Der Alltag, Heimat
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Unterwegs auf dem Solinger Klingenpfad

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Ortseingangsschild in Ohligs

Seit meiner Geburt lebe ich in Solingen, auch bekannt als „Klingenstadt“. Diesen Namenszusatz darf meine Heimatstadt seit März 2012 auch offiziell zum Ortsnamen führen. Der Städtename „Solingen“ selbst ist zugleich geschütztes Markenzeichen für Qualtitäts-Schneidwaren.

Neben scharfen Klingen hat meine Heimat, die im Bergischen Land liegt und das Rheinland zwischen Köln und Düsseldorf berührt, eine durchaus schöne Lage zu bieten.

Im Süden und Osten bildet die Wupper die natürliche Grenze zu den Nachbarstädten. Und auch sonst ist Solingen von vielen kleinen, bewaldeten Bachtälern wie beispielsweise dem Ittertal, dem Lochbachtal oder dem Viehbachtal, um nur drei zu nennen, durchzogen. Kein Wunder also, dass dort Anfang des 19. Jahrhunderts zahlreiche wasserradbetriebene Schleifkotten entstanden.

Aber zurück zur Natur. Ein rund 400 km langes Wegenetz erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet, das wiederum knappe 90 Quadratkilometer misst. Der berühmteste Wanderweg Solingens ist der Klingenpfad, der auch über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist. In den dreißiger Jahren angelegt führt der Wanderweg mit einer Gesamtlänge von 75 Kilometern einmal um das Solinger Stadtgebiet, vorbei an alten Kotten und Hofschaften, durch die Ohligser Heide bis hin zum höchsten Punkt Solingens (276 Meter über Normalnull) im Stadtteil Gräfrath.

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Jede Menge Kartenmaterial kann man auch auf der Webseite der Stadt Solingen herunterladen.

Viele kleine und größere Wanderungen führten mich schon durch meine Heimatstadt, dabei lief ich auch immer wieder kleine Stücke auf dem Klingenpfad. Dennoch habe ich es in bald 45 Lebensjahren nicht geschafft, Solingen einmal auf dem Klingenpfad zu umrunden.

Dies soll sich nun ändern! Der Startschuss für das Projekt „Klingenpfad“ fiel am gestrigen Pfingstsamstag, an dem ich mich mit meinem jüngsten Sohn aufmachte, meine Heimatstadt in fußgerechten „Portionen“ zu umrunden.

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Der Beginn der Tour

Ausgangspunkt der ersten Etappe war unser Zuhause in Ohligs unweit des Solinger Hauptbahnhofs gelegen. Von dort ist es nur ein Katzensprung, um hinter der Wohnsiedlung Buchweizenberg in den Klingenpfad einzusteigen.

Unterhalb der katholischen Kirche St. Joseph startete unsere knapp 5 km lange Tour und führte uns auf meist breiten Feld- und Waldwegen durch den Hackhauser Wald über die Bonner Straße hinweg in die Krüdersheide und weiter zum Engelsberger Hof in der Ohligser Heide.

Für diesen ersten Teilabschnitt war kein Kartenmaterial notwendig, denn der Klingenpfad ist durchgängig, gut und übersichtlich mit einem „S“ beschriftet. Insbesondere die breiten Wege in der Ohligser Heide sind zudem für Fahrradwanderer wunderbar geeignet und aufgrund des vielverzweigten Netzes alles andere als überlaufen.

Nach 75 Minuten erreichten wir unser Tagesziel, den Engelsberger Hof, und gönnten uns ein Kaltgetränk in der Schlesischen Schänke, ein Ausflugslokal, das sich unweit des Großspielplatzes befindet.

Frisch gestärkt verließen wir den Klingenpfad und machten uns auf den 3 km langen Rückweg nach Hause.

Schon bald werden wir unsere zweite Etappe, die uns vom Engelsberger Hof in 8 km zur Heidberger Mühle im Ittertal führt, in Angriff nehmen. Im Vorfeld werde ich dies kurz bei Twitter und Facebook vermelden, falls sich jemand spontan anschließen möchte. Bilder und kurze Berichte findet ihr unter dem Hashtag #Klingenpfad bei Twitter, Facebook und/oder Instagram.


Die weiteren Etappen gibt es hier!

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