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Solingen-Umrundung beendet

Am 23. Mai 2015 fiel der Startschuss für die Umrundung meiner Heimatstadt auf dem Solinger Klingenpfad. Neun Etappen und fünf Monate später sind die 75 km geschafft. Hier kommt eine kurze Beschreibung der letzten beiden Etappen: Die 8. Etappe des Klingenpfads führte uns von Glüder nach Widdert. Diese Etappe ist in meinen Augen wegen der zu bewältigenden Steigungen die anspruchsvollste, belohnt den Wanderer aber auch mit tollen Aussichten, wie beispielsweise der auf den Balkhauser Kotten (Titelbild). Zum Schluss der Etappe sollte man sich im Café Blauer Kotten unbedingt ein Stückchen selbstgebackenen Kuchen gönnen. Für die gut 8 km dieser anspruchsvollen Etappe benötigten wir knapp 3 Stunden. Eigentlich ist die 9. Etappe des Klingenpfads nur etwa 10 km lang, da ich jedoch im Mai mit einer halben Etappe meine Solingen-Umrundung startete, war das Ziel am 24. Oktober 2015 nicht Aufderhöhe sondern  Buchweizenberg nahe des Solinger Hauptbahnhofs. Und auch wenn diese Etappe entlang der Wupperberge einige schöne Ausblicke zu bieten hatte, gefielen mir die Etappen 5, 7 und 8 am besten. Hier eine Übersicht der Etappen: Etappe …

شكرا لك für einen besonderen Tag

Fremdes bleibt nur solange fremd bis man es kennenlernt. So wie ich jetzt Faris aus dem Irak und Mohamed und Reem aus Syrien kenne. — Stefanie Leo (@Buecherkinder) October 2, 2015 Seit gut einem Monat versuche ich, mich in der Solinger Flüchtlingshilfe nützlich zu machen. Meine Aufgabe besteht weitestgehend darin, denen, die aktiv mit den geflüchteten Menschen arbeiten, den Rücken freizuhalten und beispielsweise gespendete Kleidung zu sortieren – was ich übrigens wirklich sehr gerne tue. Mein Kontakt zu Geflüchteten aus Syrien, dem Irak oder auch Algerien beschränkte sich bislang auf ein freundliches مرحبا auf das ich stets ein ebenso freundliches Hallo erntete. Beim Opferfest, das vergangene Woche stattfand und mit neun Nationen und vielen Familien ausgiebig in der Interju gefeiert wurde, kam ich erstmals ein wenig mit Menschen unterschiedlichster Herkunft in Kontakt. Unter ihnen auch eine junge Syrerin, die mit ihrer Familie vor ISIS und dem Bürgerkrieg geflohen war. Ihr Weg führte sie über Damaskus, den Libanon, die Türkei, per Boot nach Griechenland und weiter nach Deutschland. Zurückgelassen haben sie alles: ein Haus mit Garten, …

Lesungen der besonderen Art

Es gibt Lesungen und es gibt LESUNGEN!! – Letztere zeichnen sich nicht nur durch einen zum Vorlesen geborenen Autor oder Autorin aus sondern beispielsweise auch durch besondere Lesungsorte oder außergewöhnliche Begrüßungsreden des einladenden Buchhändlers. So kam es, dass ich gestern Gast einer solchen besonderen LESUNG sein dürfte, die auf vielfältige Weise außergewöhnlich war. Da war zum einen der Lesungsort, der sich weder in einer Buchhandlung noch in der Gemeindebücherei Dorp, die Mitveranstalter der Lesung war, befand, sondern in der Besteckhalle der alteingesessenen Firma Carl Mertens in Solingen, die in vier Jahren schon ihr hundertjähriges Bestehen feiern wird. Zwischen den Maschinen waren rund 100 Stühle für die Gäste gestellt worden, beim Vorbeigehen konnte man Messer und Bestecke entdecken und wie es sich für einen Krimiabend gehört, war auch das Lesungspult mit einem anständigen Solinger Messer ausgestattet, das glücklicherweise nur in der Fiktion zum Zuge kam. Natürlich ließ es sich der Hausherr Curt Mertens nicht nehmen, die Autorin und die Gäste persönlich zu begrüßen. Mein Highlight vor Lesungen, die von der kleinen und feinen Buchhandlung Die Schatzinsel …

Zwei ganz unterschiedliche Etappen

Bevor es Sonntag erneut auf den Klingenpfad geht, muss ich noch schnell über meine letzten beiden Etappen, die kaum unterschiedlicher hätten ausfallen können, berichten. Die sechste Etappe meiner Solingen-Umrundung führte mich und meinen ältesten Sohn Anfang August von Unterburg nach Höhrath. Aufgrund der Höhenlage erwartete ich spektakuläre Aussichten und wurde nicht nur in dieser Hinsicht enttäuscht. Obwohl man Schloss Burg auf der Anhöhe fast umrundet, gibt es nur einmal einen sehr entfernten Blick auf das Schloss und auch sonst lässt die dichte Bewaldung keine großen Blicke in die Ferne zu. Zudem ist die Wegbeschaffenheit sehr unterschiedlich, der Abstieg zum historischen Luhnshammer am Eschbach mit glitschigen Steinen und Wurzeln auf einer Breite von vielleicht 60 cm war das bislang gefährlichste Stück auf dem Klingenpfad, das wir auch leider nicht ohne Blessuren hinter uns ließen. Hier ist gutes Schuhwerk mit Profilsohle unerlässlich. Vermutlich hätte uns der Pausenplatz „Alter Fritz“ an der kleinen Straße Hummelsburg mit seinem Panoramablick von Köln bis Schloss Burg für alles entschädigt, hätten wir uns nicht einen sehr diesigen Tag ausgesucht. So bleiben uns …

Nichtwählen ist keine Option!

Ich bin Jahrgang 1970. Ich bin in einer Demokratie aufgewachsen, kenne jedoch Geschichten anderer Zeiten noch aus erster Hand von Eltern und Großeltern. Auch ich meckere gern über aktuelle Politik und kann mich in regelmäßigen Abständen aufflammender Politikverdrossenheit nicht erwehren. „Nichtwählen“ als Form des stillen Protests kam und kommt für mich jedoch niemals in Frage! Will ich meine Zukunft und die meiner Kinder mitgestalten, ist es meine verdammte Bürgerpflicht zur Wahlurne zu gehen, egal ob zu Bundestags-, Landtags-, Kommunal- oder wie bei uns morgen (13.09.15)  in Solingen zu Oberbürgermeisterwahlen gerufen wird. Und wer noch unentschlossen ist, bei welchem der fünf Kandidaten er denn nun ein Kreuz machen soll, dem habe ich hier ein paar Links zur Meinungsfindung zusammengetragen: Das sind die Kandidaten. OB-Wahl ist ein morderner Fünfkampf. Radio RSG Kandidatencheck Fünf für Solingen – das etwas andere Interview Alle Kandidaten im Video-Interview Brückentalk der OB-Kandidaten Muster des Wahlzettels Was mich als Ohligserin übrigens besonders freut ist, dass alle Kandidaten aus Solingen kommen, vier von ihnen sogar aus meinem Stadtteil. Also liebe 127.000 Solinger Wähler, geht …