Tag: 15. Juli 2015

„Wer die Nachtigall stört …“

Das Lesen von Klassikern flößt mir immer gehörigen Respekt ein. Zu gering ist meine Leseerfahrung diesbezüglich. In meinem Elternhaus überwog von jeher die Unterhaltungsliteratur und auch der damalige Deutschunterricht konnte meine Begeisterung für klassische Werke leider nicht wecken. Zunächst familiär- später dann berufsbedingt wandte ich mich hauptsächlich der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur zu. Doch gerade in den letzten Jahren wuchs der Wunsch, hin und wieder einen sogenannten Klassiker einzustreuen. Diese Idee führte dank der sozialen Netzwerke (Fragt NIE öffentlich, welche Klassiker ihr unbedingt lesen solltet!!) zu einer unüberschaubaren Liste, die mich in meinem Bestreben eher ausbremste als beflügelte. Schließlich wagte ich mit Thomas Manns „Buddenbrooks“ den Anfang und konnte feststellen, dass Klassiker gar nicht weh tun. Mit Salingers „Fänger im Roggen“ erging es mir ähnlich, obwohl man dieses Buch wohl besser zwischen zwanzig und dreißig liest. Fünfundfünzig Jahre nach seinem Erscheinen in den USA folgte nun „Wer die Nachtigall stört …“, das 1962 in Deutschland erschien und seit Mitte Juli in einer vollständig überarbeiteten deutschen Übersetzung von Nikolaus Stingl vorliegt. Von den bisher oben erwähnten …