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#dico16: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein

Jetzt habe ich die Direttissima extra schon ein paar Tage „sacken“ lassen und weiß trotzdem nicht, wo ich mit meinem Bericht über diese Neue Medien- und Verlagskonferenz in München – im Netz kurz #dico16 – anfangen soll. Ich könnte damit anfangen, dass man der Konferenz in keinster Weise anmerkte, dass ihr nur etwa 4 Monate Vorbereitungszeit zugrunde lagen, wie man dem Instagram-Foto von Felix Wegener, der mit Robert Goldschmidt das Team „Direttissima“ bildet, entnehmen kann. Stimmung hier gerade so… #dico16 #münchen Ein von felixwegener (@felixwegener) gepostetes Foto am 14. Jan 2016 um 4:33 Uhr Vielleicht erzähle ich euch aber lieber von den optimalen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel den Aufklebern, die mir bereits von der U-Bahn den Weg zur Alten Kongresshalle wiesen oder der altehrwürdigen aber überhaupt nicht verstaubten Location, die die Veranstalter technisch bestens im Griff hatten. Oder vielleicht doch von der koffeinhaltigen und kulinarischen Rundum-Versorgung? Und die Musik … wann kommt noch mal das Album von „Little Big Sea“ raus? Oder vielleicht starte ich meinen Bericht doch damit, dass ich mich von Snapchat bis …

Vom „Ich bin dann mal weg“-Phänomen im Netz

Regelmäßig befällt sie mich, die lähmende Müdigkeit im Netz, die von vielen einfach nur als Social-Media-Müdia bezeichnet wird. In dieser Zeit habe ich weder Lust zu bloggen noch reizt es mich, bei Facebook zu kommentieren oder Tweets abzusetzen. Ich habe schlichtweg das Gefühl, nichts Erbauliches zum allgemeinen Netzgemurmel beitragen zu können und lasse es deshalb gleich bleiben. Mit diesem Gefühl befinde ich mich übrigens in bester Gesellschaft wie ich unlängst bei Facebook feststellen konnte, auch wenn es sich bei Annette Schwindt und Christa Goede eher um eine Blogkrise als um eine globale Social-Media-Krise handelt. Seit einiger Zeit aber entdecke ich eine andere Bewegung im Netz, die ich im Titel dieses Beitrags als „Ich bin dann mal weg“-Phänomen bezeichnet habe. Hierbei handelt es sich um aktive Blogger und leidenschaftliche Nutzer verschiedenster sozialer Netzwerke, die sich auf unbestimmte Zeit und manchmal auch ganz aus dem Netz verabschieden. Von den vielen „Ich verzichte in der Fastenzeit auf Facebook und Twitter“-Menschen will ich erst gar nicht reden. Aber wie kommt es dazu, dass Blogger, die in Deutschland bekanntlich kein …

Wie ich neulich (fast) vergaß, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt

Ich halte mich für einen toleranten und aufgeschlossenen Menschen, für jemanden, dem Schubladendenken zuwider ist, der weiß, dass es zwischen Schwarz und Weiß eben noch viele andere Grautöne gibt. Nichts desto trotz gelangte ich heute morgen zu folgender Erkenntnis: Ich habe gestern bei FB viel über Vorurteile gelernt und auch meine eigenen entdeckt. Eine wichtige Erkenntnis. — Stefanie Leo (@Buecherkinder) August 7, 2015 Wie es dazu kam, ist schnell erklärt. In den Tagesthemen vom 5. August bezog Anja Reschke vom NDR im Kommentar klar Stellung zur Hetze gegen Ausländer im Internet und ermahnte die Zuschauer, den Mund aufzumachen und Haltung zu zeigen.   Wie über 200.000 andere auch teilte ich das Video auf meinen diversen Social Media Kanälen, öffentlich selbstverständlich, erhielt viele Klicks, Likes, das Video wurde weiter geteilt. Doch irgendwann ereilte auch mich die erste Stammtischparole – „Bin mal gespannt was sie sagt sobald ihr Job ein Zugewanderter kriegt und ihre Kinder keine Stelle weil es andere viel billiger tun…“ -,  die ich zunächst einfach ignorieren wollte, aber genau das wäre das Gegenteil gewesen …

Summer of Supper die Zweite

Fast genau vor einem Jahr nahm ich an meinem ersten Supperclub teil. Damals ließen wir uns im Marieneck von Sophia Schillik und Simone Hilpert kulinarisch verwöhnen. War die Teilnahme am ersten Summer of Supper noch eher einem glücklichen Zufall zu verdanken, verfolgten wir dieses Jahr die Ankündigung sehr aufmerksam und freuten uns Karten für die sonst in Berlin kochenden „Väter“ des Supperclubs – Paul, Paul und Björn vom NORDEN BERLIN – zu ergattern. Nach einigen Ehrenfelder Ehrenrunden fanden wir auch einen passablen Parkplatz und standen pünktlich vor der von Marco Kramer geführten Koch-Location Marieneck. Vor der Tür traf man dann direkt auf „alte“ Bekannte wie Bernd Labetzsch, der den Gourmet Blog Chezuli führt, oder den Küchenjungen Christian Lersch, der sein Können bereits letzte Woche unter Beweis stellen konnte. Und auch sonst gab es ein fröhliches Hallo und die eine oder andere bislang virtuelle Bekanntschaft herzlich gedrückt. Besonders freute ich mich natürlich darüber, dass ich meine bibliophilen Freunde Dominique und Paul einmal jenseits der Buchmessenlandschaft traf, ich mir mit ersterem den Tisch teilte und uns letzterer …

#PlantsForBlossfeldt – Fotos für die Pinakothek

Den Sozialen Netzwerken ist es zu verdanken, dass sich mein in der Jugend ein wenig eingeschlafenes Interesse für die Kunst in große Neugierde und Begeisterung verwandelt hat. Besonders Twitter ist eine Fundgrube an gut gepflegten und interessanten Museumsaccounts. Wer mir im Netz aufmerksam folgt, dem wird daher auch die Aktion #myRembrandt der Pinakothek nicht entgangen sein, an der ich mich vergangenen Sommer lebhaft beteiligte. Und auch diesen Sommer machen die Münchener mit einem Hashtag erneut auf sich aufmerksam. Mit einer Sonderausstellung ehrt die Pinakothek der Moderne Karl Blossfeldt, der im Juni dieses Jahres 150 Jahre alt geworden wäre. Bekannt war der deutsche Fotograf für seine streng-formalen Pflanzenfotografien, die er selbst eher als Unterrichtsmaterial und nicht als eigenständige künstlerische Leistung ansah. Sein Ziel war es Interesse an der Natur und an ihrer Beobachtung zu wecken. Diesen Ansatz verfolgt auch der Hashtag #PlantsForBlossfeldt, mit dem die Pinakothek erneut aufruft, sich in den Sozialen Netzwerken (Instagram, Twitter, Vine …) lebhaft mit eigenen Pflanzenfotos an der Aktion zu beteiligen. Also, macht mit und zeigt uns eure #PlantsForBlossfeldt!! Eine tolle …