Familie, Flüchtlingshilfe, Heimat
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Zeiten ändern sich. – Schön!

2015.
Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendein vergangenes Jahr jemals so viele Veränderungen mit sich brachte wie dieses fast abgeschlossene Jahr. Und damit meine ich noch nicht einmal globale, politische Veränderungen, sondern menschliche. Solche in den eigenen vier Wänden, in meinem Bekanntenkreis, in meiner Heimatstadt.

Seit den Sommerferien ist vieles anders. Ich bin anders. Ich habe meine Komfortzone verlassen und koste das gesamte Spektrum meines Lebens aus. Gemütlich war es, mein bisheriges Leben, nicht zu aufgeregt, vorhersehbar und schön. Letzteres ist es immer noch, aber in vielerlei Hinsicht eben doch ganz anders.

Viele neue Menschen sind in mein Leben getreten, die Drähte meiner realen und digitalen Vernetzungen glühen. Ich darf Menschen meine Freunde nennen, von deren Existenz ich vor einem halben Jahr noch nicht einmal wusste. Fast täglich schaue ich über meinen Tellerrand und lerne stetig dazu. Ich habe es (noch mehr als bisher) geschafft, mich zu strukturieren und bekomme trotz größerem ehrenamtlichen Engagement meine alten wie neuen Tätigkeiten unter einen Hut.

Und warum das alles?
Weil Zeiten sich ändern und mit ihnen eben auch die Menschen. Weil Veränderungen auch immer Chancen mit sich bringen und ich der festen Überzeugung bin, dass wir es in der Hand haben, diesen Wandel positiv mitzugestalten. Jeder so wie er kann und mag, das Ziel fest im Visier.

„Manchmal ändern sich Zeiten und mit ihnen Gepflogenheiten“ – so heißt es auf dem Beitragsfoto, das mir die Buchhandlung Thomas Schmitz aus Werden freundlicherweise zur Verfügung stellte. Auch sie haben ihre Gepflogenheiten den Zeiten angepasst. Auf ihrer Facebook-Seite heißt es dazu: „Seit beinahe 25 Jahren schenken wir den Freunden und Kunden unserer Buchhandlung zum Ende eines jeden Jahres eine kleine liebevoll gestaltete Weihnachtsgeschichte. In diesem Jahr haben wir uns aus mehreren Gründen dazu entschlossen, diese Gewohnheit aufzubrechen und das gesparte Geld zwei Flüchtlingsorganisationen zur Verfügung zu stellen. Und da wir in Werden genauso zu Hause sind wie in der Buchwelt, geht der eine Teil der Spende an WERDEN HILFT und der andere an den von Rafik Schami mitbegründeten Verein SCHAMS!“

Und genau so sehen wir das als Familie Leo auch. Am runden Tisch wurde deshalb gemeinsam mit den Kindern besprochen, dass es am Heiligen Abend für jeden nur eine Kleinigkeit unterm Tannenbaum geben wird. Der Rest des Weihnachtsgelds wandert ohne Umwege an den Verein SyrienHilfe e. V., der humanitäre Hilfe und Nothilfe für syrische Flüchtlinge in Syrien selbst, aber auch in den Nachbarländern Türkei und Libanon leistet. Dort ist unser Geld dieses Jahr eindeutig am besten aufgehoben.

Ich wünsche euch und euren Lieben ein gesegnetes Weihnachtsfest und uns allen ein hoffentlich friedliches neues Jahr 2016.

 

 

 

2 Kommentare

  1. Auch mir rennt die Zeit manchmal schneller weg, als mir lieb ist. Und ich mache schon seit Jahren die Erfahrung, dass das auch mit dem Alter zu tun hat: je älter ich werde (aktuell 64), desto schneller läuft sie – und oft „einfach“ an mir vorbei.

    In diesem Jahr waren und sind die Veränderungen ziemlich massiv. Und das hat „nur“ eine Frau geschafft, die ich so sehr schätze, dass ich das auch zulasse. Damit gehe ich einen schwierigen Weg, weil „alte“ Gewohnheiten nicht so einfach zu verändern sind, das ist schon oft mühsame und geduldige Arbeit mit Rückschlägen.

    Manches Mal weiß ich selbst nicht so genau, ob ich mich freiwillige ändere (zumindest es versuche) oder aus Verlustangst. Doch wie auch immer – fruchtbare Veränderungen sind immer ein menschlicher Gewinn.

    Ich wünsche Dir, Stefanie, Deiner Familie und Deinen Leserinnen und Lesern friedliche Weihnachten und fürs neue Jahr inneren und äußeren Frieden.

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