Alle Artikel in: Digitales Leben

#Bloggerliebe – eine Blogparade

Ich finde, dass morgen ein guter Tag ist, um eine Blogparade zum Thema #Bloggerliebe zu starten. Zum einen ist es der erste März, meteorologisch gesehen also Frühlingsanfang, eine Zeit, die wir eh gerne mit der Liebe verbinden, und zum anderen beginnt die 40-tätige vorösterliche Fastenzeit, die von vielen genutzt wird, um die kommenden sieben Wochen  anders zu leben als bisher. Neben dem klassischen Fasten, also dem Verzicht beispielsweise auf bestimmte Lebensmittel, gibt es auch das sogenannte Plus-Fasten. Beim Plus-Fasten kann man sich zum Beispiel vornehmen, bestimmte Strecken bis Ostern ausschließlich per Pedes zu erledigen oder den Menschen seiner Umgebung täglich mit freundlichen Worten zu begegnen. Letzteres brachte mich auf die Idee, die Blogparade #Bloggerliebe zu starten, nachdem ich gerade im letzten Monat so viele neue und spannende (Buch-)Blogger bei Twitter kennenlernen dürfte. Es ist einfach unfassbar toll, wie professionell, liebevoll und mit richtig gutem Inhalt gefüllt die meisten Blogs geführt werden, obwohl ihre Betreiber dies im deutschsprachigen Raum vermutlich fast alle hobbymäßig und nicht beruflich tun. Und auch wenn es sicherlich hin und wieder zu …

Von Filterblasen und Paralleluniversen

Über Filterblasen haben wir in der letzten Zeit reichlich gelesen und gehört. Obwohl wir uns alle in derselben Wirklichkeit befinden, scheinen wir oft Lichtjahre voneinander entfernt zu sein und in verschiedenen Paralleluniversen zu leben. Filterblasen im Alltag Dennoch gibt es Filterblasen nicht erst, seit das Internet versucht, per Algorithmus herauszufinden, was wir sehen möchte und was nicht. Auch jenseits des Internets umgeben wir uns häufig mit Personen aus vergleichbaren gesellschaftlichen Kreisen, die ähnliche Ansichten vertreten. Hier fühlen wir uns wohl, verstanden und erhalten Zustimmung für das eigene Denken und Handeln, das demnach so falsch nicht sein kann. Ich habe meine Filterblase noch nicht wirklich weit verlassen. Vermutlich lasse ich sogar immer einen Fuß in der Tür, um mich schnell wieder in ihr zu verkriechen. Ich glaube, dass man zum Verlassen auch viel Selbstvertrauen und Kraft benötigt. Letzteres fehlt mir derzeit, ist mir Stück für Stück seit dem 20. Januar, dem Tag als alternative Fakten plötzlich salonfähig wurden, abhanden gekommen. Anfangs versuchte ich noch, mit der Geschwindigkeit der Berichterstattung Schritt zu halten, möglichst viele Artikel verschiedenster …

Das Leben. Eine Gratwanderung.

Ich bin in meinem Leben erst einmal auf einem Grat gewandert, lange ist es her. Im Sommer 1996 entdeckten wir per Pedes, Auto und mit unserem Zelt Alaska. Bei unserem Besuch im Denali National Park schlossen wir uns einer durch einen Ranger geführten Wanderung an, die uns schließlich auch auf einen Grat – ähnlich dem im Foto – führte. Die Aussicht war atemberaubend, die unberührte Natur überwältigend und dennoch befanden wir uns alle nur einen Fehltritt von einer Katastrophe entfernt. Gratwanderung eben. Ein schmaler Grat, dieses Leben Das Leben kann auch eine Gratwanderung sein. Jedenfalls ist es dieser Begriff, der mir derzeit ständig durch den Kopf geistert. Seit nunmehr sieben Jahren ist es mir zur lieben Gewohnheit geworden, nach Yoga und Meditation für eine Kaffelänge ins Bett zurück zu kriechen. Ich höre Radio, blättere in der aktuellen Tageszeitung und widme mich den Sozialen Netzwerken, die die Nachrichten der vergangen Nacht auf ihre Art und Weise aufbereiten. Gut informiert, meist gut gelaunt und immer wach beginnt dann gegen sieben der Familienalltag. Doch über mein stets sonniges …

Leben und leben lassen

Gestern ließ mich ein Blogbeitrag verstört zurück. Wobei „verstört“ nicht der richtige Ausdruck ist, eigentlich fühlte ich mich zugleich angewidert, abgestoßen und bis ins Mark erschüttert. Es handelte sich dabei um einen sexistischen, frauenverachtenden Beitrag, der vor Häme und Hass nur so triefte, und den ich hier nicht verlinke, denn jeder Klick für diesen Schreiber wäre einer zuviel. Dieser Hass im Netz würde mich krank machen. Würde, denn immer wenn ich denke, dass es kaum schlimmer kommen kann, dann tun sich Menschen zusammen und stellen sich solidarisch an die Seite des Betroffenen, lassen ihn nicht allein, stärken ihm den Rücken. Sicherlich das Netz macht uns angreifbar, aber die dortige Gemeinschaft (und ja, die gibt es!) macht uns auch stark. Dennoch wünschte ich mir gruppenübergreifend mehr Kommunikation, zumindest mit denjenigen, bei denen Hopfen und Malz noch nicht verloren ist. (Der Schreiber oben gehört vermutlich nicht dazu.) Wir schmoren alle zu sehr in unserem eigenen Saft, für viele von uns gibt es nur noch Schwarz oder Weiß, die eigene Meinung und die der anderen. Es geht mir …

#dico16: Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein

Jetzt habe ich die Direttissima extra schon ein paar Tage „sacken“ lassen und weiß trotzdem nicht, wo ich mit meinem Bericht über diese Neue Medien- und Verlagskonferenz in München – im Netz kurz #dico16 – anfangen soll. Ich könnte damit anfangen, dass man der Konferenz in keinster Weise anmerkte, dass ihr nur etwa 4 Monate Vorbereitungszeit zugrunde lagen, wie man dem Instagram-Foto von Felix Wegener, der mit Robert Goldschmidt das Team „Direttissima“ bildet, entnehmen kann. Stimmung hier gerade so… #dico16 #münchen Ein von felixwegener (@felixwegener) gepostetes Foto am 14. Jan 2016 um 4:33 Uhr Vielleicht erzähle ich euch aber lieber von den optimalen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel den Aufklebern, die mir bereits von der U-Bahn den Weg zur Alten Kongresshalle wiesen oder der altehrwürdigen aber überhaupt nicht verstaubten Location, die die Veranstalter technisch bestens im Griff hatten. Oder vielleicht doch von der koffeinhaltigen und kulinarischen Rundum-Versorgung? Und die Musik … wann kommt noch mal das Album von „Little Big Sea“ raus? Oder vielleicht starte ich meinen Bericht doch damit, dass ich mich von Snapchat bis …