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Warum Buchhandlungen auf Facebook gehören!

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein Fan der Sozialen Netzwerke bin. Meine Accounts bei Twitter und Facebook führe ich nun schon gut sechs Jahre und 2011 gab ich zum Thema „Facebook für Buchhändler“ sogar einige Seminare. Viele der damaligen Teilnehmer führen mittlerweile mehr als lesenswerte Facebook-Seiten, mit denen sie über ihre Stadtgrenzen hinaus einem großen Publikum bekannt sind. Der Buchladen Neusser Straße in Köln-Nippes und Schmitz Junior in Essen-Werden seien hier nur kurz als Beispiele genannt. Warum Buchhandlungen bei Facebook sein sollten Erst einmal vorab: Eine Facebook-Seite ersetzt keine Buchhandlungs-Webseite und keinen Blog, ist aber eine wunderbare Ergänzung dazu. Buchtipps, die eh auf der Webseite/dem Blog veröffentlicht wurden, können beispielsweise ohne großen Aufwand auf Facebook geteilt werden und locken die Besucher so auf die eigene Webseite. Mit Fotos vom täglichen Buchhändlerleben kann man kleine Geschichten erzählen und die Leser bei Facebook neugierig machen. Und last but not least kann man seine Veranstaltungen rund ums Buch einem breiteren Publikum als dem Stammpublikum anbieten. Und – jetzt kommt das Tolle – diese Veranstaltungen kann man als …

Alles hat seine Zeit … auch manche Bücher

In der Bibel heißt es: „Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ An diesen Text im Buch Koholet musste ich unwillkürlich denken, als ich Frank Berzbachs „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ las. Im Jahr 2013 erschien das Buch des Kölners im Mainzer Verlag Hermann Schmidt und wurde bereits damals in allen Medien – allen voran den digitalen – hoch und runter gelobt. Doch es mussten drei Jahre und sieben! weitere Auflagen vergehen, bis Berzbachs Werk es auch auf meinen Nachttisch schaffte. Schon im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres war absehbar, dass 2016 in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Umbrüche werden würde und irgendwie erschien mir jetzt der richtige Zeitpunkt zu sein, mich mit einem Buch zu beschäftigen, dessen Untertitel „Anregung zu Achtsamkeit“ lautet. Anregung zu Achtsamkeit Schon lange beschäftigen mich die Weltreligionen, allen voran meine eigene – das Christentum – aber auch die Achtsamkeit, die ein zentrales Element des achtfachen Pfades der buddhistischen Lehre und Teil der Meditation ist, übte immer schon eine große Faszination auf mich aus. Die …

#bookupDE – was, wo, wer, warum?

Nach achtzehn Monaten und dreißig Bookup-Veranstaltungen ist noch lange nicht Schluss. Auch dieses Jahr wollen zahlreiche buchaffine Social-Media-Nutzer gerne dabei sein, wenn es in Verlagen, Bibliotheken, Buchhandlungen etc. wieder heißt: Handy RAUS! statt Handy aus. Was ist eigentlich ein Bookup? Bei einem Bookup handelt es sich um eine spezielle Form eines Tweetups. „Bookup“ ist eine Wortschöpfung aus Book = Buch und meet up = sich treffen. Allgemein definiert ist ein Bookup also ein Treffen buchaffiner Menschen anlässlich einer Veranstaltung, die sich um das Thema Buch dreht. Meist kennen sich die Teilnehmer aufgrund ihres gemeinsamen Interesses zumindest virtuell aus den sozialen Netzwerken. Beim Bookup berichten die Teilnehmer live per Smartphone mit dem Hashtag #bookupDE beispielsweise auf Twitter, Facebook, Instagram oder später auch im Blog. Deshalb heißt die Devise beim #bookupDE auch: Handy RAUS! statt Handy aus. Wo finden Bookups statt? Dort wo Bücher sind, können Bookups stattfinden. Buchhandlungen laden beispielsweise zu speziellen Veranstaltungen wie dem Indiebookday ein, Bibliotheken öffnen ihre Türen, auch solche, die dem Besucher sonst verschlossen sind und Verlage zeigen Interessierten den Weg vom …

„Wer die Nachtigall stört …“

Das Lesen von Klassikern flößt mir immer gehörigen Respekt ein. Zu gering ist meine Leseerfahrung diesbezüglich. In meinem Elternhaus überwog von jeher die Unterhaltungsliteratur und auch der damalige Deutschunterricht konnte meine Begeisterung für klassische Werke leider nicht wecken. Zunächst familiär- später dann berufsbedingt wandte ich mich hauptsächlich der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur zu. Doch gerade in den letzten Jahren wuchs der Wunsch, hin und wieder einen sogenannten Klassiker einzustreuen. Diese Idee führte dank der sozialen Netzwerke (Fragt NIE öffentlich, welche Klassiker ihr unbedingt lesen solltet!!) zu einer unüberschaubaren Liste, die mich in meinem Bestreben eher ausbremste als beflügelte. Schließlich wagte ich mit Thomas Manns „Buddenbrooks“ den Anfang und konnte feststellen, dass Klassiker gar nicht weh tun. Mit Salingers „Fänger im Roggen“ erging es mir ähnlich, obwohl man dieses Buch wohl besser zwischen zwanzig und dreißig liest. Fünfundfünzig Jahre nach seinem Erscheinen in den USA folgte nun „Wer die Nachtigall stört …“, das 1962 in Deutschland erschien und seit Mitte Juli in einer vollständig überarbeiteten deutschen Übersetzung von Nikolaus Stingl vorliegt. Von den bisher oben erwähnten …

#bookupDE die fünfundzwanzigste

Was vor knapp einem Jahr als vermeintlich verrückte Idee begann, feierte gestern in  Frankfurt bereits „silbernes“ Jubiläum, denn in den Räumen der Frankfurter Verlagsanstalt fand bereits das 25. #bookupDE-Treffen statt. Für mich war es in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes #bookupDE. Zum einen muss ich gestehen, dass mir die Frankfurter Verlagsanstalt – sie feiert in diesem Jahr bereits ihr 20-jähriges Indie-Jubiläum – und die dort erschienenen Werke nahezu unbekannt waren. Dies mag natürlich auch dem Umstand geschuldet sein, dass nur wenige Jugendbücher bei den Frankfurtern erscheinen. Zum anderen hatte ich – obwohl ich bei der Organisation des Events mit Rat und Tat zur Seite stand – nicht vorgehabt, für eine Abendveranstaltung nach Frankfurt zu reisen. Dass es schließlich doch dazu kam, ist der Hartnäckigkeit eines Bloggerfreundes zu verdanken, der meinte, ich müsse seinen Lieblingsverlag unbedingt kennenlernen, und mich schließlich auch dankenswerterweiser mit dem Auto mitnahm. Gegen 18:30 Uhr wurden wir und schätzungsweise zwanzig weitere Interessierte von Franziska Hedrich (Pressesprecherin) begrüßt und der Verleger Joachim Unseld ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich mit Getränken zu …