Alle Artikel in: Buch und Web

Ich bin ein offenes Buch

Jemand hat einmal zu mir gesagt, dass man mich anhand meiner gelesenen Bücher – von denen ich auch oft Fotos in den Sozialen Netzwerken teile – wie ein offenes Buch lesen könne. Sollte das Sprichtwort „Zeige mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist.“ also tatsächlich auf mich zutreffen? Mein treuer Freund, das geschriebene Wort Ich habe aus meinem Herzen noch nie eine Mördergrube gemacht. Ich äußere mich offen und ehrlich zu vielen Themen, die mich augenblicklich bewegen und die ich für wichtig halte. In all diesen Momenten steht mir stets das geschriebene Wort in Form von Büchern, Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften, Blogbeiträgen gedruckt oder digital zur Seite. Egal ob es um die Bewirtschaftung eines Biogartens geht, das Erziehen des pubertierenden Nachwuchses oder die großen (gesellschafts-)politischen Fragen unserer Zeit, zunächst begebe ich mich im Netz auf die Suche nach Beiträgen zur Sache, hole mir dort oft Buchempfehlungen ab und lese. Dabei sehe ich meine Meinung ein ums andere Mal bestätigt oder um Aspekte ergänzt. Hin und wieder werde ich auch eines …

Keine halben Sachen! Keine Buchmesse.

Ich mache keine ungern halbe Sachen. Ich brauche Struktur und Ordnung, und das gilt für mein privates Leben ebenso wie für mein berufliches. Als ich mich 2005 aufgrund der anstehenden Kinderbuchausstellungen in den Kitas entschied, das drei Jahre zuvor geborene Projekt Buecherkinder aus dem Hobby-Dasein in die Selbstständigkeit zu führen, tat ich auch dies nicht halbherzig. Ich nahm am Crashkurs Buchhandel im Mediacampus Frankfurt teil, wurde Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und besorgte mir für meinen Computer eine anständige Warenwirtschaft. Über 10 Jahre wickelte ich Büchertische in Schulen, Kitas und bei Wohnzimmerlesungen über das Barsortiment Könemann ab, ebenso wie private Buchbestellungen der Nachbarn und Freunde. Dass die Webseite über Jahre hinweg weiterhin zu Amazon verlinkte, ist nicht Thema dieses Beitrags und wurde schon ausreichend hier und hier besprochen. Vermutlich gehört aber eben auch dieser Umstand zu den Dingen, bei denen ich letztlich keine halben Sachen mache. Das verflixte 7. Jahr Ich erinnere mich, dass mir meine Mutter schon als Kind erzählte, dass sich der Mensch alle sieben Jahre irgendwie verändert. Und wenn man davon …

Warum Buchhandlungen auf Facebook gehören!

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein Fan der Sozialen Netzwerke bin. Meine Accounts bei Twitter und Facebook führe ich nun schon gut sechs Jahre und 2011 gab ich zum Thema „Facebook für Buchhändler“ sogar einige Seminare. Viele der damaligen Teilnehmer führen mittlerweile mehr als lesenswerte Facebook-Seiten, mit denen sie über ihre Stadtgrenzen hinaus einem großen Publikum bekannt sind. Der Buchladen Neusser Straße in Köln-Nippes und Schmitz Junior in Essen-Werden seien hier nur kurz als Beispiele genannt. Warum Buchhandlungen bei Facebook sein sollten Erst einmal vorab: Eine Facebook-Seite ersetzt keine Buchhandlungs-Webseite und keinen Blog, ist aber eine wunderbare Ergänzung dazu. Buchtipps, die eh auf der Webseite/dem Blog veröffentlicht wurden, können beispielsweise ohne großen Aufwand auf Facebook geteilt werden und locken die Besucher so auf die eigene Webseite. Mit Fotos vom täglichen Buchhändlerleben kann man kleine Geschichten erzählen und die Leser bei Facebook neugierig machen. Und last but not least kann man seine Veranstaltungen rund ums Buch einem breiteren Publikum als dem Stammpublikum anbieten. Und – jetzt kommt das Tolle – diese Veranstaltungen kann man als …

Alles hat seine Zeit … auch manche Bücher

In der Bibel heißt es: „Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ An diesen Text im Buch Koholet musste ich unwillkürlich denken, als ich Frank Berzbachs „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ las. Im Jahr 2013 erschien das Buch des Kölners im Mainzer Verlag Hermann Schmidt und wurde bereits damals in allen Medien – allen voran den digitalen – hoch und runter gelobt. Doch es mussten drei Jahre und sieben! weitere Auflagen vergehen, bis Berzbachs Werk es auch auf meinen Nachttisch schaffte. Schon im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres war absehbar, dass 2016 in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Umbrüche werden würde und irgendwie erschien mir jetzt der richtige Zeitpunkt zu sein, mich mit einem Buch zu beschäftigen, dessen Untertitel „Anregung zu Achtsamkeit“ lautet. Anregung zu Achtsamkeit Schon lange beschäftigen mich die Weltreligionen, allen voran meine eigene – das Christentum – aber auch die Achtsamkeit, die ein zentrales Element des achtfachen Pfades der buddhistischen Lehre und Teil der Meditation ist, übte immer schon eine große Faszination auf mich aus. Die …

#bookupDE – was, wo, wer, warum?

Nach achtzehn Monaten und dreißig Bookup-Veranstaltungen ist noch lange nicht Schluss. Auch dieses Jahr wollen zahlreiche buchaffine Social-Media-Nutzer gerne dabei sein, wenn es in Verlagen, Bibliotheken, Buchhandlungen etc. wieder heißt: Handy RAUS! statt Handy aus. Was ist eigentlich ein Bookup? Bei einem Bookup handelt es sich um eine spezielle Form eines Tweetups. „Bookup“ ist eine Wortschöpfung aus Book = Buch und meet up = sich treffen. Allgemein definiert ist ein Bookup also ein Treffen buchaffiner Menschen anlässlich einer Veranstaltung, die sich um das Thema Buch dreht. Meist kennen sich die Teilnehmer aufgrund ihres gemeinsamen Interesses zumindest virtuell aus den sozialen Netzwerken. Beim Bookup berichten die Teilnehmer live per Smartphone mit dem Hashtag #bookupDE beispielsweise auf Twitter, Facebook, Instagram oder später auch im Blog. Deshalb heißt die Devise beim #bookupDE auch: Handy RAUS! statt Handy aus. Wo finden Bookups statt? Dort wo Bücher sind, können Bookups stattfinden. Buchhandlungen laden beispielsweise zu speziellen Veranstaltungen wie dem Indiebookday ein, Bibliotheken öffnen ihre Türen, auch solche, die dem Besucher sonst verschlossen sind und Verlage zeigen Interessierten den Weg vom …