgern nicht, vor Familien nicht und vor unschuldigen Kindern auch nicht. In was für einer Welt leben wir, in der Hunderte von Mädchen entführt werden und radikale Islamisten in Nigeria ganze Dörfer dem Erdboden gleich machen, eine Welt, in der im Namen Allahs Menschenhandel betrieben, entführt, vergewaltigt und gemordet wird und in der religiöse Satire ein Todesuteil bedeuten kann?! Was ist das für eine Welt, in der deutsche Mitbürger den Freiheitsruf „Wir sind das Volk!“ für braunes Gedankengut missbrauchen?! Angewidert möchte ich mich unter meiner Decke verkriechen, nichts mehr hören, nichts mehr sehen. Aber ich darf den Glauben an die Menschheit und an die Menschlichkeit nicht verlieren, heute nicht, morgen nicht, niemals! …

Tag des Tagebuchs oder Tag des schlechten Gewissens

Heute ist Tag des Tagebuchs*, bei mir ist es aber eher der Tag des schlechten Gewissens, denn leider sind sämtliche Bemühungen, das Tagebuchschreiben meiner Jugend wiederzubeleben, bislang kläglich gescheitert. Was kann so schwer daran sein, ein paar Statements zum Tag abzugeben und dann noch das Kreuzchen bei Regen, Wolken oder Sonne zu machen? – Ich schaffe das irgendwie nie, weshalb mein wunderbarer „WegBegleiter – Zehn Jahre Leben“ vermutlich eines Tages höchstens zwei Jahre meines Lebens wiedergeben wird. Schade, sehr schade, denn das Prinzip, auf einen Schlag die vergangenen Jahre zu betrachten, finde ich ansonsten ziemlich klasse. Wenn Frau denn das tägliche Schreiben nicht regelmäßig vergessen würde …