Autor: Stefanie Leo

Buchtunnel Prag

Ich lese. Nicht.

Als Buchmensch einen Beitrag mit „Ich lese. Nicht.“ zu betiteln, das ist sicher gewagt. Aber ich bin schon immer für ehrliche Worte gewesen und außerdem steht da ja auch noch ein Punkt, streng genommen sogar zwei, aber der hinter der Aussage „Ich lese.“ ist schon nicht ganz unwichtig. Aber von vorne … Ich lese gerne Ich lese gerne. Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Doch auch wenn sich mein berufliches Leben um die Bücher dreht, hat es tatsächlich nur im Nebensatz mit dem Lesen zu tun. Denn der Hauptsatz besteht aus ganz banalen Dingen wie Vorschauen sichten, Bücher bestellen, Titel – viele Titel – in die Datenbank einpflegen, Bücher an die Redaktion (derzeit 40 Redakteure) verschicken, Rezensionen überprüfen und freischalten, Belege selbiger an die Verlage schicken und so weiter und so fort. Jetzt mag der eine oder andere auch besser verstehen, warum ich mich ungern als Kinderbuchexpertin bezeichnen lasse, denn während ich noch mit den schnöden Dingen im Hintergrund beschäftigt bin, sind die Kinder und Jugendlichen diejenigen, die fleißig lesen. Sie sind die wahren Expertinnen …

Sungs Laden oder Eine Utopie, die keine ist

Heute möchte ich euch von „Sungs Laden“ berichten, einem Buch, das im Buchladen scheinbar nur auf mich gewartet hat, weshalb ich meinen Buchtipp bzw. meine Geschichte auch dort beginnen möchte. Eigentlich wollte ich am gestrigen Samstag nur kurz die vorbestellten Bücher in meiner Buchhandlung abholen. Als ich dann aber an der Verkaufstheke einem Gespräch zum Thema „Sind Bücher nicht eigentlich zu billig?“ lauschte, konnte ich nicht umhin, mich ebenfalls lebhaft in die Unterhaltung einzubringen. Irgendwie kamen wir dann thematisch vom Hölzchen zum Stöckchen und landeten schließlich bei den von mir bestellten Büchern über Hühnerhaltung, die der Kundin ein fast seufzendes „Ach, das hatten wir auch mal vor …“ entlockte. Das wiederum bewog mich, ihr von meiner Devise „Machen, nicht labern!“ zu erzählen, die mein Leben seit 2016 ganz schön auf den Kopf stellt. So berichtete ich unter anderem auch von unsere Entscheidung, einen Gastschüler aus Vietnam für zehn Monate in unsere Familie aufzunehmen. Ein Entschluss, der übrigens innerhalb einer Woche fiel. (Zum Thema des Zauderns – oder eben nicht – empfehle ich euch übrigens gerne …

Braucht es Verrisse? – (M)eine Antwort

Lieber Thomas, ich danke dir für deinen Blogbeitrag. Im übrigen ein sehr guter Text, denn er hat mich nach dem Lesen im Morgengrauen einen ganzen Tag lang gedanklich beschäftigt. Das spricht für ihn. Ich mag es, wenn das geschriebene Wort etwas in mir auslöst. Da ist es egal, ob es sich um einen Zeitungsartikel, einen Blogbeitrag oder einen fiktiven Roman handelt. Allen, die Thomas‘ Artikel noch nicht gelesen haben, bitte ich, dies vorab zu tun, denn es reicht nicht aus, bei der Überschrift „Wozu braucht es Verrisse?“ stehen zu bleiben und zu antworten. Ich glaube, zwei Dinge deines Beitrags haben mich am meisten beschäftigt. Zum einen das Wort „Verriss“ und zum anderen mein Gefühl, dass es in deinem Text gar nicht nur um Literatur-Kritik geht: „Ist es nicht ein offenkundiges Manko, dass immer mehr gebildete Menschen lavieren, wenn man ihnen eine klare Haltung abfordert, ob etwas gut oder schlecht ist – zumindest, wenn es Kunst und Kultur betrifft?“ Kommen wir zu dem Wort „Verriss“, das ich persönlich ganz furchtbar finde. Bei Wikipedia heißt es dazu …

Fastenzeit oder 7 Wochen anders leben

Obwohl Christin habe ich der Fastenzeit bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt, und mein Verzicht bestand lediglich darin, freitags die Wurst vom Brot zu lassen. Keine Herausforderung also, der ich mich bislang stellen musste und somit eigentlich auch keine richtige Vorbereitung auf das Osterfest. 7 Wochen anders leben Dieses Jahr soll das anders werden und so suchte ich schon weit vorher nach Inspirationsquellen im Internet. Beim gemeinnützigen Verein „Andere Zeiten“ wurde ich fündig. Die Hamburger bieten verschieden Aktionen und Publikationen im Kirchenjahr an, um christliche Feste wieder zu entdecken und sinnvoll zu gestalten. Dabei ist ihr Internetauftritt sehr einladend, der Fasten-Wegweiser herrlich unverkrampft, und er lädt neben gläubigen Christen auch experimentierfreudige Zweifler ein, auf der 40-tägigen Reise nachzudenken und vielleicht Neues zu entdecken. Mit den Postkarten „Eigentlich bin ich ganz anders“ kam mir eine erste Idee für das sogenannte Plus-Fasten. Beim Plus-Fasten handelt es sich – wie man bereits am Namen erkennt – nicht um einen Verzicht, sondern um eine Veränderung, die ein zusätzliches Tun erfordert. Man kann sich beispielsweise vornehmen, bestimmte Strecken bis Ostern ausschließlich zu …

#Bloggerliebe – eine Blogparade

Ich finde, dass morgen ein guter Tag ist, um eine Blogparade zum Thema #Bloggerliebe zu starten. Zum einen ist es der erste März, meteorologisch gesehen also Frühlingsanfang, eine Zeit, die wir eh gerne mit der Liebe verbinden, und zum anderen beginnt die 40-tätige vorösterliche Fastenzeit, die von vielen genutzt wird, um die kommenden sieben Wochen  anders zu leben als bisher. Neben dem klassischen Fasten, also dem Verzicht beispielsweise auf bestimmte Lebensmittel, gibt es auch das sogenannte Plus-Fasten. Beim Plus-Fasten kann man sich zum Beispiel vornehmen, bestimmte Strecken bis Ostern ausschließlich per Pedes zu erledigen oder den Menschen seiner Umgebung täglich mit freundlichen Worten zu begegnen. Letzteres brachte mich auf die Idee, die Blogparade #Bloggerliebe zu starten, nachdem ich gerade im letzten Monat so viele neue und spannende (Buch-)Blogger bei Twitter kennenlernen dürfte. Es ist einfach unfassbar toll, wie professionell, liebevoll und mit richtig gutem Inhalt gefüllt die meisten Blogs geführt werden, obwohl ihre Betreiber dies im deutschsprachigen Raum vermutlich fast alle hobbymäßig und nicht beruflich tun. Und auch wenn es sicherlich hin und wieder zu …